Radio UNiCC
Jetzt bei Radio UNiCC

Summary

Cloud Boat - Book of Hours

Eine Frage der Zeit

Künstler: Cloud Boat
Album: Book of Hours
Mitglieder: Tom Clark, Sam Rickett
Herkunft: London, Großbritannien
Klingt wie: James Blake, Mount Kimbie, Airhead

Die erste Jahreshälfte ist beinahe um, da schleicht sich so mir nichts dir nichts ein Longplayer in die heimlichen Gefilde der Musikredaktion, welcher auf den ersten Anblick, respektive erstmaligen Hörens, unscheinbar wirkt. So gar nicht in diese Jahreszeit passend haben Tom Clark und Sam Ricketts alias Cloud Boat eines der bisherigen musikalischen Highlights 2013 kreiert, fernab vom sommerlichen Wohlfühl-Listenning. Diese Melancholie, die leisen und nachdenklichen Momente des Lebens, die sonst im Juni keinerlei Chance haben, sind es, zu denen Book of Hours der passende Soundtrack ist.

Mit sehr fragiler Instrumentalisierung-mal nur Akustik-Gitarre, dazu dezent-pointierter Synthesizer und Drums-sowie der Charakterstimme von Clark mit James Blake'schen Anleihen, schaffen die beiden ein derart dichtes musikalischen Konstrukt, das sich nie völlig fassen lässt, da man längst nicht alle Details einordnen kann. Ein weiteres Markenzeichen, vor allem in Bastion zu vernehmen, sind zahlreiche musikalische Fragmente, per Rekorder in der Natur aufgenommen, um sie dann in einen neuen musikalischen Rahmen einzufügen.

Im kompletten Gegensatz zu diesem sphärisch-verwobenen Stil stehen die eher beatlastigen Songs mit bassigen Dubstep-Anleihen. Das Gefühl, dass diese eher aus dem Schema der übrigen Tracks herausfallen, kommt allerdings zu keiner Zeit auf, da auch sie sonst nur sehr spärlich und behutsam instrumentalisiert sind.

Der Name des Duos scheint in Book of Hours Programm zu sein. Angelehnt an ein Gemälde des litauischen Künstlers Mikalojus Konstantinas Ciurlionis, scheint das Boot aus Wolken vorbei zu schweben, seine Formen zu ändern und in seinen Einzelteilen wieder ineinander zu fließen. Die Behauptung, das Album passe so gar nicht in diese Jahreszeit ist falsch, solch ein Album passt, egal wie melancholisch und nachdenklich es macht, genau in diese Zeit des Jahres, wie auch in jede andere.

Anspieltipps:

  • Bastion
  • Youthern
  • Wanderlust
  • Kowloon Bridge

Ist noch ein wenig auf dem Cloud Boat unterwegs: Daniel Meinel.

Alligatoah ist immer wieder für eine Überraschung gut. Die Neueste war wohl, dass er sein Album "Schlaftabletten, Rotwein" als Zugabe-Edition mit Bonustracks im Dezember nocheinmal veröffentlichte.

Unser Team hat sich den Kopf zerbrochen und das letzte Jahr Revue passieren lassen. In diesem Artikel erfahrt ihr, welche Alben und Songs uns besonders umgehauen haben und warum. Klickt also rein und verratet uns gern, welche eure Favoriten sind. :)

Heute erschien das siebte Studioalbum "Lover" von Taylor Swift und auch diesmal steht die Liebe wieder im Vordergrund, jedoch anders als beim Vorgänger „Reputation“ (2017). Damals war Taylor mehr die Playerin, mehr Badass, wie man heute so schön...

Eluveitie haben am vergangenen Freitag ihr neues Album "Ategnatos" (dt.: Wiedergeburt) in die Läden gebracht und Anika hat sich die Scheibe mal genauer angesehen. Dazu gibt es heute eine Lieder-Lupe zum Song "Ambiramus"

Ursprünglich von 50ct und Justin Timberlake, verwandelte Milow den Song „Ayo Technology“ in einen Welthit. Doch was viele nicht bemerkt haben, das Lied ist ziemlich obszön.