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Der Besuch beim Lieblingstier: Zu Gast bei Faultier Kathrin im Tierpark

Kathrin ist ein Faultier und lebt seit 2008 im Chemnitzer Tierpark. Geboren wurde sie im Juli 2006 im Zoo Dortmund. Sie ist aber kein gewöhnliches Faultier. Sie musste mit der Flasche großgezogen werden, da ihre Mutter nicht genug Milch hatte. Damit ist Kathrin sehr an Menschen gewöhnt und umgänglicher als andere ihrer Art.

Faultier Kathrin lebt im Tierpark Chemnitz.

Der Tierpark Chemnitz hat eine tolle Aktion, von der viele Besuchende nichts wissen: Der Besuch beim Lieblingstier. Für einige Tierarten kann man einen Besuch aus nächster Nähe im Gehege „buchen“ und sozusagen einen Blick hinter die Kulissen, wo die Besuchenden sonst nicht hinkommen, werfen. Kathrin ist so ein Lieblingstier, die oft Besuch bekommt. Doch warum erfreuen sich so viele Menschen am Faultier? Was macht es besonders? Nun, es ist dickköpfig, kuschlig und träge, vielleicht erkennen sich viele Menschen in Kathrin wieder.

Und wie sieht so ein "Besuch beim Lieblingstier" aus?

Diese exklusive Aktion dauert etwa eine Stunde und ist auf maximal zwei Personen (Mindestalter 12 Jahre) begrenzt. „Über den Ablauf bestimmt das Tier selbst. Und das bereitet mir beim Faultier immer die größten Bauchschmerzen, denn ein Faultier kann ich nicht bestechen - auch nicht mit Futter. (lacht) Das Tier wird zu nichts gezwungen, alles passiert auf freiwilliger Basis und das Wohlbefinden des Tieres steht während der Führung an erster Stelle. Wo es möglich ist, findet auch eine direkte Berührung statt“, erklärt uns Zoopädagoge Jan Klösters. Seit 2018 bekommt Kathrin regelmäßig Besuch und hat bis jetzt immer ganz toll, natürlich im eigenen Tempo, mitgemacht.

Die Besuchenden dürfen die Tierpfleger sogar bei der Futterzubereitung, Fütterung oder der Beschäftigung des Tieres unterstützen. Alle weiteren Informationen gibt es dann, wenn die Leute mit dem Tierpark Kontakt aufnehmen. Es muss vorher unbedingt eine Terminabsprache stattfinden. Am besten ist es, wenn man sich über E-Mail (tierpark@stadt-chemnitz.de) beim Tierpark meldet.

Was machen Faultiere eigentlich den ganzen Tag?

"Man mag es kaum glauben, aber Kathrin duscht gern", erzählt uns Jan. Die Pfleger bieten ihr jeden Morgen an, sich durch den Wasserschwall von Schlauch zu hangeln - und das macht sie dann auch in einem Tempo, was man bei Faultieren nicht unbedingt erwartet. Grundsätzlich sollte man Faultiere sowieso nicht unterschätzen. Vor allem da Kathrin dazu neigt, ein wenig launisch zu sein. Bis zu 20 Stunden am Tag schläft sie nur und hat ungefähr einmal in der Woche Toilettengang. Ab und an muss Kathrin auch zur Maniküre. Da werden ihr die Krallen ein wenig gekürzt, da sie diese nicht so stark abnutzt.

Da Zweifinger-Faultiere in zoologischen Einrichtungen anderes Futter bekommen als in der Wildbahn, hat auch jedes Faultier einen unterschiedlichen Geschmack. „Kathrin mag zum Beispiel keine Rote Beete. Dafür geht Süßkartoffel immer. Reis und anderes gekochtes Gemüse findet sie aber auch gut“, so der Zoopädagoge.

Es gab schon dreimal Faultier-Nachwuchs in Chemnitz

Kathrin hat seit 2008 schon dreimal für Faultier-Nachwuchs im Tierpark gesorgt. Die drei Sprösslinge sind aber schon längst erwachsen und in anderen zoologischen Einrichtungen untergebracht. Während der Aufzucht der Jungtiere hat sie die Väter nicht in ihrer Nähe geduldet. Aber Faultiere sind in der Regel sowieso Einzelgänger, es ist also ganz normal.

Als Bewohner des Regenwaldes sind die Faultiere hauptsächlich durch Brandrodungen bedroht, die in Südamerika vor allem Platz für Sojaplantagen schaffen. Glücklicherweise sind Faultiere, abgesehen vom Kragenfaultier und dem Zwergfaultier, laut der IUCN Red List of Threatened Species aber nicht in ihrem Bestand gefährdet. In Mittel- und Südamerika, der eigentlichen Heimat der Faultiere, wurden einige Faultierschutz-Zentren gegründet, wie das Sloth Sanctuary Costa Rica oder The Sloth Institute Costa Rica.

