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Summary

Programmvorschau im Smac: „Diversität wecken: Kultur nach Chemnitz bringen“

Nach einem erfolgreichen Jahr 2018, stellte Dr. Sabine Wolfram, Leiterin des staatlichen Museums für Archäologie Chemnitz (Smac) am Donnerstag, dem 17. Januar, die Programmvorschau für 2019 vor.

Archivfoto: Smac/ László Farkas

Smac Chemnitz. Archivfoto: Smac/ Michael Jungblut

2018 habe man an die Erfolge des Eröffnungsjahres 2014 anknüpfen können und sei in der Chemnitzer Kultur angenommen worden. Insgesamt verzeichnet das Museum im vergangenen Jahr rund 61.300 Besucher, was einen Anstieg von 8.000 Besuchern zum Vorjahr ausmacht. Die Ausstellung „Tod und Ritual“ war dabei mit 20.000 Besuchern die erfolgreichste. In diesem Jahr warten jedoch neue Highlights für Museumsliebhaber, die im Folgenden detailliert beschrieben werden.

Sonderausstellungen 2019

Die aktuelle Sonderausstellung „Sachsen Böhmen 7000. Liebe, Leid und Luftschlösser“ (seit 28. September 2018) ist noch bis Ende März 2019 zu besichtigen. Darin werden „hochrangige Objekte der Archäologie, der Kunst- und Kulturgeschichte, anhand derer die  facettenreiche und dynamische Beziehungsgeschichte zwischen Sachsen und Böhmen von der Steinzeit bis zur Gegenwart" erzählt.

Ab dem 1. Mai wird der Besucher in die neue Sonderausstellung „2 Millionen Jahre Migration“ entführt. Es soll dabei um die Abstammungsgeschichte des Menschen gehen und dessen herkunftsbezogene Diversität. „Diversität wecken: Kultur nach Chemnitz bringen“, teasert Direktorin Dr. Sabine Wolfram die Ausstellung an. Die frühmenschliche Entwicklungsgeschichte lädt dazu ein, Einblicke in die Wurzeln des Menschen zu erkunden. „Wie begann die Reise des Menschen, welche Ursachen, Mechanismen und Auswirkungen stehen hinter dem Phänomen der Migration?“

Das Highlight und gleichzeitig eine Weltpremiere wird ab dem 27. September Einzug im Smac haben – Die Sonderausstellung: Leben am Toten Meer. Schätze aus dem Heiligen Land. „Das Tote Meer ist nicht nur der niedrigste Punkt der Erde sondern konfrontiert Menschen auch mit einer lebensfeindlichen Umgebung.“ Und dennoch siedelten sich die Menschen in der Region an und gründeten Städte wie Jericho, Teleila Ghassul und Masada. Die Ausstellung beschäftigt sich damit, wie das Leben in so einer Gegend gehandhabt wurde. 12.000 Jahre der Kulturgeschichte mit 12 internationalen Leihgebern aus u.a. Jordanien, Israel, Rom, Oxford und Berlin. „Wir sind bemüht von den Fundorten die Originale zu bekommen“, sagt Wolfram, erklärt aber auch, dass dies aufgrund der politischen Lage nicht so einfach wäre. Wenn Besitzverhältnisse zwischen den Ländern nicht geklärt sind und Kooperationsbereitschaft niedrig ist, könne man nichts machen, aber man bemühe sich, Exemplare aus anderen Ausstellungen zu organisieren. Das Smac stellt diese exklusive Ausstellung zusammen und wird sie dann nach Ende der Ausstellungszeit weiter nach Paderborn verkaufen.

Weitere Highlights und Tagungen

Im März und April finden anlässlich des 100. Geburtstags des Bauhauses Fotoausstellungen rund um Architektur statt.

Vom 15. bis 17. Mai findet die Tagung „Diversität: erforschen, ausstellen, vermitteln“ statt. Diese Tagung gehört inhaltlich in das Gebiet der Sonderausstellung „2 Millionen Jahre Migration“. Dreifach gegliedert, widmet sie sich der archäologischen Sicht, dem Kuratieren und der Museumspädagogik bezüglich der Inhaltsvermittlung an die Besucher.

Am 18./19. Mai feierte das Smac sein 5. Jubiläum und präsentiert den Besuchern ein Überraschungsprogramm.

