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Summary

Goldroger auf Tour zum 1. Teil der „Diskman Antishock“-Tour

Deutscher Rap, mildes Dezemberwetter, ausverkauftes Haus im kleinen Saal des Felsenkellers in Leipzig. Beste Voraussetzungen einen guten Konzertabend zu erleben.

Kölner Rapper Goldroger

Goldrogers Tourplakat für Leipzig

Der Act, kein geringerer als Goldroger aus Köln, der auf seiner Tour zum aktuellen Release „Diskman Antishock“ auch in der Messestadt Halt macht. Goldroger kenne ich als deutschsprachigen Poeten mit tiefergehenden Lyrics, einiges an Subtext und einer leicht verdrehten Aussprache. Früher hatte man seine Musik als Studentenrap abgetan.

Direkt mit Beginn des Konzerts wurde ich direkt überrascht, wie energetisch Goldrogers Fans gemeinsam mit dem Star des Abends abfeierten. Ein klassisches Rapkonzert, bei dem alle Leute im Raum pflichtbewusst die Winkekatze machten, war es sicherlich nicht. Vielmehr wurde gesprungen, getanzt und sich häufig auch umarmt. Die Liebe aus Goldrogers Musik übertrug sich direkt auf alle anwesenden im Raum. Das Besondere ist wohl, dass man, wenn man Goldis Musik kennt, nicht erwartet, dass das Publikum durchdreht und sich teilweise Moshpits bilden. Der Rapper mit den verkopften, nachdenklichen Zeilen wird auf der Bühne zum Einheizer, jedoch nicht zum Entertainer. Große Reden packt er dann doch lieber auf seine Alben.

Das Ende November erschienene Album ist Beginn der „Diskman Antishock“-Trilogie, die bereits im März um den zweiten Teil ergänzt wird. Auf Teil 1 wirkt der passionierte Lyriker und Schriftsteller befreit und reflektiert aus einer schmunzelnden Sichtweise frühere Lebensweisen und Erfahrungen. Die dabei entstehende Leichtigkeit trägt seine HörerInnen über, die für den aktuellen Rap untypischen, gitarrenbeeinflussten Beats. Der eingängliche Sound führt zu einer packenden Stimmung, die einem schnell zum Fan Goldrogers Musik werden lässt. Sehr schade, dass das Album nur sieben Lieder bereithält.

Die Mittelalter-Metalband Feuerschwanz ist am 27. März zu Gast im Alten Schlachthof Dresden und feiert eine Metal-Party, die sich gewaschen hat. Das sollte niemand verpassen

Heaven Shall Burn sind eine der größten deutschen Metalbands und begeistern mit ihrer Musik seit mehr als 25 Jahren Fans der härteren Musik.

Wenn Liska am 5. März 2026 mit ihrer "Ich komm schon klar Tour" in Leipzig Halt macht, wird das Naumanns Tanzlokal zur Bühne für einen intensiven, persönlichen Konzertabend, an dem das Gefühl und Emotionen im Mittelpunkt stehen.

Musikalisch bewegt sich die Künstlerin zwischen modernem Pop, Indie und klassischen Songwriter-Elementen. Ihre Songs erzählen von inneren Konflikten, Beziehungen, Aufbruch und dem Mut, sich emotional zu öJnen. Klare Melodien treJen auf atmosphärische Arrangements, getragen von einer Stimme, die zugleich verletzlich und kraftvoll wirkt.

Auf der Bühne überzeugt Liska vor allem durch Präsenz und Authentizität. Gerade im intimen Setting des Naumanns entfalten ihre Songs die volle Wirkung – mal leise und nachdenklich, mal dynamisch und mit spürbarer Energie. Genau diese Mischung macht ihre Konzerte zu einem intensiven Erlebnis.

Wer dabei sein möchte, sollte sich jetzt Tickets sichern und Liska am 5. März 2026 live im Naumanns Tanzlokal Leipzig erleben.

Eine Meerjungfrau ist sie zwar nicht, aber ihr Programm trägt diesen Namen bewusst. Mit ihrer Stand-up-Comedy-Show "Mehrjungfrau" kommt Maria Clara Groppler am 27.02.2026 nach Chemnitz ins Atomino.

Haus Auensee, Leipzig, 31. Januar 2026

Es war einer dieser Abende, an denen sich die Erwartungen im Saal wie ein gespannter Bogen formten und Beyond the Black ihn zielgerichtet abschossen. Das Haus Auensee war gut gefüllt, der Einlass pünktlich, das Programm ambitioniert. Mit Supportacts, Bühnentechnik und dem Headliner summierte sich die Spielzeit an diesem Abend auf rund 3,5 Stunden. Am Ende blieb das Gefühl, einen kompletten, sorgfältig inszenierten Abend erlebt zu haben, der musikalisch wie atmosphärisch wenig Wünsche offenließ, trotz der personellen Erschütterungen, die sich hinter den Kulissen abzeichneten.

Der Vorabend: Energie und Kontraste

Der Abend begann wie angekündigt pünktlich um 19:00 Uhr. Die Vorband Seraina Telli eröffnete mit einem warmen, songorientierten Set, das Nähe zum Publikum suchte, als ein freundlicher, persönlicher Auftakt, der die Zuhörer einstimmte. Anders dann SETYØURSAILS: Metalcore mit voller Wucht, Breakdowns und körperlicher Energie. Der Übergang von Intimität zu ungezügelter Energie gelang abrupt und überzeugend. Moshpits bildeten sich, Crowdsurfing war zu sehen, das Publikum wurde wachgerüttelt, ohne aus der respektvollen Spur zu geraten. Die Fans blieben rücksichtsvoll, selbst in hitzigen Momenten.

Eine Band unter Druck

Kurz vor dem Headliner-Set legte sich eine leichte Spannung über die Halle. Drummer Kai Tschierschky war erkrankt. Was drohte, die Show zu gefährden, wurde vor Ort zu einer Demonstration kollegialer Flexibilität. Henrik Kellersohn (Drummer von SETYØURSAILS) sprang spontan ein, später übernahm Tim Breideband. Dass beide Musiker in kurzer Zeit den Takt des Abends hielten, verdient Respekt, technisch wie auch menschlich. Die Band spielte ihr Set mit der Ruhe und dem Können. Im Nachgang wurde bekannt, dass die kurzfristigen Ausfälle die Band stärker treffen würden. Nur wenige Tage später musste die Tour verschoben werden. Ursache waren die anhaltende Erkrankung von Kai sowie ein medizinischer Notfall bei Gitarrist Chris Hermsdörfer. Vor diesem Hintergrund bekommt die souveräne Leistung an jenem Abend noch mehr Gewicht.

Neues Kapitel trifft Best-of

Beyond the Black spielten rund 90 Minuten eine dichte, fokussierte Setliste, in der etwa die Hälfte der Songs aus dem neuen Album vertreten war, ergänzt durch bewährte Klassiker. Diese Mischung funktionierte. Die neuen Stücke fanden live mühelos Anschluss an die älteren Hits. Man spürte, dass das Material auf Bühnenpräsenz hin geschrieben ist. Jennifer...