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Summary

Kommentar: 75. Jahrestag der Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz

Am 27. Januar 1945, heute vor 75 Jahren, befreite die Rote Armee das Konzentrationslager Ausschwitz und zeigte der Welt zum ersten Mal das ganze Ausmaß der unfassbaren Verbrechen, derer sich das deutsche Volk schuldig gemacht hatte. Seit dem ist nahezu ein ganzes Lebensalter vergangen und es sind nur noch wenige Menschen unter uns, die dieses unfassbare Leid persönlich ertragen mussten.

Rampe des ehemaligen KZ Auschwitz-Birkenau (Foto: Carsten Müller)

Und schon wieder wächst auf dem Boden, auf dem das faschistische Deutschland entstand, eine Gesellschaft heran, die wegschaut, wenn Menschen auf Grund ihrer Herkunft, Religion, Sexualität oder einfach, weil sie nicht deutsch genug aussehen, diskriminiert und ausgegrenzt werden. Schon wieder sitzen Faschisten in den Parlamenten und hetzen, schon wieder spielen Konservative die Feinde der Demokratie herunter und schon wieder wird der Hass auf alles Fremde kultiviert und gesellschaftsfähig. Schon wieder wird das Problem klein geredet und als Randphänomen abgetan. Schon wieder ist der Faschismus mitten unter uns und wird von einem bedeutsamen Teil der Deutschen als Alternative zur Demokratie gewählt.

Es reicht nicht, wenn Spitzenpolitiker warme Worte finden und an die mahnende Geschichte erinnern. Es reicht nicht mit bunten Worten und Hashtags Marketingkampagnen für mehr Weltoffenheit voranzutreiben. Es reicht nicht, sich an ein paar Tagen im Jahr medienwirksam der Geschichte zu erinnern und dann wieder business as usual zu betreiben.

Es braucht Bildung, Geld und Taten, um einer weiteren Normalisierung von rechtem Gedankengut entgegen zu treten. Es braucht das Eingeständnis, dass wir nicht mal 75 Jahre nach dem Ende des deutschen Nationalsozialismus ein massives Problem mit rechtem Gedankengut in allen Schichten unserer Gesellschaft haben. Es braucht lauten und starken Widerspruch gegen Rassismus, Nationalismus und Faschismus, wo auch immer sie auftreten.

Der Schwur "Dass Auschwitz nie wieder sei!" fängt nicht erst bei einer Nazi-Mehrheit in Parlamenten an, er fängt gestern, heute und morgen an. Er fängt an bei dir und bei mir, auf der Straße, unter Freunden, im Internet und auch in der Familie - kein Ignorieren, kein Vergeben und kein Vergessen - dafür ist jeder Einzelne von uns verantwortlich. Ein „Das geht mich alles nichts an.“ gilt nicht mehr. Jeder, der Rassismus und Diskriminierung fördert, duldet oder auch nur um des lieben Friedens willen ignoriert, versündigt sich an den Opfern des Holocausts und macht sich mitschuldig an den Verbrechen von morgen.

Nur, wenn wir alle wachsam sind, wenn wir jungen Menschen zeigen, welche furchtbaren Folgen eine Politik hat, die von "uns" und den "anderen" spricht, wenn wir Faschisten ausgrenzen anstatt mit ihnen zu reden und nachzugeben, wenn wir nicht hinnehmen, dass Rassismus und Ausgrenzung Normalität waren, sind und bleiben, nur  dann werden wir den Diskurs bestimmen und wirklich dauerhaft dafür Sorge tragen können, dass Auschwitz nie wieder sein wird.

Wie viele andere aufrechte Demokraten bin ich seit heute Nachmittag auch zutiefst erschüttert über das, was sich im Thüringer Landtag abgespielt hat.

Am 06.11. eröffnete auf der Fläche der ehemaligen "Bar Ausgleich" ein SPAR-Express-Markt in der Mensa. Unser Redakteur Bernd hat sich das Angebot des Ladens ein wenig genauer angesehen und beginnt, ein Muster zu erkennen...

PŸUR ist ein Teil von Tele Columbus. Die Marke entstand 2017, um Produkte von primacom, HL komm, pepcom und Tele Columbus gemeinsam vermarkten zu können. Am stärksten ist es in Berlin, Sachsen, Thüringen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg vertreten, um Gebiete mit Internet, Telefon und Fernsehen zu versorgen. Aus eigenen und Erfahrungen aus dem Umfeld lässt sich aber feststellen, dass die Dienstleistung nicht immer so gut funktioniert, wie sie sollte.

Ein Kommentar von Corin Schweigert über die Religion des Geldes:

Religion spielt in vielen Teilen der Erde noch eine sehr große Rolle, so stark, dass in Gottes Namen Kriege geführt, Menschenrechte ignoriert, Kinder verstümmelt und Frauen unterdrückt werden. Nach wie vor werden Gesetze geschrieben, die es Frauen verbieten, Fortbewegungsmittel zu nutzen, sich unverschleiert in der Öffentlichkeit zu bewegen und selbst nach einer Vergewaltigung abzutreiben.

Am Montag dem ersten April wurde die neue Essensausgabe der Mensa eröffnet. Unser Redakteur Bernd hat sich die damit einhergehenden Änderungen im Mittagsangebot etwas genauer angesehen und ist dabei ins Zweifeln geraten...