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Summary

Weihnachten einmal anders – Dunkel, Laut, Verrockt

Mit düsteren Klängen feierten die Chemnitzer den ersten Weihnachtsfeiertag und Dark Tunes war mit dabei.

Um 16.15 Uhr hieß es Türen auf und hinein spaziert, zur 19. Ausgabe des „Dark Storm Festivals“ 2015 in der Stadthalle Chemnitz. Auf zwei Bühnen lieferten elf Bands den ganzen Abend ein dunkles Konzertvergnügen, im Headquarter mit etwas rockigeren Klängen.

Auf dem Second Floor konnte man den elektronischeren Tönen lauschen.

Schon 16.45 Uhr füllte sich der Hauptsaal, um dem Opener Unzucht zuzusehen und zuzuhören. Das Hannoveraner/Leipziger  Quartett heizte dem Publikum von der ersten Sekunde an ordentlich ein.
Nach ihnen stürmten die Mittelalterrocker von Tanzwut mit Teufel und Dudelsack die Bühne. Nun war die Atmosphäre im Saal perfekt.

Gegen 18.00  Uhr weihte das Newcomer-Trio von Eisfabrik den Second Floor mit ihrem „Dark Electro bis Future Pop“, wie sich selbst beschreiben, ein.

Die Ein-Mann Formation NOISUF-X brachte mit seinem Industrial gegen 19.00 Uhr die Menge zum Tanzen und Ausflippen.

Parallel dazu rockten die Newcomer des Jahres Beyond The Black mit Frontfrau Jennifer Haben zum ersten Mal die Hauptbühne in Chemnitz und luden ein, in ihre symphonische Welt des Metals mit „Songs of Love and Death“ einzutauchen.

Doch schon schnell verging die romantische Stimmung, als die Hamburger Rocker von

Lord of the Lost mit Frontmann Chris ”The Lord” Harms die Bühne betraten.

Das Quintett, welches schon durch sein äußeres Erscheinungsbild (schwarze Körper und auffällige Schminke) die Aufmerksamkeit auf sich zieht, brachte mit seiner Energie die Halle zum Beben.

Währenddessen hieß es auf dem Elektroquarter mit FaderheadMake some noise. Move that ass for dirty boys.“ Das Publikum schien gar nicht mehr aufhören zu wollen zu tanzen.

Ähnlich ging es den Menschen auf dem Headquarter, wo man freudig erregt zu Welle:Erdball abfeierte.

Endlich betraten Agonioze, als letzte Band des zweiten Floors, an diesem Abend um 21.45 Uhr die Elektrobühne. Wer dieses Konzert besuchte, ließ sich schnell feststellen. Denn auch an diesem Tag folgte die Gruppierung einer alten Tradition und überzog das Publikum mit einer Flut von Kunstblut.

Nun waren die wohl ungewöhnlichsten Künstler des Festivals an der Reihe. So hieß es gegen 22.10 Uhr Musiktheater mit Goethes Erben und ihrem kompletten Menschenstille-Ensemble. Wieder einmal überzeugte Oswald Henke mit seinen Darstellern auf künstlerisch anspruchsvoller Ebene und regte zum Nachdenken an. Auch mit dem Bühnenbild und Kostümen ragten sie positiv hervor und blieben im Gedächtnis.

Nachdem der eine oder andere etwas verwirrte Gast wieder zu sich gefunden hatte,  läuteten die Headliner des Festivals Eisbrecher das letzte Konzert des Abends ein.

Mit neueren Liedern vom letzten Album „Schock“ („So oder so“, „Volle Kraft voraus“ oder „1000 Narben“) aber auch alten Hits („Ohne Dich“ und „Miststück“), feierten sie mit dem Publikum einen gelungenen Abschluss des Abends.

Wer aber denkt, dass nur die Konzerte ein Festival ausmachen, der täuscht sich. Denn in den Pausen gaben viele Bands, wie zum Beispiel Unzucht, Tanzwut und Lord of the Lost, an ihren jeweiligen Merchandiseständen im Foyer, Autogramme und standen zu kleinen Gesprächen und Fotos mit den Fans bereit.

Wer allerdings immer noch nicht genug gefeiert hatte, konnte zur Aftershowparty im Chemnitzer Flowpo, zusammen mit Star-DJ Chris L. (Agonoize) und DJ Porno die Nacht durchtanzen.
Es war ein gelungenes Konzertereignis, was den Weihnachtsstress des ein oder anderen vergessen ließ.

Anika Weber

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