Radio UNiCC
Jetzt bei Radio UNiCC

Summary

Fanliebe, Ekstase und ganz viel musikalische Leidenschaft – Die Leoniden im Atomino

Sie haben es schon wieder getan, nicht mal ganz ein Jahr nach ihrem letzten Auftritt haben die fünf Kieler Chemnitz erneut zum Ausrasten gebracht. Letzten Samstag war die Indie-Pop-Punk-Band Leoniden im Rahmen ihrer „Kinds Will Unit“-Tour im Atomino zu Gast und sorgten für einen ausgelassenen Abend.

Leoniden im Atomino Chemnitz. Foto: Tim Sender

Die Leoniden im Interview bei Radio UNiCC.

Dass sich die Band und ihre Fans nicht zum ersten Mal trafen, merke man recht schnell. Auf eigene Art und Weise wurden Liebesbeweise zwischen Bühne und Publikum ausgetauscht. Ob Insiderwitze („Was geht denn ab?“), Jammen inmitten des Publikums oder a capella Singen der bekanntesten Refrains, die Chemie stimmte und das spürte man bei jeder Sekunde des Konzerts. 

Vor Beginn des Konzerts traf ich den sehr gut gelaunten Frontsänger und neusten Leoniden Jakob zu einem Interview im Vorraum des Atominos. Seit fast zwei Jahren rennt es bei Leoniden. Auf das gefeierte Erstlingswerk folgte Ende Oktober 2018 mit Again ein gebührender Nachfolger, der ohne eine große musikalische Veränderung neue Impulse für das Soundbild der Leoniden schuf. "Hinein Puzzeln" nennt der Sänger das.

Dass die Leoniden-Fans sehr gut verstehen, was ihre Band vor hat, merkt man sehr gut auf den Konzerten. Und davon gibt es viele, sehr viele. Die Band aus der nördlichsten Landeshauptstadt Deutschlands spielt unheimlich gern live und nimmt alles mit, was körperlich möglich ist. Die Luft scheint ihnen dabei nicht auszugehen. Nicht mal bei den teils artistischen Einlagen auf der Bühne. Falls jedoch mal jemand stürzen sollte, ist vor der Bühne ein Publikum, das die Jungs buchstäblich und wortwörtlich mit offenen Armen empfängt.

Auf die Frage, ob er denn begreife, was um ihn und Band herum passiert, meinte Jakob: "Wir nehmen uns ganz selten wirklich Zeit und Platz dafür, zu reflektieren was gerade passiert und wie krass das eigentlich ist.“ Touren, Musik schreiben, eigenes Label, eigener Onlineshop und Auftritte in Late Night Shows, bei den Leoniden passiert eine ganze Menge. Trotz all dieses Erfolgs gelingt es der Band ihren norddeutschen, dankbaren und ruhigen Charme zu bewahren. Denn all der Trubel und die Aufmerksamkeit ist für die Leoniden keine Grund abzuheben und sich mit den erworbenen Lorbeeren zu schmücken. Vielleicht ist das der Erfolgsfaktor der Band.

Sie bleiben auf dem Boden, auch wenn das der Boden ihres Tourbuses ist. In diesem sind die fünf noch einige Wochen unterwegs, denn die Tour hat eben erst begonnen. Bis Mitte Dezember reist die Band noch durch die deutschsprachigen Gefilde. Wer in diesem Jahr nicht mehr zu einem Leoniden Konzert gehen kann, dem sei gesagt, „Nach der Leoniden Tour, ist vor der Leoniden Tour“, denn im Februar geht es schon wieder weiter. Stopps sind dabei unter anderem auch die sächsischen Städte Leipzig und Dresden.

Die Band ist ungehalten und so verwundert es kaum, dass schon die ersten Ideen für ein mögliches drittes Album entstehen.  Auch wenn es nicht sein Wunsch ist, sagt der Frontsänger, „Manchmal kann es schneller gehen, als man denkt“. 

Bericht: Marcel Kröber

Schon in wenigen Tagen kommt eine Legende des US-amerikanischen Hip-Hops für lediglich zwei Termine nach Deutschland. Die Rede ist von niemand Geringerem als: Immortal Technique.

Der aufstrebende Indiekünstler aus Meißen und seine Band besuchen bei der Geschichten aus gebrochenem Glas Tour Anfang 2027 die Städte Frankfurt, Bonn, Berlin, Magdeburg, Hannover, Hamburg, Leipzig und Dresden. Der Kaktuseis-Connoisseur hat dabei alles selbst geplant und begibt sich für seine Fans in ein finanzielles Risiko. Trotz seiner Mangelnden Kenntnis in Bezug auf Steuern und Finanzen wird es auch für materiell wenig betuchte Musikenthusiasten Soli-Tickets ab 16,1€ geben. Für alle, die noch nie auf einem Rosenrausch Konzert waren ist das jetzt die Gelegenheit, denn auch die regulären Tickets sind im Vergleich zu großen Konzerten für einen schmalen Taler erwerbbar.