Im kommenden Jahr ist es wieder soweit: Die spektakuläre Konzertreihe - Game of Thrones & House of the Dragon - kommt nach Chemnitz. Mit ihr erwartet die Fans ein Show-Erlebnis der ganz besonderen Art. In der Stadthalle Chemnitz werden am 24. Januar 2026 die epischen Klangwelten der Serien Game of Thrones und House of the Dragon live zum Leben erweckt.

Das Publikum darf sich auf ein Konzert freuen, das die bekanntesten Themen der Serien mit eindrucksvoller Wucht zum Leben erweckt. Die Kompositionen von Ramin Djawadi werden dabei tief in die Geschichten eingebettet und tragen maßgeblich zur Atmosphäre der Serien bei – live entfalten sie ihre emotionale Kraft umso stärker.

Was das Konzert besonders macht: Sobald die ersten Töne starten, laufen einem die Serienmomente automatisch wieder durch den Kopf – ob Drachen-Action, Intrigen oder diese ikonischen Szenen, die man nie vergisst. Die Musik drückt genau die richtige Stimmung aus und sorgt für Gänsehaut.

Gespielt wird das Ganze vom Orchester der Cinema Festival Symphonics unter der Leitung von Stephen Ellery. Zusammen mit Chor und Solist:innen bringen sie den epischen Sound von Game Of Thrones perfekt über die Bühne – mit viel Power und Emotionen. Perfekt für alle, die Westeros einmal live erleben wollen.

Am 27. und 28. Juni fand in Halle Eins der Leipziger Messe das Impericon-Festival statt. Wie die Location bereits verrät, fand das komplette Festival in einer Halle statt. Damit hebt sich das Festival des Leipziger Merchandise-Unternehmens wesentlich vom Rest ab. Auch wenn das für viele Fans so wichtige Campingerlebnis hier nicht geboten wurde, so dürfte das Line-Up für viele Fans von Alternative- und Metalmusik diesen Abstrich verkraftbar gemacht haben.

Insgesamt wirkte das Festival eher wie ein zweitägiger Konzert-Marathon. Die beiden Bühnen waren direkt nebeneinander aufgebaut, der Bereich vor der Bühne lediglich durch einen Wellenbrecher geteilt. Dadurch war es sehr einfach von Band zu Band zu springen und einen Platz mit guter Sicht zu erwischen. Trotz der kurzen Umbaupausen kam es bei keiner Band zu Verzögerungen oder technischen Problemen, die bis auf den Signing-Sessions kurzen Schlangen an den Ständen zeugen zusätzlich von einer gut durchdachten Organisation und Planung.

Nun aber zu den musikalischen Highlights: Während das Line-Up am ersten Tag von eher klassichen Metal-Bands wie Bury Tomorrow, Stick To Your Guns, Hatebreed und natürlich Headliner Heaven Shall Burn dominiert wurde, bekamen am Samstag einige Alternativere Gruppen wie Deliah Bon, As Everything Unfolds, Imminence, <7b>Motionless In White oder A Day To Remember die Bühne für sich.

Unsere Highlights am Freitag waren die Auftritte der Punk-Bands ZSK und Swiss & die Anderen, zwei Gruppen die für energetische Live-Shows bekannt sind und auch dieses Festival bildete keine Ausnahme. Obwohl Impericon eher für Fans von Metal- und Rockmusik steht, ist es schön zu sehen, dass auch Bands mit einer klaren Haltung gegen Menschenfeindlichkeit in größerer Zahl im Line-Up vertreten sind. Ebenfalls begeistern konnten uns The Butcher Sisters mit ihrem Set. Die Gruppe aus Mannheim kombiniert Hardcore mit Deutschrap, eine Mischung die ihresgleichen sucht. Gepaart wird das mit Texten die vor Selbstironie triefen und das Ergebnis ist eine Show deren Energie-Level so manch gestandene Metal-Gruppe alt aussehen lässt. Ein weiteres Highlight war die amerikanische Hardcore-Band Stick to Your Guns, welche einen Circle-Pit durch die gesamte Halle starteten. Als großes Finale des Abends kamen dann Heaven Shall Burn auf die Bühne, welche an diesem Abend ihr neues Album Heimat veröffentlichten. Die Thüringer Gruppe bot eine der besten Bühnen-Shows des gesamten Festivals mit sehr viel Feuer und Special-Guest...

Was für ein Wochenende! Vom 13. bis 15. Juni 2025 verwandelte sich das Gebiet rund um den Schlossteich erneut in das kulturelle Herz von Chemnitz – diesmal größer, vielfältiger und eindrucksvoller denn je. Im Rahmen des Kulturhauptstadtjahres präsentierte sich das Kosmos Festival erstmals an drei Tagen und konnte mit über 100.000 Besuchern einen neuen Rekord verzeichnen. Möglich wurde dies nicht nur durch die ausgeweitete Dauer, sondern auch durch ein noch breiter gefächertes Programm.