Für diese Tierarten gibt es den "Besuch beim Lieblingstier": 

- Faultier
- Erdmännchen
- Kamele (Trampeltiere/Alpakas)
- Nasenbären

 


			

Ein Mann steht mit ausgebreiteten Armen an der Küste, das Gesicht der untergehenden Sonne zugewandt – wie eine Erscheinung, halb Gebet, halb Kampfansage. Die Pose erinnert dabei nicht zufällig an Brasiliens berühmteste Ikone, die Christusstatue über Rio de Janeiro, und unterstreicht damit gleich auf dem Cover den tiefen brasilianischen Touch, der die Band bis heute prägt. So sah das Cover von Soulflys Debütalbum 1998 aus, und ehrlich: symbolischer hätte man den Auftakt einer der prägendsten Karrieren im modernen Metal kaum inszenieren können.

Am 4.8.2026 machen Soulfly Halt im Leipziger Hellraiser. Wer hinter Soulfly steckt? Niemand geringeres als Max Cavalera – einer der Pioniere des modernen Metal. Bevor er Soulfly 1997 gründete, schrieb er als Frontmann von Sepultura mit seinem Bruder Igor bereits Musikgeschichte: Songs wie "Territory", "Arise", "Refuse/Resist" oder das legendäre "Roots Bloody Roots" trugen Cavaleras Handschrift und machten Brasilien zu einem festen Begriff auf der Metal-Landkarte. Nach seinem Weggang bei Sepultura verband Cavalera mit Soulfly Heavy Metal mit brasilianischen Tribal-Rhythmen, Percussion und spirituellen Themen – ein Sound, den es vorher so nicht gab. Und weil das offenbar nicht genug Cavalera für die Welt war, gründeten Max und Igor 2007 zusätzlich noch Cavalera Conspiracy, um sich musikalisch näher am alten Sepultura-Sound auszutoben. Selbst Nailbomb, Max' Industrial-Metal-Nebenprojekt aus den frühen 90ern, hat Familienanschluss: Bruder Igor saß einst am Schlagzeug, während in der aktuellen Live-Besetzung ausgerechnet Max' Sohn mitspielt – der, kein Scherz, ebenfalls Igor heißt.

Klassiker wie "Bleed", "Eye for an Eye" und "Tribe" vom selbstbetitelten Debüt waren definitiv auf dem iPod (oder Walkman, je nach Alter) jedes Heavy-Metal-Kids in den späten 90ern und frühen 2000ern. Und "Jumpdafuckup" vom Nachfolger "Primitive" – mit Gastauftritten von Corey Taylor (Slipknot) und Tom Araya (Slayer) – gilt bis heute als absoluter Genre-Klassiker.

Nun, fast 30 Jahre nach der Gründung, sind Soulfly längst nicht müde. Im Gepäck haben sie ihr 13. Studioalbum "Chama", das 2025 über Nuclear Blast erschienen ist. Produziert wurde die Platte von Zyon Cavalera – Max' anderem Sohn und seit Jahren der Mann hinterm Schlagzeug – gemeinsam mit Arthur Rizk. Thematisch geht's um die spirituelle Kraft indigener Kulturen, das Leben in den brasilianischen Favelas und die Suche nach innerer Stärke – Soulfly eben, kompromisslos und roh wie eh und je.

Support kommt von Prophets Of The Rising Dead, einer deutschen Truppe aus Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt, die seit 2006 modernen Melodic Death Metal mit klaren Wurzeln in der klassischen Göteborger Schule (At the Gates, In Flames) spielt. Nach ihrem von Metal Hammer gefeierten Debütalbum "Discordia" (2019) meldeten sich die vier 2025 mit der Single „Where The Days Never End" eindrucksvoll zurück und gingen 2026 sogar beim Rock Hard Festival als einer von drei Acts im "New Kids Of The Pott"-Contest an den Start.

Wer also Bock auf brachiale Riffs, Tribal-Grooves und waschechte Metal-Geschichte hat, sollte sich den 4. August dick im Kalender markieren. Einlass ist 19 Uhr, Beginn 20 Uhr – bringt eure Nackenmuskulatur in Form, denn hier wird geheadbangt, bis die Balken bersten!

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Die Festival-Saison ist noch nicht vorbei und für viele Musikfans richtet sich der Blick jetzt auf das Highfield Festival 2026. Vom 14. bis 16. August wird das Gelände am Störmthaler See wieder zum Treffpunkt für tausende Besucher:innen. Wie jedes Jahr werden zahlreiche Fans aus ganz Deutschland erwartet, die sich auf drei Tage mit Live-Musik, Camping und Festivalstimmung freuen.