Website von Rosenrausch

Volt[age] ist zurück! Nach dem großen Erfolg der Weltpremiere im letzten Jahr und den mittlerweile zwei internationalen Preisen, kehrt die Fortsetzung des immersiven Balletts im September und Oktober dieses Jahres zurück auf die Bühne des Leipziger Kunstkraftwerkes.

Das Stück vereint Tanz, Sound und visuelle Projektionen zu einem einzigartigen, immersiven Erlebnis. Sechs Tänzer erzählen in insgesamt fünf Akten eine emotional aufgeladene Geschichte von der wechselseitigen Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Dabei wird die Bühne selbst zur Schnittstelle zwischen beiden Welten.

Dank Motion-Tracking reagieren die visuellen Projektionen in Echtzeit auf die Bewegungen der Tänzer. Dies spiegelt die in der Geschichte dargestellte Abhängigkeit zwischen Mensch und Technik besonders eindrucksvoll wider.

Die Choreografie von Mirko Mahr, Sara Brandao und Lolita Valao interpretiert die klassische Tanzart des Balletts neu und wird von Tänzern der Musikalischen Komödie Leipzig zum Leben erweckt.

Begleitet wird die Inszenierung von einem eindrucksvollen Sounddesign aus elektronischen Technosounds und orchestralen Elementen, welches genau wie die Visuals vom französischen Digitalkünstler und Artistic Director Nicolas Landrieux stammt.

Wer sich diese beeindruckende Inszenierung nicht entgehen lassen möchte und Lust hat, hautnah in das Wechselspiel aus Mensch und Technik einzutauchen, findet auf der Website des Kunstkraftwerkes noch letzte Tickets.

 

Das Kollektiv Ulepuschkinrose aus Halle Nord spielen am 13.11. Als Teil ihrer Demotour in der Location im Wirkbau. Die Rapper, Musiker und Produzenten Partizan, Cyndholz und Hermann Eff (aka Ganove f) vereinen in ihrer Musik atzigen Studentenrap mit ironischen Texten und antikapitalistischen Messages. Ein wiederkehrendes Element in ihren Texten ist auch ihr Verhältnis zu Halle und der Nachbarstadt Leipzig. Bereits seit 2018 erscheinen ihre EPs. Über die Zeit konnten sie sich eine Fanbase von 969 Tidalfans aufbauen. Wer Spaß an subtilen Anspielungen und Hooks zum mitsingen hat, für den ist das Konzert des Trios definitiv sehenswert.

Das Kosmos Wochenende neigt sich dem Ende. Nach der Eröffnung am Freitag in der Stadthalle startete der Samstag auf dem Gelände zwischen Limbacher- und Theaterstraße mit vielen Panels, Talks und Infoständen, Sportangeboten und vielen weiteren kleineren Aktionen. Gerade die verwinkelten Straßen und Höfe rund um die Markthalle sorgten dafür, dass man auch wenn man keine konkrete Veranstaltung ansteuerte an jeder Ecke etwas spannendes entdecken konnte.

Ab 12 Uhr fanden in der Schule am Hartmannplatz die Debatten mit Arne Semsrott und danach mit Luisa Neubauer statt. Letztere war so stark besucht, dass viele Leute keinen Ort mehr finden konnten, an dem der Talk zu sehen oder auch nur ohne Einschränkungen zu hören war.

Ebenfalls um diese Zeit begannen verteilt auf zahlreiche Bühnen die vielen Konzerte auf denen auch etliche Artists aus dem Radio UNiCC Programm vertreten waren. Für uns ging es los mit Power Plush auf der Trailer Stage. Es folgte Yola, welche erst kurz vor dem Event noch dem Line-up hinzugefügt wurde, auf der Bühne im ehemaligen Puppentheater. Ihren Auftritt performte sie dabei nicht alleine. Dani Lia unterstütze sie bei ein Paar ihrer gemeinsamen Lieder. Im Anschluss daran fand ihr eigenes Konzert auf der Trailer Bühne statt, bei dem wiederum Yola für ein paar Lieder vorbei schaute.

Auf der Hauptbühne begann dann ab 19 Uhr die ganz große Show mit ok.danke.tschüss, danach Alexander Marcus und zum Abschluss der geheime Headliner 01099. Schaut euch gerne die Impressionen oben in der Slideshow an :)

Abschließend lässt sich sagen, dass das Kosmos dieses Jahr ein voller Erfolg war. Es konnte sehr gut die Lücke nach dem Kulturhauptstadtkosmos trotz geringeren Budgets füllen und sich vielfältig neu erfinden. Wie jedes Jahr bleibt abschließend nur die Hoffnung, dass das Festival für Demokratie und Vielfalt auch 2027 wieder stattfinden wird.