Wie schon in den Vorjahren stand der Eintritt für alle offen. Neben zahlreichen kostenlosen Musikacts wurde auch in diesem Jahr wieder ein vielseitiges Programm aus Sport, Tanz, Talks, Kunst und Kultur geboten. Besonders auffällig: Die deutliche Erweiterung des Bühnenangebots. Über das Gelände verteilt fanden sich viele kleinere Bühnen mit Acts und DJ-Sets, die auch bisher eher unterrepräsentierte Genres und Geschmäcker abdeckten – ein echter Gewinn für das Festival.

Das musikalische Highlight am Freitag war ohne Zweifel das große Konzert von Blond, die gemeinsam mit der Robert-Schumann-Philharmonie und hochkarätigen Gästen wie Kraftklub, Gwen Dolyn, Nura und Power Plush die Hauptbühne bespielten. Auch der Samstag überzeugte mit starker Besetzung: Besonders deine Freunde, die aufkommende Indie-Rockband Lovehead und Lena & Linus, allesamt regelmäßig in unserem Radioprogramm vertreten, begeisterten das Publikum.

Leider musste der Festival-Sonntag aufgrund einer Unwetterwarnung vorzeitig abgebrochen werden – ein kleiner Wermutstropfen, der der insgesamt positiven Bilanz jedoch keinen Abbruch tat. Das Kosmos Wochenende wurde einmal mehr zu einem der kulturellen Höhepunkte des Jahres in der Innenstadt.

Wie und ob es im nächsten Jahr eine Fortsetzung geben wird, bleibt abzuwarten. Klar ist jedoch: Das Kosmos Festival 2025 hat Maßstäbe gesetzt – als Symbol für Gemeinschaft, kulturelle Vielfalt und ein Chemnitz, das mit Stolz seine Rolle als Europäische Kulturhauptstadt auslebt.

Das Kosmos Comeback am 8. Juni 2024 war ein voller Erfolg. Nachdem das kostenlose Musik- und Kulturfest in der chemnitzer Innenstadt im Jahr zuvor ausfallen musste und 2022 sich bereits 50k Gäste in die zukünftige Kulturhauptstadt Europas wagten, konnte das Spektakel in diesem Jahr diese Marke noch einmal deutlich überbieten.

Mehr als 70.000 Musik-, Kunst-, Sport- und Gesellschaftsinteressierte lauschten bei sonnigem Wetter und sommerlichen Temperaturen einer Vielzahl an Musikacts, bestaunten Kunst- und Lichtinstallationen, nahmen an Gesprächs- sowie Diskussionsrunden teil und verbrachten so einen gemeinsamen Sommertag im Stadtgebiet rund um den Schlossteich.

Unter den auftretenden Artists am Kosmos Tag befanden sich unter Anderem Tropikel LTD und Soffie, welche Teil unseres Radioprogramms sind. Ab 23 Uhr läutete Lokführer Andi nach dem Hauptact Culcha Candela die Kosmos Nacht auf der Hauptbühne mit einem DJ-Set ein. Das weitere Programm des Abends sollte in den Räumlichkeiten des Atominos im Wirkbau, des Transits, des Weltechos und der Spinnerei stattfinden. Speziell die Berlinerin Ikkimel, deren Lieder ebenfalls ihren Weg in unser Musikprogramm gefunden haben, sollte planmäßig um 01:30 Uhr im Transit auftreten. Leider war es uns trotz Kosmos Fotoerlaubnis nicht möglich die Performance zu dokumentieren, da der Club voll war und wir an der Tür abgewiesen wurden. Es bleiben schöne Erinnerungen und die Vorfreude aufs nächste Jahr. Nach diesem Spektakel sind wir gespannt, ob sich die Organisation vom CWE im Kulturhauptstadtjahr 2025 noch einmal überbieten kann.

 

Mit 5 Shows kehrt Edo Saiya wieder auf die Bühne zurück und das mit der DAYS AFTER TOUR PT. 2. Am 16.12. in Chemnitz. Der Rapper aus Köln macht tatsächlich halt in Chemnitz. Der Rapper, der sich ohne Major-Label zu einem der erfolgreichsten Cloud-Rappern Deutschlands hochgearbeitet hat.