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Summary

Musik-Tipp: SDP - Die Bunte Seite der Macht

Die bekannteste, unbekannte Band der Welt- SDP - ist wieder da, und da sage ich gar nicht leider. Eigentlich sind sie nämlich richtig cool und total witzig. Am 10.3. erscheint ihr neues Album „Die Bunte Seite Der Macht“ und wir haben schon mal für Euch hinein gehört. ;)

Intro
Ein Erzähler leitet in das Album ein. Lustig gemacht.

Leider Wieder da
„Ja das Wetter war viel besser, ohne uns und dein Stuhlgang war viel fester, ohne uns.“
Gängiger Pop gepaart mit super witzigem Text. Die Band nimmt sich selbst nicht zu ernst und man kann den Song mit Augenzwinkern betrachten. Der Refrain macht Lust auf Sommer und lädt zum Feiern ein. 5/5

Zeit verschwenden
„Denn wir machen 24/7 viel zu viele Sache, die wir gar nicht richtig lieben. Zeit ist nur verschwendet, wenn du sie nie verschwendest.“
Ein Lied über den Sinn der Zeit und das Leben im Moment, im hier und jetzt. Irgendwie regt es zum Nachdenken an. Der Beat ist ziemlich cool und chillig. Ich stelle mir hier vor, wie der Song auf einem Festival gespielt wird. Mega.  5/5

Ja ja aka LMAA
„Ja ja, ich hab auf Wiedersehen gesagt, doch ich bin nie wieder am Start.“
Bei diesem Track kann sich wohl jeder wiederfinden, denn jeder kennt diese Menschen, die immer nur scheinheilig nett zu einem sind, aber in Wirklichkeit ein ganz anderes Gesicht haben. Wie die vorherigen Songs hat das Lied einen einprägsamen Refrain und macht gute Stimmung. Auch die „spontanen Hineinsprecher“ im Hintergrund wirken sehr sympathisch und lustig. Instrumental klingt das ganze sehr bunt gemischt, von Gitarren, über elektronische Töne, bis zum Tamburin. 5/5

Bullen, Schweine (feat. Sido) 
„Ich hasse Bullen, Schweine, Katzen, Hunde und Pferde. […] die mochte ich alle nie, denn ich hab eine ausgeprägte Tierhaarallergie. […] ACAB – All cats are beauties.“
Hier haben wir ein buntes Bauernhoflied, was schon vom Klang her ein tolles Kinderlied sein könnte, mit vielen Tiergeräuschen im Hintergrund (z.B. von einem Hahn und einem Schwein). Natürlich ist auch dieses Lied wieder mit einem Augenzwinkern zu betrachten, und nicht wirklich für Kinder, denn es geht nur augenscheinlich um Tiere, als vielmehr um Polizisten. Die tiefere Bedeutung kann sich jeder selbst denken. ;) Trotzdem haben SDP den Text sehr gewitzt auf eine freundliche Art verschleiert. Sido lockerte das Schema: Strophe, Refrain, Strophe, Refrain, ein bisschen mit seinem Rap auf. 5/5

So schön kaputt
„Wir sind vom Leben gezeichnet, in den buntesten Farben.“
Ich würde fast sagen, dass dieser Song, der Stärkste vom Album ist, weswegen er wahrscheinlich die erste Singleauskopplung war. Ein sehr tiefgründiges Lied, was einen fast melancholischen Unterton besitzt. So stellt man sich ein gutes Poplied vor, mega guter Text, einprägsame Melodie (vor allem im Refrain), und tolle poppige Instrumentalisierung. Auf jeden Fall Ohrwurmgarantie. 5/5

Das Leben ist ein Rockkonzert
„Ja das Leben ist kein Ponyhof, das war gelogen. Das Leben ist ein Rockkonzert und manchmal musst du pogen.“
Ein Track an die Liebe zur Livemusik, der an die Rockstars selbst, als auch an die Konzertgänger, also die Fans, gerichtet ist. Denn irgendwie ist es ein Lebensgefühl, was Menschen, die selten bis nie auf Konzerte gehen, wahrscheinlich gar nicht kennen oder nachvollziehen können. Der Titel ist ein klein wenig rockiger, als die Songs zuvor, hat aber ein genauso sommerliches, festivaltaugliches Gerüst und lädt zum Tanzen ein. 5/5

