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Summary

Preview der MDR-Dokumentation "Chemnitz - Ein Jahr danach" sorgt für Diskussionen

Am Abend des 22. August präsentierte der Mitteldeutsche Rundfunk unter dem Label "mdr mittendrin" im Cinestar im Einkaufszentrum Galerie Roter Turm eine Dokumentation unter dem Titel "Chemnitz - ein Jahr danach". Thema des 45-minütigen Films war die Frage, wie sich das Leben und das Sicherheitsgefühl in der Stadt seit dem konfrontationsgeladenen Spätsommer 2018 verändert hat.

Wolf-Dieter Jacobi während der Diskussion mit den Gästen

Thomas Datt, einer der verantwortlichen Redakteure der Dokumentation auf dem Podium

Tarek Kehllo flüchtete nach Deutschland und arbeitet nun beim MDR

Antje Riediger, war an der Produktion der Doku beteiligt

Auch Gäste aus dem rechten Sprektrum waren bei der Preview, hier Dieter Jörg List, Stadtratskandidat von Pro Chemnitz

Ein Chemnitzer berichtet von Gewalt, die aus der rassistischen Demo hervor ging

Der AfD-Mann Arthur Oesterle fällt einem Redner ins Wort

Die verantwortlichen Redakteure und MDR Fernsehprogrammdirektor diskutieren mit Chemnitzer Bürgern über die Dokumentation

D. Jörg List, ein Stadtratskandidat der rechtsradikalen Vereinigung Pro Chemnitz bezeichnet sich als Bürger aus der Mitte der Gesellschaft

AfD-Spitzenpolitiker auf dem Trauermarsch der AfD am 1. September 2018

Teilnehmer der rassistischen Ausschreitungen vor einem Jahr attakieren eine Polizeikette

Teilnehmer der rassistischen Ausschreitungen vor einem Jahr

Teilnehmer der rassistischen Ausschreitungen zeigen ihre Haltung gegenüber Pressevertretern

Ein Blick zurück auf die Chronologie der Geschehnisse des Sommers 2018:

Vor knapp einem Jahr, in den frühen Morgenstunden des 26. August 2018 mündet das, was als Streit begann, in einer Gewalttat: Drei Männer werden durch Messerstiche schwer verletzt und ins Krankenhaus eingeliefert. Einer von ihnen, Daniel H., ein junger Chemnitzer mit deutsch-kubanischen Wurzeln, stirbt wenig später an seinen schweren Verletzungen.

Kurz vor 8:00 Uhr am gleichen Tag veröffentlicht das zur Morgenpost gehörende regionale Boulevard-Newsportal TAG24.de einen Online-Artikel über die Tat. In der knappen Nachricht mutmaßt das Blatt, die Belästigung einer Frau sei Ausgangspunkt der Tat gewesen. Um die Mittagszeit wird der inzwischen schon unzählige Male geteilte Artikel unter Berufung auf die Polizei um die Information ergänzt, dass sich die Auseinandersetzung zwischen "mehreren Personen unterschiedlicher Nationalitäten" abgespielt haben soll und die Tatwaffe, ein Messer, bereits sichergestellt werden konnte. Erst am späten Nachmittag revidiert Tag24 die bisherige Darstellung des Tatherganges, nachdem die Polizei erneut deutlich macht, dass es bisher keine Erkenntnisse zum Ursprung der Auseinandersetzung gibt.