Das Highfield gehört seit Jahren zu den bekanntesten Festivals Deutschlands. Besonders die Mischung aus Rock, Indie, Punk und Hip-Hop sorgt dafür, dass jedes Jahr ein bunt gemischtes Publikum zusammenkommt. Auch 2026 stehen wieder viele bekannte Künstler auf dem Programm, die Besucher vor den Bühnen zum Feiern bringen sollen. Gerade die Headliner werden mit Spannung erwartet, doch oft sind es auch die kleineren Bands.

Mindestens genauso wichtig wie die Konzerte ist für viele Gäste das Leben auf dem Campingplatz. Dort beginnt das Festivalgefühl oft schon lange, bevor die erste Band die Bühne betritt. Gemeinsam wird gegrillt, Musik gehört oder einfach mit neuen und alten Bekanntschaften zusammengesessen. Wer zwischendurch eine Pause vom Trubel braucht, kann sich am Störmthaler See etwas abkühlen. Genau diese entspannte Atmosphäre macht das Highfield für viele zu mehr als nur einem Musikfestival.

Bis zum Festival dauert es zwar noch etwas, doch die Vorfreude wächst mit jedem Tag. Viele Tickets sind bereits verkauft und die Erwartungen an das Wochenende sind entsprechend hoch. Wenn das Wetter mitspielt und die Stimmung so gut wird wie in den vergangenen Jahren, dürfte das Highfield Festival 2026 wieder zu den Höhepunkten des Festivalsommers gehören.

Liebe Heavy-Metal-Fans, aufgepasst: Bald wird es wieder ordentlich wild! Die Heavy-Metal-Titanen Lamb of God sind endlich wieder auf Tour und kommen dieses Jahr auch nach Europa. Ihr einziger Tourstopp in Deutschland? Leipzig!

Am Samstag den 27.06.2026 fand im Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden das erste Kraftklub OpenAir des Jahres statt. In wortwörtlich hitziger Erwartung blickten im Vorhinein alle Involvierten auf den Wetterbericht, welcher für den Tag in der Landeshauptstadt wohlig, warme 40 Grad prognostizierte. Trotz der Extremwetterlage war das Stadion extrem gefüllt. Um der Hitze entgegenzuwirken wurden zahlreiche kostenlose Wasserstationen und -sprinkler installiert, Rettungsdecken ausgegeben und das Wasser an den Verkaufsständen um 20% reduziert. Gab es doch einen medizinischen Notfall, so waren die zahlreichen Rettungskräfte direkt vor Ort.

Als erster Voract startete der Rapper yung pepp, welcher mit Sommerkleid und Wassereis die passende musikalische Untermalung für den sich langsam nähernden und damit Abkühlung versprechenden Sonnenuntergang lieferte. Mit seinen 17 Jahren und seinem Featuregast Kid Kapri konnte er die Fans, die sich schon nachmittags in die Stadionsonne trauten, begeistern.

Der zweite Programmpunkt des OpenAir-Abends wurde das Publikum von Blond durch ihre Hits zum mitsingen und mittanzen bewegt, was schon zeigte, dass sich niemand die Partystimmung von der drückenden Wärme kaputt machen lassen würde. Die Outfitchanges in ihrer Bühnenshow sorgten für Erfrischung und auch an das Publikum haben die Chemnitzerinnen gedacht: Wer sich durchgeschwitzt hatte konnte sich direkt am Merchstand mit frischem Blondmerch einkleiden.

Dann um 20:45 Uhr lief der große Timer, welcher von einem Kran über das Stadion gehalten wurde, ab und die Band mit dem K betrat die Bühne. Neben allen Songs vom neuen Album Sterben in Karl-Marx-Stadt überzeugten Kraftklub mit einem bunten Mix aus den größten Hits ihrer vorherigen Alben. Der breiten Masse ging vor allem der Song Kippenautomat nicht mehr aus dem Ohr. Immer wieder hörte man im Verlaufe des Konzerts die Melodie aus dem Zuschauerbereich, sodass die Gruppe aus der ehemaligen Kulturhauptstadt sich sogar dazu bewegen ließ den Song ein weiteres Mal spontan auf die Setliste zu setzen. Weitere Highlights waren das Blond-Feature bei ihrem gemeinsamen Song so schön, der Einsatz einer Schneekanone, welche zusätzlich für Abkühlung sorgte, Konfetti und Raucheffekte, sowie das Publikum selbst, welches bei dem Song Schief in jedem Chor das gesamte Stadion mit seinen Handylichtern magisch zum leuchten gebracht hat. Für alle, die ein Ticket bekommen konnten, wird der Abend sicher in guter Erinnerung bleiben.

Für alle, die jetzt Lust...