Am schönsten
„Ich glaube, du bist am schönsten, wenn du nicht mehr da bist. […] Und ich dachte erst, oh shit, du hast ja Kacke an der Hand. Ich schwöre man, ich hab deinen neuen Macker nicht erkannt.“
Ein Lied über eine Trennung und das erste Lied, was ein wenig ruhiger ist, jedoch KEINE Trauerballade, sondern vielmehr ein chilliger Befreiungspopsong. Der Text ist sehr realitätsgetreu und spiegelt die heutige Gesellschaft ziemlich gut wieder, wie ich finde. Die Sprechteile in den Songs, sind sehr lustig gemacht. 4/5

Echte Freunde (feat. Prinz Pi)
„Denn am Ende des Tages sind die echten Freunde, unter 100 000, nur zwei drei Leute.“
Ein langsamer, nachdenklicher Song über die wahre Bedeutung der Freundschaft. Prinz Pi, als coole Socke, passt sehr gut zum Lied. Auch hier bewegt sich die Instrumentalisierung zwischen Gitarren, Tamburin und feinen elektronischen Beats. 4/5

Pferdeschwanz
„Ob lang oder kahl, die Haare sind egal. Sie sucht ‘nen Mann mit Pferdeschwanz, überdimensional.“
Das nächste „Tierlied“ auf der Scheibe, sticht sehr durch das Hauptthema in der Strophe mit Ukulele, Pferdegeräuschen und insgesamten Cowboycharakter hervor. Zum wiederholten Male scheint der Text zweideutig, wird aber im Chorus eindeutig benannt. SDP haben sich hier mal wieder einen besonderen Gute-Laune-Macher mit auf die Platte geholt. Ich musste so lachen, als ich den Track das erste Mal gehört habe. Super. 5/5

Friendzone
„Sie schnippt mit dem Finger und du rennst schon. Willkommen in der Friendzone. […] Du hilfst beim Umzug hoch in den siebten Stock, nur der Kühlschrank und die Waschmaschine noch. Man sie ist nicht so schwach, sie hat nur keinen Bock. Und sie weiß am Ende machst du Trottel das doch.“
Ich fand es amüsant, dass zu Beginn und mittendrin der Dialog zwischen den Bandmitgliedern eingefügt wurde, hätte es aber cooler gefunden, wenn der Track allein gestanden hätte. Ansonsten ein Thema, was viele Menschen kennen - verliebt in die beste Freundin / den besten Freund. Akustisches Lagerfeuerlied, mit Gitarre, was durch die Textwahl zum Schmunzeln einlädt. 4/5

Nicht mein Problem Remix
„Nein, nicht mein Problem und wenn der Planet untergeht.“
Pfiffiger Song, der durch Ironie wach rütteln will. Motto des Liedes - Augen vor den Problemen dieser Welt verschließen ist eigentlich Mist. Augen öffnen anstatt „nicht mein Problem“ sagen. Schneller Track mit teils jamaikanischen Klängen und Trompeten. 5/5

#DAMDAMDAM!
„Man reiß dich mal zusammen, doch ich sag  #DAMDAMDAM!“
Welt ausschalten und sich von einer bestimmten Melodie durch den Tag tragen lassen. Irgendwie ein cooler Popsong, der aber keinen großen Wiedererkennungseffekt hat. 3/5

Millionen Liebeslieder
„Es gibt Millionen Liebeslieder, alle handeln von Dir.“
Natürlich dürfen Liebeslieder nicht fehlen, aber ich finde diesen nicht so übermäßig gut. Der Text reißt es irgendwie heraus, denn eigentlich haben sich die Jungs Mühe gegeben. Ich glaube, ich habe mich an Liebeslieder satt gehört, vielleicht liegt es auch daran, dass ich gerade keinen Liebeskummer habe. 3/5