Während die Ermittlungen der Polizei noch am Anfang stehen, verbreitet sich bereits im Laufe des Vormittags in den Sozialen Medien ein Aufruf, sich noch am gleichen Nachmittag am Nischel zu versammeln, um zu "zeigen wer in der Stadt das sagen hat !" (sic). Ausgehend von Seiten und Facebookgruppen gewaltbereiter rechtsextremer Hooligangruppen wie Kaotic Chemnitz verteilt sich der Aufruf massenhaft. Nachdem das Stadtfest aus Angst vor Ausschreitungen vorzeitig beendet wird, versammeln sich am Nachmittag hunderte gewaltbereite Rechtsextreme zu einer nicht angemeldeten Demonstration am Marx-Monument. Aus dieser Versammlung lösen sich immer wieder Gruppen, die dann durch die Innenstadt ziehen und Jagd auf vermeintliche Ausländer machen. Laut vielen übereinstimmenden Medienberichten kann die völlig überforderte Polizei dem Treiben im Wesentlichen nur zusehen.

Am darauf folgenden Montag findet erneut eine rechte Demonstration statt, diesmal angemeldet durch Vertreter der rechtsextremen Vereinigung Pro Chemnitz. Auch an diesem Tag ist die unterbesetzte Polizei kaum Herr der Lage. Aus der Demo der Rechten fliegen Gegenstände in Richtung der Gegenproteste, Nazi-Parolen werden gebrüllt und Hitlergrüße gezeigt. Nur einen Tag später veröffentlichen gleich mehrere Akteure vom politisch rechten Rand, unter ihnen der mehrfach vorbestrafte PEGIDA-Gründer Lutz Bachmann, den Haftbefehl gegen den Hauptverdächtigen. Später stellt sich heraus, dass dieser von einem Justizbeamten illegal weitergegeben worden war.

Ihren vorläufigen Höhepunkt finden die ausländerfeindlichen Demonstrationen am 1. September 2018. Führende Köpfe von Pro Chemnitz, der AfD und weitere rechtsradikale Gruppen marschieren gemeinsam mit etwa 8000 teilweise offensichtlich gewaltbereiten Personen durch die Chemnitzer Innenstadt. Begleitet von deutlichen Gegenprotesten verüben einige Teilnehmer des von den Organisatoren so genannten Trauermarsches brutale Übergriffe auf Medienvertreter und Polizeibeamte und skandieren rechtsextreme Parolen. Der Polizei fällt es trotz eines Rekordaufgebotes von 1800 Beamtinnen und Beamten schwer, die aufgebrachte Menge ausländerfeindlicher Demonstranten in Schach zu halten. Durch diesen Aufmarsch und die folgenden monatelangen ausländer- und asylfeindlichen Demonstrationen gerät Chemnitz weltweit in den Fokus der Medien. Am 3. September zeigt die Chemnitzer Zivilgesellschaft mit einem spontan durch die Chemnitzer Band Kraftklub initiierten Großkonzert mit etwa 65.000 Gästen, dass es in Chemnitz mehr gibt als rechte Schreihälse und gewaltbereite Hooligans.

Am 4. September 2018 zeigt die ARD die Dokumentation "Chemnitz - Eine Stadt in Aufruhr". Der 45-minütige Film wurde vom Mitteldeutschen Rundfunk produziert und zeichnet die Chronologie der Ereignisse eine Woche nach der Bluttat nach. Anhand der Geschichten einzelner Menschen machen die Filmemacher des MDR das Klima in der Stadt und die Stimmung ihrer Bewohner deutlich.

Einige der Protagonisten dieser Dokumentation begleiteten die verantwortlichen Redakteure in den vergangenen Monaten weiter.

Der so entstandene zweite Dokumentarfilm wurde einem kleinen Publikum am 22.08.2019 bereits vor der öffentlichen Ausstrahlung im Fernsehprogramm der ARD durch eine Preview präsentiert. Diese Veranstaltung schlug schon im Voraus hohe Wellen. Ursprünglich plante der MDR im Anschluss an die Filmvorführung eine Podiumsdiskussion zwischen einigen der im Film begleiteten Akteure, der Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz Barbara Ludwig und dem Programmdirektor des MDR-Fernsehens Wolf-Dieter Jacobi. Nachdem bekannt wurde, dass Arthur Oesterle, Mitglied der AfD und Chefordner der ausländerfeindlichen Demonstrationen im Herbst 2018, mitdiskutieren sollte, sagte der Großteil der Diskutanten ihre Teilnahme ab. Um die Veranstaltung nicht absagen zu müssen, planten die Verantwortlichen des Mitteldeutschen Rundfunks um und stellten ein Podium aus den verantwortlichen Redakteuren und Journalisten der Dokumentationsproduktion zusammen. Sowohl Vertreter anderer Medien als auch die Chemnitzer Stadtbevölkerung wurden eingeladen,  sich den Film anzusehen und mit den Redakteuren darüber ins Gespräch zu kommen.

