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Summary

Fiona Apple - The Idler Wheel...

Zu lang um wahr zu sein?

Künstler: Fiona Apple
Album: The Idler Wheel...
Herkunft: New York City, USA
Klingt wie: Tori Amos, Björk

 

 

 

 

Künstler müssen leiden, um Songs schreiben zu können, die man ihnen abnimmt. Die von Herzen kommen. Eine Meinung, die sicherlich viele Rezipienten teilen. Nur, wenn das, was besungen wird, so oder ähnlich auch wirklich erlebt wurde, kann es dem entsprechenden Künstler auch abgekauft werden. Fiona Apple Maggart aus New York City gehört genau zu dieser Spezies. Ohne die erlebten tragischen Ereignisse hier breitzutreten (dafür sind andere zuständig), wird bei ihr sehr schnell deutlich, dass das, was ihre vertonten Texte ausdrücken, aus ihrem eigenen Leben stammt. Zu jeder Sekunde ist das rauszuhören, wie teilweise die Worte aggressiv herausgepresst werden. Und Fiona Apple hat viel zu sagen. Allein der vollständige Albumtitel spricht Bände: „The Idler Wheel Is Wiser Than The Driver Of The Screw And Whipping Cords Will Serve You More Than Ropes Will Ever Do“ (nicht zu verwechseln mit dem Vorvorgänger aus dem letzten Jahr vor der Jahrtausendwende: „When The Pawn Hits The Conflicts | He Thinks Like A King | What He Knows Throws The Blows | When He Goes To The Fight | And He'll Win The Whole Thing | 'Fore He Enters The Ring | There's No Body To Batter | When Your Mind Is Your Might | So When You Go Solo | You Hold Your Own Hand | And Remember That Depth Is The Greatest Of Heights | And If You Know Where You Stand | Then You Know Where To Land | And If You Fall It Won't Matter | Cuz You'll Know That You're Right”, einem von ihr selbst verfasstes 90-Wörter-Gedicht).

Stolze sieben Jahre hat sie sich für ihr aktuelles Werk Zeit gelassen, und für den Vorgänger ebenfalls sechs. Macht alles in allem vier Alben in sechzehn Jahren. Nicht gerade viel. Aber jedes Mal kamen dabei herausragende Werke zum Vorschein. Im Mittelpunkt dabei immer: Ihre facettenreiche Stimme. So auch dieses Mal. Komplettiert wird das durch minimalistische Klaviertöne und dezente Schlagzeugrhythmen. Tori Amos und Björk sind dabei oft nur einen Steinwurf entfernt. Aber Fiona Apfel schafft es durch ihr erwähntes Ausdrucksorgan und ihre mitreißenden Texte stets, eigenständig zu klingen.

Bleibt zu hoffen, dass Album Nummer fünf nicht wieder so lange auf sich warten lässt. Aber die Geschichten müssen ja auch erst einmal erlebt werden.

Anspieltipps:

  • Werewolf
  • Every Single Night
  • Valentine
  • Daredevil

www.fiona-apple.com

www.myspace.com/fionaapple

 

Mag Äpfel jerne: Christian Laude

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