Die bunte Seite der Macht
Ein cooler Erzähler, der eine Geschichte zum Album erzählt mit kleinen Freestyle Songs. Leider finde ich solche Hörspiele auf Alben nicht so cool, auf Bonus-CD’s sind sie ganz okay. Aber so hat es mich irgendwie genervt. Ansonsten ist das Lied, was am Ende des Hörspiels angefügt wurde, doch irgendwie cool und catchy. Infos zur Geschichte verrate ich allerdings nicht. ;) Da müsst ihr schon selber hinein hören. 4/5

Außerdem gibt es auf dem Album noch einige Titel, die mit „Skit“ am Ende benannt sind. Hier handelt es sich auch wieder um Hörspielsequenzen, denen ein Song folgt. 
Leider noch zu zweit Skit hat dieselbe Melodie wie Leider wieder da, nur mit einem anderen witzigen Text gegen den Bandkollegen. D in Der Mitte Skit finde ich nicht so cool. Hört sie Euch einfach an, dann wisst ihr, wie ich die Beschreibung gemeint habe. :)

Fazit: 62/ 70 Punkten. Von wegen Pop ist immer nur oberflächlich. Es gibt auch tolle Alben, so wie jenes hier, welches vor allem durch gute Laune, einprägsame Melodien und durchdachte Texte positiv auffällt. Das beste Album, was ich als Musikredakteurin seit Wochen in den Händen halten durfte. Leider kenne ich die Vorgängeralben von SDP nicht und kann das Album hier nur für sich bewerten.

Unbedingte Kaufempfehlung!

Video1

Video2

Zugezogen Maskulin melden sich nach über zwei Jahren eindrucksvoll zurück, viel verändert hat sich nicht. Und das ist auch gut so. Die Wut mit der sie schon auf „Alles Brennt“ rappten, bringen Testo und Grim jetzt auch auf „Alle gegen Alle“ rüber.

Der Titel ist Programm. Im neuen Album wird nahezu jede Gesellschaftsschicht und jedes Milieu Deutschlands und der westlichen Welt thematisiert, von Berlin Mitte über scheinbar kluge Satiriker bis zur ostdeutschen Provinzbevölkerung. Und vor allem deren Gräben. Quasi Alle gegen Alle.

Obwohl sie zwei Jahre an dem Album gearbeitet haben, treffen sie einen Nerv - das Auseinanderdriften der Gesellschaft, ganz besonders das moralische Erheben Einzelner gegenüber der breiten, teilweise abgehängten Masse.

Besonders hervor sticht neben den beiden Vorab-Singles „Alle gegen Alle“ und „Was für eine Zeit“ auch der Track „Yezzy Christ Superstar“. Dieser steht symbolisch für das Leben der heutigen Jugend. Solange das Outfit und der Instagram-Feed stimmen, ist alles ertragbar. Dass die moderne Leistungsgesellschaft auch Opfer hat, thematisieren Zugezogen Maskulin auf „Der müde Tod“. Denn nicht für alle Menschen ist das Leben Friede, Freude, Kunstaustellung.

Musikalisch knüpft „Alle gegen Alle“ beim Vorgänger „Alles Brennt“ an. Genauso impulsiv und frontal präsentiert sich das Klangbett und passt damit bestens zu Testo und Grim. Somit ist bei ihren Konzerten wieder Abriss, Ekstase und Pogo garantiert.

Viel lassen Sie nicht vermissen, außer eventuell eine Radiosingle. Aber wer Untergrund rappt, braucht diese auch nicht. Zugezogen Maskulin schaffen mit der neuen Platte den perfekten Nachfolger zu „Alles Brennt“ und setzen eindrucksvoll ihren Stempel auf das prall gefüllte Deutschrapjahr 2017.

Text: Marcel Kröber

Video

ODESZA (Harrison Mills und Clayton Knight) gelten zurecht als eine der populärsten Gruppen im Bereich der elektronischen Musik und haben den Ruf, ihre Fans auf ihren regelmäßig ausverkauften Live-Konzerten besonders glücklich zu machen.