Zutritt zu der durch Security stark abgesicherten Veranstaltung erhielt nur, wer sich vorher angemeldet hatte und ausweisen konnte. Im Foyer vor den Kinosälen präsentierte sich der Mitteldeutsche Rundfunk und fing Stimmen der Besucher der Veranstaltung ein. Der für die Veranstaltung angemietete Kinosaal war zu etwa drei Viertel gefüllt. Zwischen vielen Bürgerinnen und Bürgern waren auch einige Mitglieder des Chemnitzer Stadtrates anwesend. Ebenfalls anwesend waren Personen, die bereits im Zusammenhang mit den rassistischen Ausschreitungen im vergangenen Jahr und deren Organisatoren in Erscheinung getreten waren. Darunter auch Arthur Oesterle, damals Chefordner auf vielen der von Pro Chemnitz initiierten Aufmärschen.

Die Vorführung der 45-minütigen Dokumentation unter dem Titel „Chemnitz - Ein Jahr danach“ verlief störungsfrei. Im Film wurde zunächst die Arbeit des Stadtordnungsdienstes und Maßnahmen der Stadtverwaltung zur Erhöhung der Sicherheit, vor allem im Stadtzentrum, thematisiert. Anschließend ließen die Filmemacher verschiedene Akteure aus der Gesellschaft zu Wort kommen und zeigten auch, wie sich ihr Leben nach den Ereignissen des Spätsommers 2018 verändert hat. Zu den Portraitierten gehören unter anderem eine Professorin der TU Chemnitz mit tunesischen Wurzeln, eine junge Chemnitzer Bürgerin, die sich neben ihrer Berufsausbildung gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit engagiert, und ein Chemnitzer Unternehmer, der sich auch gesellschaftlich für Chemnitz engagiert. Auch eine Flüchtlingsfamile aus Syrien kam zu Wort. Die studierten Juristen waren mit ihren zwei Kindern vor dem Krieg in ihrem Heimatland geflohen und in Chemnitz angekommen. Nach den rassistischen Ausschreitungen im vergangenen Jahr fühlten sie sich in Chemnitz nicht mehr sicher, fürchteten sich vor Übergriffen und sind so ein zweites Mal geflohen, dieses Mal aus Chemnitz. Mittlerweile haben sie in Hamburg neu angefangen und lernen die deutsche Sprache, um sich zu integrieren.

Ein ebenfalls im Film vorgestellter Gastwirt einer Chemnitzer Gartenkneipe war selbst nicht bei den Demonstrationen, äußerte aber Verständnis dafür, dass Bürgerinnen und Bürger sich an den von Pro Chemnitz organisierten Protesten beteiligt haben. Er erzählte, dass sein Biergarten mit Einbruch der Dunkelheit immer leer werde; das sei früher anders gewesen, doch die Leute fühlten sich nicht mehr sicher. Konkrete Bedrohungen für seine Gäste nannte er nicht. Ein Stammtisch des Chemnitzer Fußballclubs, der sich in regelmäßig im Biergarten der Gartenkneipe trifft, meinte, dass Politik an ihrem Tisch nichts verloren habe; es ginge nur um Fußball. Als die Stammtischmitglieder vom Filmteam auf die umstrittene Ehrung des verstorbenen Neonazis und Hooligans Thomas Haller am Rande eines CFC-Spiels angesprochen wurden, kippte die Stimmung.

