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Summary

Es war einmal - Schreibwettbewerb in Chemnitz

"Es war einmal" ist einer der bekanntesten Sätze unserer Kindheit. Wir erinnern uns sicherlich alle an diesen Anfang und auch an das passende Ende „Und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“. Märchen waren die Renner unter den Gute-Nacht-Geschichten und es gab, sehr zum Leid aller Eltern, kein Einschlafen, bevor nicht eine Prinzessin gerettet und ein Monster besiegt wurde.

Wenn man sich heute - erwachsen und mit halbwegs klarem Menschenverstand - nochmals mit den Lieblingsgeschichten aus seiner Kindheit beschäftigt, wird einem schnell bewusst werden, wie skurril und gruselig sich diese doch gestalten.

Nehmen wir mal Hänsel und Gretel - ein Märchen, dessen Inhalt jedem im Kopf sein sollte. Als würden herzlose Eltern nicht reichen, die ihr eigenes Fleisch und Blut rücksichtslos im Wald zurücklassen, bekommen es die Geschwister auch noch mit einer kannibalischen alten Frau zu tun, welche sie schlussendlich im Backofen verbrennen! Wo ist das denn bitte kinderfreundlich?
Oder schlimmer noch Aschenputtel! Die Stieftochter wird als Sklavin gehalten und den eigenen Töchter werden Zehen und Ferse abgehackt, damit sie in den gläsernen Schuh passen und den Prinzen heiraten können! Oberflächlich, blutig und gnadenlos. Bei einer solchen Verwandtschaft würde ich mich auch lieber in Asche und Dreck verstecken.

Wer mir in der Meinung zur Grausamkeit von Märchen zustimmt und selbst Verbesserungsvorschläge vorzubringen hat, der wird sich sicher freuen, folgende Neuigkeiten zu hören:
Chemnitz veranstaltet einen Schreibwettbewerb zum Thema Märchen und fordert alle volljährigen Bürger*innen der Stadt auf, ihre eigene Geschichte zu kreieren. Teilnehmen dürfen alle Personen mit einem Wohnsitz, Arbeitsplatz oder einer Mitgliedschaft in einer Kultureinrichtung in Chemnitz.
Voraussetzungen für eure kreativen Texte sind der direkte Bezug zur Stadt und die Leseverständlichkeit für Kinder zwischen dem fünften und zwölften Lebensjahr.

Ansonsten heißt es: Lasst eurer Fantasie freien Lauf! Denn ganz egal, ob sich ein Wurm im Karl-Marx-Monument eingenistet hat oder eine Prinzessin im Roten Turm gefangen gehalten wird, die
einzige Einschränkung besteht in der Maximalgröße aus 20.000 Zeichen (inklusive Leerzeichen)!

Falls noch Ideen fehlen oder sich die Kreativität gerade schreiend davongemacht hat, kann man sich Inspiration im ersten Chemnitzer Märchenbuch holen, welches im Dezember 2021 im Buchhandel erschienen ist und mutige Abenteuer von Benno und dem Hüter des Rätsels erzählt.

Für den Gewinner steht ein Preisgeld von 500€ bereit, sowie die Veröffentlichung des Siegertextes und der  des Zweit- und Drittplatziertem im neuen Märchenbuch.

Bis 12. Mai 2022 habt ihr die Chance, euren inneren Autor zu wecken und der Welt zu beweisen, dass ihr den Gebrüder Grimm das Wasser reichen könnt. Apropos reichen - Einsendungen sind per Post oder per E-Mail möglich. Nähere Infos dazu findet ihr auf der Website der Stadt Chemnitz.

Und jetzt nichts wie ran an Papier und Stift, denn in welchem fortschrittlichen Wandel sich unsere Welt auch befinden mag, wir dürfen die Kinder dabei nicht vergessen und sollten ihnen moderne und gleichzeitig spannende Alternativen zu den verstaubten Märchen aus Omas Bücherregal bieten. Ich bin gespannt, welche Fantasiewelten euren Köpfen entspringen.

Volt[age] ist zurück! Nach dem großen Erfolg der Weltpremiere im letzten Jahr und den mittlerweile zwei internationalen Preisen, kehrt die Fortsetzung des immersiven Balletts im September und Oktober dieses Jahres zurück auf die Bühne des Leipziger Kunstkraftwerkes.

Das Stück vereint Tanz, Sound und visuelle Projektionen zu einem einzigartigen, immersiven Erlebnis. Sechs Tänzer erzählen in insgesamt fünf Akten eine emotional aufgeladene Geschichte von der wechselseitigen Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Dabei wird die Bühne selbst zur Schnittstelle zwischen beiden Welten.

