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Summary

Goldroger auf Tour zum 1. Teil der „Diskman Antishock“-Tour

Deutscher Rap, mildes Dezemberwetter, ausverkauftes Haus im kleinen Saal des Felsenkellers in Leipzig. Beste Voraussetzungen einen guten Konzertabend zu erleben.

Kölner Rapper Goldroger

Goldrogers Tourplakat für Leipzig

Der Act, kein geringerer als Goldroger aus Köln, der auf seiner Tour zum aktuellen Release „Diskman Antishock“ auch in der Messestadt Halt macht. Goldroger kenne ich als deutschsprachigen Poeten mit tiefergehenden Lyrics, einiges an Subtext und einer leicht verdrehten Aussprache. Früher hatte man seine Musik als Studentenrap abgetan.

Direkt mit Beginn des Konzerts wurde ich direkt überrascht, wie energetisch Goldrogers Fans gemeinsam mit dem Star des Abends abfeierten. Ein klassisches Rapkonzert, bei dem alle Leute im Raum pflichtbewusst die Winkekatze machten, war es sicherlich nicht. Vielmehr wurde gesprungen, getanzt und sich häufig auch umarmt. Die Liebe aus Goldrogers Musik übertrug sich direkt auf alle anwesenden im Raum. Das Besondere ist wohl, dass man, wenn man Goldis Musik kennt, nicht erwartet, dass das Publikum durchdreht und sich teilweise Moshpits bilden. Der Rapper mit den verkopften, nachdenklichen Zeilen wird auf der Bühne zum Einheizer, jedoch nicht zum Entertainer. Große Reden packt er dann doch lieber auf seine Alben.

Das Ende November erschienene Album ist Beginn der „Diskman Antishock“-Trilogie, die bereits im März um den zweiten Teil ergänzt wird. Auf Teil 1 wirkt der passionierte Lyriker und Schriftsteller befreit und reflektiert aus einer schmunzelnden Sichtweise frühere Lebensweisen und Erfahrungen. Die dabei entstehende Leichtigkeit trägt seine HörerInnen über, die für den aktuellen Rap untypischen, gitarrenbeeinflussten Beats. Der eingängliche Sound führt zu einer packenden Stimmung, die einem schnell zum Fan Goldrogers Musik werden lässt. Sehr schade, dass das Album nur sieben Lieder bereithält.

Am 14. August ab 19:00 Uhr findet im Lokschuppen des ehemaligen BW Chemnitz-Hilbersdorf ein Konzert der Extraklasse statt: Die Seilschaft spielt die Musik Gerhard Gundermanns am Schauplatz Eisenbahn der 4. Sächsischen Landesausstellung.

Ein alter Lokschuppen kann nicht nur ein Museum sein, sondern auch ein Konzertsaal. Das will die Seilschaft am 14. August beweisen und spielt am Schauplatz Eisenbahn der 4. Sächsischen Landesausstellung ein Konzert.

Am Donnerstag, den 16. Juli, startet der 4. Parksommer in eine neue Runde. Durch die Corona-Pandemie war lange nicht klar, ob das beliebte Kulturfestival im Chemnitzer Stadthallenpark 2020 stattfinden wird und unter welchen Voraussetzungen.

Am 11. Juli wurde der Schauplatz Eisenbahn der 4. Sächsischen Landesausstellung BOOM.Sachsen in Chemnitz Hilbersdorf eröffnet. Mit dem Technikmuseum Seilablaufanlage und dem Sächsischen Eisenbahnmuseum im ehemaligen Bahnbetriebswerk Chemnitz Hilbersdorf vereint der Schauplatz Eisenbahn zwei einzigartige Zeugnisse sächsischer Industriekultur.

Auch wenn der Festival- und Konzertsommer 2020 durch die Corona-Pandemie nahezu komplett ausfällt gibt es für Konzertliebhaber und natürlich auch Künstler und Veranstalter kleine Lichtblicke: Die Chemnitzer Agentur IN MOVE beschert uns gleich zwei Konzerte: Ihr könnt VNV Nation und Blutengel im Wasserschloss Klaffenbach live erleben.