Die wohl umstrittenste Person im Film ist der AfD-Mann Arthur Oesterle. Während der fremdenfeindlichen Ausschreitungen im Spätsommer 2018 war Oesterle als Chefordner auf den von Pro Chemnitz organisierten Aufmärschen in den Fokus der Medienberichterstattung geraten. Oesterle war schon Protagonist in der ersten MDR-Doku wenige Tage nach den ersten Krawallen. Im Film wird gezeigt, wie sich Oesterle im Wahlkampf der AfD engagiert. Zwar wird auch Oesterles guter Kontakt zu Rechtsaußen-Kreisen wie Pro Chemnitz oder dem vom Verfassungsschutz beobachteten fremdenfeindlichen Verein Heimattreue Niederdorf und seine Teilnahme an Demonstrationen der rechtsaußen-Splitterpartei Der III. Weg thematisiert, jedoch gibt die Dokumentation Oesterle auch die Möglichkeit, dies zu relativieren.

Nach Ende der Dokumentation waren aus dem Publikum erste Buh-Rufe zu vernehmen, bevor der Kinosaal überhaupt wieder vollständig beleuchtet war. Im Anschluss an die Filmvorführung diskutierten die Redakteure und Verantwortlichen um MDR- Fernsehprogrammdirektor Wolf-Dieter Jacobi mit den Besuchern. Zu Beginn erläuterte Jacobi, dass sich der ursprüngliche Plan einer Podiumsdiskussion mit den Protagonisten der Dokumentation nicht umsetzen ließ und man so diesen Kompromiss gefunden habe.

Als erstes ergriff Arthur Oesterle das Wort und brachte seinen Respekt gegenüber dem Sender zum Ausdruck - er sei zufrieden mit dem Ergebnis. Im selben Atemzug warf er dem Sender Unehrlichkeit über die Ursachen der Absage der Podiumsdiskussion vor.
Jacobi entgegnete: "Wenn ich keine Runde mehr habe, kann ich auch keine machen. Die Idee ist nicht aufgegangen."

Im Verlauf der Diskussion äußerte ein Gast Kritik daran, dass der Sender einem Akteur wie Oesterle, der der Stadt geschadet und sie in einen schlechten Ruf gebracht habe, überhaupt so viel Spielraum in der Gestaltung seiner Rolle eingeräumt habe. Eine der Redakteurinnen des Films entgegnete darauf, dass sie der Meinung sei, dass die Figur Arthur Oesterle wichtig für die Doku sei: "Wir sind der Meinung, dass der Film ein sehr guter Spiegel der Realität ist. Man kann nicht einfach ein Stück wegschneiden."

Kontra bekam Oesterle auch von einem Zuhörer, der aus eigener Erfahrung davon berichtete, dass am 27. August 2018 aus der von Pro Chemnitz veranstalteten Demonstration Gegenstände auf die Gegendemonstranten geworfen wurden. Oesterle reagierte darauf aufbrausend, fiel dem Man ins Wort und bezichtigte ihn der Lüge.

Ein weiterer Diskussionspunkt mit mehreren sich widersprechenden Redebeiträgen war die Definition der bürgerlichen Mitte. Besonders polarisierte dabei, dass sich Dieter Jörg List, der im Mai erfolglos auf der Liste von Pro Chemnitz für den Chemnitzer Stadtrat kandidierte, selbst als parteiloser Bürger aus der Mitte der Gesellschaft bezeichnete. List gab außerdem an, dass er mit seiner Wirtschafts- und Unternehmensberatung erfolgreich mit Lehrstühlen der TU Chemnitz kooperiere.

Nach ca. 45 Minuten beendete die Moderatorin die Diskussion. Die Redebeiträge der Besucher zeigten, dass die Dokumentation des MDR, aber auch der Umgang mit Vertretern des rechten Spektrums in den Medien durchaus kontrovers diskutiert werden.