Harrison Mills und Clayton Knight haben in ihrer noch jungen Karriere bereits eine Grammynominierung sowie goldene Schallplatten für ihre Singles erhalten und bei Spotify und YouTube zusammen über eine halbe Milliarde Plays angehäuft. Mit zwei komplett selbst produzierten Studioalben erschafft das Duo aus Seattle atmosphärische, filmische Musik, die die Grenzen zwischen den Stilen verwischt, in denen sie sich bewegen. Gleichzeitig legen sie aber viel Wert darauf, live auch jene Instrumente zu spielen, die im Studio zum Einsatz kamen, wie es ihre zahlreichen Konzerte bezeugen. Nebenbei schafften sie es sowohl 2015 als auch 2016, jedes ihrer Konzerte auszuverkaufen (nebst Headlinershows auf den größten Festivals weltweit), zuletzt erst bespielten sie die Bühne des knapp 10.000 Plätze fassenden Red Rocks Amphitheaters – gleich zwei Abende hintereinander.

Das neue Album „A Moment Apart“ präsentiert sich gereift; ein Sound, der insbesondere auf Atmosphäre setzt, auf funkelnde Synth-Lines – und auf Gefühle wie Nostalgie, Zuversicht und Hoffnung. Die namhaften Gäste auf dem Album sind u.a. Leon Bridges, Regina Spektor, und RY X. Eklektisch? Aber sicher!

Das Schlussstück des Albums, „Corners Of The Earth (feat. RY X)“, eines der beiden heute bereits veröffentlichten Vorabstücke, baut auf einer schaurigen Gesangsperformance von RY X auf, die sich durch episch-donnernde Low-EndSynthesizer kämpft, während Bläsersätze und Chöre zum Finale in ein wahrhaftes Crescendo hineinsteigern. Der Track verschmilzt so zu einem emotionalen, nahezu filmischen Höhepunkt, ganz nach der geschätzten Produktionsweise von ODESZA.

„Meridian“ ist ein weiterer ODESZA-typischer Track, der mit rhythmisch pulsierenden Drums und kraftvollen Vocals gleichermaßen die subtile Klangverschiebung des Duos hörbar macht, die man womöglich bereits der Covergestaltung abzulesen wusste, die von Harrison Mills und Michelle Gadeken besorgt wurde.

Die 16 Tracks des Albums ergeben ein Gesamtbild und erzählen eine musikalische Geschichte, welche Odesza zu erzählen wissen: diffizil, abwechslungsreich, sphärisch und auf der Reise zwischen Pop und Elektro; feingliedrig und manchmal auch kurz brachial:
Macht euch ein eigenes akustisches Bild, wir können es euch absolut...

In der Musik ist es wie im Weltgeschehen. Findet ein Systemwandel statt, lässt die Gegenrevolte meist nicht lange auf sich warten. Die Zukunft der Musik konnten in den 1980er-Jahren nur Besserverdiener gestalten. Sampling war das Zauberwort der Stunde und wer eine halbe Million Dollar lockermachen konnte, durfte mitsampeln - an inzwischen vollkommen veraltet-bräsigen Maschinen. Die Jugend, seit jeher wichtigster Impulsgeber der Popmusik, durfte keinen Trevor Horn vorweisen, weil sie sich der Produktionsmittel nicht bedienen konnte.

Während des Wechsels ins neue Jahrzehnt roch es förmlich nach Revolution in den Clubs, als DJs die Musik schnelltaktignachhaltig veränderten. Mit einfachen Mitteln: Zündende Ideen, zwei Turntables, ein mittlerweile erschwinglicher Sampler, ein Mikro und eindringliche oder originelle Stimmen. Die Hits kamen wieder aus dem Underground, von schweißgebadeten Fanatikern, die House-Beats mit eigenen kurzen-prägnanten Melodien mischten. Techno-Dance, die Jugend- und Partykultur, deren Ausläufer bis heute andauern, krempelte die Musikwahrnehmung für immer um.