Dank Motion-Tracking reagieren die visuellen Projektionen in Echtzeit auf die Bewegungen der Tänzer. Dies spiegelt die in der Geschichte dargestellte Abhängigkeit zwischen Mensch und Technik besonders eindrucksvoll wider.

Die Choreografie von Mirko Mahr, Sara Brandao und Lolita Valao interpretiert die klassische Tanzart des Balletts neu und wird von Tänzern der Musikalischen Komödie Leipzig zum Leben erweckt.

Begleitet wird die Inszenierung von einem eindrucksvollen Sounddesign aus elektronischen Technosounds und orchestralen Elementen, welches genau wie die Visuals vom französischen Digitalkünstler und Artistic Director Nicolas Landrieux stammt.

Wer sich diese beeindruckende Inszenierung nicht entgehen lassen möchte und Lust hat, hautnah in das Wechselspiel aus Mensch und Technik einzutauchen, findet auf der Website des Kunstkraftwerkes noch letzte Tickets.

 

Das Kollektiv Ulepuschkinrose aus Halle Nord spielen am 13.11. Als Teil ihrer Demotour in der Location im Wirkbau. Die Rapper, Musiker und Produzenten Partizan, Cyndholz und Hermann Eff (aka Ganove f) vereinen in ihrer Musik atzigen Studentenrap mit ironischen Texten und antikapitalistischen Messages. Ein wiederkehrendes Element in ihren Texten ist auch ihr Verhältnis zu Halle und der Nachbarstadt Leipzig. Bereits seit 2018 erscheinen ihre EPs. Über die Zeit konnten sie sich eine Fanbase von 969 Tidalfans aufbauen. Wer Spaß an subtilen Anspielungen und Hooks zum mitsingen hat, für den ist das Konzert des Trios definitiv sehenswert.

Olaf Glöckner ist der Betriebsratsvorsitzende des Volkswagen Motorenwerks in Chemnitz. Im Interview stellt er sich den Fragen, ob junge Menschen überhaupt noch eine Perspektive in der Automobilbranche haben und ob Politik und Wirtschaft in der Frage der Transformation genug in und für Sachsen getan haben.

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Das Kosmos Wochenende neigt sich dem Ende. Nach der Eröffnung am Freitag in der Stadthalle startete der Samstag auf dem Gelände zwischen Limbacher- und Theaterstraße mit vielen Panels, Talks und Infoständen, Sportangeboten und vielen weiteren kleineren Aktionen. Gerade die verwinkelten Straßen und Höfe rund um die Markthalle sorgten dafür, dass man auch wenn man keine konkrete Veranstaltung ansteuerte an jeder Ecke etwas spannendes entdecken konnte.

Ab 12 Uhr fanden in der Schule am Hartmannplatz die Debatten mit Arne Semsrott und danach mit Luisa Neubauer statt. Letztere war so stark besucht, dass viele Leute keinen Ort mehr finden konnten, an dem der Talk zu sehen oder auch nur ohne Einschränkungen zu hören war.

Ebenfalls um diese Zeit begannen verteilt auf zahlreiche Bühnen die vielen Konzerte auf denen auch etliche Artists aus dem Radio UNiCC Programm vertreten waren. Für uns ging es los mit Power Plush auf der Trailer Stage. Es folgte Yola, welche erst kurz vor dem Event noch dem Line-up hinzugefügt wurde, auf der Bühne im ehemaligen Puppentheater. Ihren Auftritt performte sie dabei nicht alleine. Dani Lia unterstütze sie bei ein Paar ihrer gemeinsamen Lieder. Im Anschluss daran fand ihr eigenes Konzert auf der Trailer Bühne statt, bei dem wiederum Yola für ein paar Lieder vorbei schaute.

Auf der Hauptbühne begann dann ab 19 Uhr die ganz große Show mit ok.danke.tschüss, danach Alexander Marcus und zum Abschluss der geheime Headliner 01099. Schaut euch gerne die Impressionen oben in der Slideshow an :)

Abschließend lässt sich sagen, dass das Kosmos dieses Jahr ein voller Erfolg war. Es konnte sehr gut die Lücke nach dem Kulturhauptstadtkosmos trotz geringeren Budgets füllen und sich vielfältig neu erfinden. Wie jedes Jahr bleibt abschließend nur die Hoffnung, dass das Festival für Demokratie und Vielfalt auch 2027 wieder stattfinden wird.