Die Dokumentation „Chemnitz - Ein Jahr danach“ läuft am Montag, dem 26. August ab 22:45 Uhr im Ersten und am Mittwoch, dem 28. August um 20:45 im MDR Fernsehen.

Samstag, 31. Januar 2026, 20:00 Uhr; Haus Auensee, Leipzig

Am Ende diesen Januars bringt Beyond The Black ein neues Kapitel auf die Bühne. Mit der Headliner-Tour "Rising High" reist die Band durch Europa, wenige Wochen nachdem ihr sechstes Studioalbum "Break The Silence“ veröffentlicht wurde. Für Leipzig bedeutet das einen Abend voller melodischer, kraftvoller Symphonic-Metal-Songs, dramatischer Arrangements und der charismatischen Präsenz von Sängerin Jennifer Haben.

Vom Newcomer zum Headliner

Seit dem Debüt „Songs Of Love And Death“ (2015) hat sich Beyond The Black schnell von einem nationalen Newcomer zu einer beständigen Größe der europäischen Symphonic-Metal-Szene entwickelt. Die Band um Frontfrau Jennifer Haben tourte seither weltweit, trat wiederholt auf großen Festivals wie Wacken auf und teilte die Bühne mit Acts wie Within Temptation oder Scorpions. Das zuletzt 2023 veröffentlichte, selbstbetitelte Album markierte einen neuen Karrierehöhepunkt und ebnete den Weg für ausgedehnte Headliner-Shows. Eine Entwicklung, die nun in der "Rising High"-Tour und dem neuen Album ihren nächsten Höhepunkt findet.

Neues Kapitel, neues Album, neue Tour

"Break The Silence“ erscheint am 9. Januar 2026 und gilt als Konzeptalbum. Melodischer Metal, angereichert mit ethnischen Einflüssen, das große Themen wie Kommunikation, innere Stärke, Resilienz und die Notwendigkeit menschlicher Verbindung verhandelt. Musikalisch bewegt sich das Werk zwischen hymnischen Refrains und düsteren, atmosphärischen Momenten. Songs wie "Rising High", "Let There Be Rain“ oder "Ravens" geben Hinweise darauf, wie die Band Wort, Melodie und Drama verwebt. Aufnahmen und Feature-Gäste (u. a. Kooperationen mit Künstlern wie Lord Of The Lost und Asami) unterstreichen den ambitionierten Charakter des Albums.

Wer Beyond The Black live erlebt hat, weiß, dass es nicht nur um laute Gitarren geht, sondern um große Dynamiken, von intimen Momenten bis zu orchestralen Höhepunkten. Fans dürfen sich auf Material vom neuen Album freuen, ebenso wie auf bewährte Hits aus früheren Alben, die das Publikum mitziehen. Die Band setzt zudem auf eine starke visuelle Komponente. Lichtdramaturgie, choreografierte Passagen und ein Fokus auf die Stimme von Jennifer Haben bildeten das dramaturgische Zentrum bisheriger Tourneen.

Angekündigte Special Guests wie Crownshift erschienen in der ursprünglichen Ankündigung. Jedoch wurden an einigen Orten Änderungen vorgenommen oder Acts mussten absagen. Im Leipziger Haus Auensee werden aktuell SETYØURSAILS und Seraina Telli als Support Acts gelistet.

Tickets für den Abend in Leipzig sind weiterhin erhältlich, über die ...

Am Mittwochabend, den 17. Dezember 2025, wurde das Atomino in Chemnitz ordentlich auf den Kopf gestellt: Rap- und Indie-Pop-Künstler Jassin war zu Gast und machte mit seiner ausverkauften Winter-Tour durch Deutschland und Österreich "Arsenalplatz Tour 2025" einen Zwischenstopp in der Kulturhauptstadt.