Alex Christensen, DJ erster Stunde - übrigens: lange bevor es USB-Sticks gab! - war tonangebender Mitinitiator der Techno-Dance- und Eurodance-Bewegung. Er ließ erst Deutschland, dann Europa und schließlich die ganze Welt tanzen. Beinahe im Alleingang. Ritmo de la noche, der Sommerhit des Jahres 1990 stammte aus seiner Feder. Danach ging es für den selbsternannten Musikverrückten aus Hamburg Schlag auf Schlag: Die erste Goldene für Ritmo, endlos Anfragen für Produktions-Jobs, jeder Club wollte den DJ von der Elbe als Garant für volle Häuser buchen.

1991 zündete er schließlich einen Knaller ungeahnten Ausmaßes: Das Boot von U96 hielt sich geschlagene 13 Wochen auf #1 der deutschen Singles-Charts, sorgte europaweit für Furore und ebnete der Techno-Szene eigenhändig den Weg in den Mainstream. Alex Christensen wurde allgegenwärtig: BRAVO-Titelbild, Gastrollen in Hollywood-Filmen und in der Marienhof-Serie - das volle Programm. Was zunächst keiner ahnte, ist heute Gewissheit. Der Name Alex Christensen ist zu einem der wenigen beständigen Brandings der internationalen Musikszene geworden.

Die Liste seiner Credits liest sich so lang wie beeindruckend. Er arbeitete mit Udo Lindenberg, Helene Fischer, Söhne Mannheims, Tom Jones, Paul Anka, Sarah Brightman, Mark Wahlberg aka Marky Mark, er saß bei Popstars in der Jury, feierte immer wieder mit eigenen Songs Riesenerfolge (Du hast den schönsten Arsch der Welt) und blieb dabei immer einer, der sich am liebsten hinter den Kulissen verortete. Spricht man heute mit ihm, bezeichnet er sich als "Familienmensch und Musikbesessener, der es nicht sein lassen kann und sich immer wieder selbst herausfordert, neue musikalische Abenteuer auszuprobieren".

Musik fördere bei ihm geradezu kindhaften Spieltrieb, führt er weiter aus. Immer noch. Nach zigtausenden Stunden im Studio, im DJ-Booth, an Analog-Equipment, mit dem mühelos ein Truck zu füllen gewesen wäre. Man glaubt es ihm ungesehen. Seine Range, die Bandbreite an Musikspielweisen, mit denen er der Popmusik seit mittlerweile drei Jahrzehnten Impulse verleiht, ist beispiellos. Dance-Tracks, Balladen, Electronic-Exkursionen, klassische Singer-Songwriter-Projekte, lupenreiner Pop - in der Produktionsweise von Alex Christensen klingt alles, wie es klingen soll, aber nie beliebig. Das bislang außergewöhnlichste Projekt von Alex Christensen, steht nun endlich vor der Vollendung.

Mit ...

Die irisch-amerikanische Folk-Rock-Band Flogging Molly (dt.: peitschende Molly) haben am 2. Juni ihr neues Album "Life Is Good" veröffentlicht. Bekannt sind sie seit ihrer Gründung 1997 durch ihren einmaligen irischen Sound, unterstrichen von Violine, Mandoline und Akkordeon. Das neue Album ist - als Nachfolger von Speed of Darkness (2011) - das nun schon sechste Studioalbum. Nie waren soziales und politisches Bewusstsein mehr im Vordergrund. 

Auf der Platte befinden sich tolle tanzbare Nummern wie The Hand of John L. Sullivan, Welcome to Adamstown oder The Bride Wore Black. Besonders die Verbindung zu ihren Wurzeln lassen sie deutlich spüren. Sehnsuchtsvolle Nummern wie The Last Serenade (Sailors and Fishermen) oder Life Is Good sind auch vorhanden. 

Das Album entführt den Hörer in einen irischen Pub, wo sich Gott und die Welt bis spät in die Nacht bei bester Musik über Dinge austauscht, die die Leute bewegen. Denn darum geht es bei Flogging Molly, dieses Gefühl von irischer Mentalität. Die Songs peitschen nur so die gute Stimmung und Laune voran. 

