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Summary

Finn - The Best Low-Priced Heartbreakers You Can Own

Nicht ganz so gewöhnliches Konzeptalbum.

Künstler: Finn.
Album: The Best Low-Priced Heartbreakers You Can Own.
Mitglieder: ehm...Finn.!
Herkunft: Hamburg
Klingt wie: Elliott Smith, gekreuzt mit Jethro Tull (natürlich nur wegen dem Konzeptalbumding)

Konzeptalben waren schon immer Angelegenheit der metallischen Zunft. Schließlich wurden sie auch in den achtzigern von eben jenen etabliert. Zusammenhängende Geschichten über Ritter, Drachen, Wikinger, über Religion und Politik, und natürlich über die Liebe - die Textinhalte an sich sind nicht ungewöhnlich, nur eben der Zusammenhang, der rote Faden macht das Konzeptalbum zu einem Gesamtkunstwerk.

Doch nicht nur die Texte müssen wie ein Puzzle ineinander passen, auch die musikalische Untermalung darf nicht zusammengewürfelt klingen und muss dem Thema untergeordnet sein. Oft helfen dabei sogenannte Interludes, also kurze, meist instrumentale Zwischenstücke, die die Lieder miteinander verbinden.

Rhapsody, Blind Guardian, Queensryche, aber auch The Who, die Beatles und My Chemical Romance - alles Namen, die bisher als erstes in den Sinn kamen, wenn das Wort Konzeptalbum fiel. Und nun kommt ein Mann mit einer zerbrechlichen Stimme und seiner Klampfe daher, und wirft das bisher dagewesen Denken, laute Gitarren müssen mindestens dabei sein, um ein zusammenhänges Album zu entwerfen, komplett über den Haufen.

Ein Akt in fünf Teilen. Zusätzlich Prolog und Epilog. Der textliche Zusammenhang? Wird auf seiner MySpace-Seite erklärt. Sehr ungewöhnlich, muss man sich doch sonst erst durch einen Wust an Texten kämpfen, um dann immer noch nicht zu verstehen, um was es überhaupt geht, da sich die Schreiber oft zu viele Wendungen und Geschichten ausdenken, die nur in ihren Köpfen einen Sinn ergeben. Coheed & Cambria sind wohl das beste Beispiel.

Auch das so typische Lied mit Überlänge wird nicht vergessen: Julius Caesar stellt den Mittelpunkt der Geschichte dar, ist gerade deswegen auch über sieben Minuten lang und das einzige Lied, wo sich Finn. auch in lauten Tönen versucht. Was natürlich nicht heißen soll, dass er dort dann doch noch seine Trommeln auspackt und die Gitarre an einen Verstärker anschließt - lediglich sein Gesang wird lauter, die Streicher spielen verrückt, und ein paar fremde Männerstimmen steigen mit ein.

Gitarre, Geigen, ein paar Hörner, ab und zu Handclaps - mehr braucht Finn. (bitte den Punkt beachten - der muss da ran!!!) nicht, um das erste Konzeptalbum überhaupt mit eben jenen Hilfsmittel zu kreieren. Ritter, Drachen und Wikinger sind eh schon lange ausgestorben - Zeit also, etwas vollkommen neues auszuprobieren.

Anspieltipps:

  • The Fourth, The Fifth
  • Julius Caesar
  • Half-Moon Stunned
  • Boy-Cott

Internet:

www.finnmusic.com

www.myspace.com/finndot

schreibt auch gerade an seinem ersten Konzeptalbum: Christian Laude

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