Schon früh war der Club gut gefüllt, die Stimmung gespannt – nicht zuletzt wegen Yung Pepp, der das Publikum rund 30 Minuten lang als Voract auf den Abend einstimmte. Mit energiegeladenen Tracks und klarer Präsenz schaffte er es schnell, die Menge mitzunehmen und das Atomino auf Betriebstemperatur zu bringen.

Als Jassin die Bühne betrat, war das Atomino sofort wach. Keine Effekte, kein großes Intro – nur ein Beat, eine Stimme und ein Raum, der komplett mitging. Zwischen leisen, ehrlichen Momenten und Songs, bei denen der ganze Club mitsang, wechselte er mühelos hin und her. Besonders in den ruhigen Parts wurde es ungewohnt still – jeder hörte zu, jeder fühlte mit.

Kurze Ansagen, direkter Blickkontakt und ehrliche Worte machten den Auftritt persönlich.

Mein persönliches Fazit: Ein intensives Clubkonzert mit starkem Voract, das gezeigt hat, wie gut Jassins Musik live funktioniert. Nah, emotional und genau deshalb so wirkungsvoll.

Im kommenden Jahr ist es wieder soweit: Die spektakuläre Konzertreihe - Game of Thrones & House of the Dragon - kommt nach Chemnitz. Mit ihr erwartet die Fans ein Show-Erlebnis der ganz besonderen Art. In der Stadthalle Chemnitz werden am 24. Januar 2026 die epischen Klangwelten der Serien Game of Thrones und House of the Dragon live zum Leben erweckt.

Das Publikum darf sich auf ein Konzert freuen, das die bekanntesten Themen der Serien mit eindrucksvoller Wucht zum Leben erweckt. Die Kompositionen von Ramin Djawadi werden dabei tief in die Geschichten eingebettet und tragen maßgeblich zur Atmosphäre der Serien bei – live entfalten sie ihre emotionale Kraft umso stärker.

Was das Konzert besonders macht: Sobald die ersten Töne starten, laufen einem die Serienmomente automatisch wieder durch den Kopf – ob Drachen-Action, Intrigen oder diese ikonischen Szenen, die man nie vergisst. Die Musik drückt genau die richtige Stimmung aus und sorgt für Gänsehaut.

Gespielt wird das Ganze vom Orchester der Cinema Festival Symphonics unter der Leitung von Stephen Ellery. Zusammen mit Chor und Solist:innen bringen sie den epischen Sound von Game Of Thrones perfekt über die Bühne – mit viel Power und Emotionen. Perfekt für alle, die Westeros einmal live erleben wollen.

Am 1. November 2025 eröffnete Madeline Juno ihre "Anomalie Part 1"-Tour mit einem Konzert im Täubchenthal Leipzig. Den Auftakt des Abends gestaltete maïa, die mit authentischen Texten überzeugte. Sie verriet, dass sie leidenschaftlich gern liest, eine Tatsache, die auch ihren Song "18. Stock" inspirierte, der ursprünglich für ein Buchprojekt entstand. Zum Abschluss ihres Sets kündigte sie ihr Debütalbum "Hinter meiner Zunge" an, das am 13. März 2026 erscheinen wird. Mit dem Song "Aschenbecher" gab sie einen ersten musikalischen Vorgeschmack.

Als das Licht erlosch und ein leuchtender Mond über der Bühne erschien, begann Maddie ihr Set nicht wie üblich auf der Hauptbühne, sondern auf der B-Stage mitten im Publikum. Mit "Mediocre" eröffnete sie den Abend und bahnte sich anschließend ihren Weg über die Barrikade nach vorne.