Sänger Dave King:"In Irland geht man in einen Pub, um sich zu unterhalten. Genau das machen wir jeden Abend auf der Bühne: in den Pub gehen und Geschichten austauschen."

In aller erster Linie sind Flogging Molly allerdings eine noch coolere Liveband, die gerade mit den Broilers und Vollbeat auf Tour ist: 
14. Juli: Dresden - Elbufer (w. Broilers)
15. Juli: Berlin - Wuhlheide (w. Broilers)
30. Juli: Thun - Stockhorn Arena (w. Vollbeat) SCHWEIZ
1. September: Graz - Messe (w. Vollbeat) ÖSTERREICH
3. September: Schweinfurt - Willy Sachs Stadion (w. Vollbeat) 

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Album Teaser

Mit Hits wie "Waterfalls", "No Scrubs" und "Creep" sowie 65 Millionen verkauften Alben, vier Grammys, Platin- und Diamant-Auszeichnungen, zehn Top-10- und vier Nummer-1Singles gehören TLC bis heute zu den erfolgreichsten und einflussreichsten Girlgroups aller Zeiten. Das Tomboy-Trio vermengte Rap, R&B und Soul auf ganz eigene Weise, setzte modische Statements, predigte die Selbstermächtigung der Frau und legte in den 90er Jahren schon den Grundstein für die nächste Girlgroup-Generation um Beyonce Knowles und ihre Destiny's Child.

Aber nach dem Lisa "Left Eye" Lopes im Jahr 2002 sieben Monate vor der Veröffentlichung des letzten TLC-Albums "3D" bei einem Autounfall ums Leben kam, wurde es ruhig um die beiden verbliebenen Mitglieder Tionne "T-Boz" Watkins und Rozonda "Chilli" Thomas. Erst 2013 kehrten die beiden zurück auf die Bildfläche, spielten in Japan restlos ausverkaufte Konzerte und erhielten dort für ihr Lebenswerk den MTV Legend Award.

Nach anschließenden Touren in den USA und Australien meldeten TLC sich 2015 schließlich mit einem Spendenaufruf zurück. Mithilfe der Crowdfunding-Plattform Kickstarter sammelte das Duo 430.000 US-Dollar für die Produktion einer neuen Platte. Künstler wie Katy Perry, New Kids on the Block und Justin Timberlake beteiligten sich an der Aktion. Das Ergebnis: "TLC", das erste TLC-Album seit 15 Jahren!

Und gleich der erste Track gibt die Marschrichtung vor. Der Name "No Introduction" ist dabei Programm. Die Sprechchöre, die lautstark "T-L-C!" skandieren, machen deutlich: Nein, diese beiden Damen brauchen garantiert keine Vorstellung mehr. "Way Back" mit Westcoast-Rap-Legende Snoop Dogg lässt im Anschluss Erinnerungen an alte Zeiten wach werden. Ein astreiner Throwback-Track zu dessen Golden-Era-Sound T-Boz und Chilli sich an unbeschwerte Highschool-Partys und das Hören von Michael-]ackson-Alben erinnern - und gleichzeitig die Hochs und Tiefs ihrer Freundschaft zelebrieren.

Auf "TLC" geben sich T-Boz und Chilli so vielseitig wie eh und je. "Scandalous" zieht einen mit nervösen Hi-Hats, brummenden Bässen und hypnotisiernden Synthies auf den Dancefloor, während "Aye MuthaFucka" als zurückgelehnt-selbstbewusster Representer auf Blechbläserbasis daherkommt. Und wenn Left Eye sich im nach ihr benannten Interlude via archivierter Anrufbeantworteraufnahme über einen lockeren Beat zu Wort meldet, dann fühlt es sich für einen ganz kurzen Moment so an, als seien die drei wieder vereint.

Aber TLC blicken nicht nur zurück. "Haters" ist ein echter Pop-Banger.

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