Das Konzert bot eine ausgewogene Mischung aus neuen und bekannten Songs. Früh im Set erklangen "Hab ich dir je gesagt...", "Obsolet", "Reservetank" und "Vor Dir". Bei "Vorsicht zerbrechlich" bezog Maddie das Publikum aktiv ein, während "Gib doch nach" mit einem aufleuchtenden Sternenmotiv auf der Bühne für visuelle Highlights sorgte. Zwischen den Songs erzählte sie kurze, persönliche Anekdoten, blieb dabei aber fokussiert auf die Musik. Nach "Schlimmster Mensch der Welt" und "Anomalie" folgte ein kurzer Outfitwechsel. Im schwarzen Kleid kehrte die Sängerin zurück und überraschte mit zwei "Surprise Songs": "Normal Fühlen" und "Schatten ohne Licht". Einer der auffälligsten Momente des Abends war "Tu was du willst", begleitet von einer intensiven roten Lichtstimmung, die das Songthema um "Red Flags" visuell aufgriff. Emotionaler Höhepunkt blieb der Song "Center Shock", den sie ihrer besten Freundin Fenja widmete, die an diesem Abend den Merch-Stand betreute. Das Publikum reagierte mit leuchtenden Handylichtern. Nur einen Tag vor dem Konzert war der Song "Pakt" erschienen, welcher sich live nahtlos in die Setlist einfügte. Gegen Ende folgten "99 Probleme", "Homescreen", "Wärst du mir nie passiert" und schließlich "Butterfly Effect", den Maddie als "Hymne ans Leben" bezeichnete.

Zum Abschluss verloste sie eine von zehn Ukulelen, die sie eigens für die Tour gebaut hatte. Die erste Gewinnerin durfte ihr Instrument direkt am Abend noch entgegennehmen. Bevor das Licht erlosch, bedankte sich die Sängerin noch bei ihrem gesamten Team. Mit einem durchdachten Set, klarer Produktion und starker Live-Präsenz gelang Madeline Juno ein überzeugender Start in die neue Tourphase....

Am 27.09. kam die Berliner Skate-Punk-Gruppe ZSK in den Felsenkeller nach Leipzig um ihr am Vortag erschienenes Album Feuer&Papier im Rahmen der gleichnamigen Tour zu feiern. Am selben Tag fand außerdem das erste Kinderkonzert der Band in Leipzig statt, welches bereits Monate vorher ausverkauft war. Unterstützung hatten ZSK an diesem Abend von den Punk-Gruppen Rogers aus Düsseldorf und Mandelkokainschnapps aus Berlin.

Letztere eröffneten den Abend im gut gefüllten Ballsaal des Leipziger Felsenkellers. Die Band zeichnet sich vor allem durch ihr and die Drag-Szene angelehntes Auftreten und ihre feministischen Texte aus. Vor allem ihre Single Bunt war eines der Highlights des Auftritts von Mandelkokainschnapps, welcher einen Abend voller Vielfalt und Offenheit einläuten sollte.

Nachdem das Publikum sich bereits aufgewärmt hatte, kamen Rogers auf die Bühne und ließen bei Songs wie Mittelfinger für immer oder Vergiss nie die ersten Moshpits in der Menge aufgehen. Ein Highlight des Auftritts der Düsseldorfer war die angestimmte Polonaise zum Song Kreuzberger Nächte, welche durch den kompletten Saal ging.

Nach einer kurzen Umbaupause kamen dann ZSK auf die Bühne und eröffneten ihr Set direkt mit der Single Wir kommen in deine Stadt vom neuen Album. Insgesamt bestand die Show aus einem guten Mix aus Klassikern der Band wie Antifascista oder Herz für die Sache und neuen Songs, inklusive der Live-Performance von Sommer ohne Nazis zusammen mit Rogers. Ebenfalls nicht fehlen durfte der Klassiker Die Kids sind okay mit der Crowdsurfing-Premiere für eine junge Zuschauerin. Insgesamt war das Konzert ein sehr bestärkender und kraftgebender Abend für alle Menschen die sich gegen den Rechtsruck und für Menschlichkeit in der Gesellschaft in Deutschland einsetzen. Für alle Fans in Sachsen gibt es am 07. November im Alten Schlachthof in Dresden noch einen Termin um ZSK live zu sehen.