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Zwischen Mosh-Pits, Twister und jeder Menge Freibier – ZSK heizen dem Alten Gasometer ein

Am Freitag, dem 1.12. - einem kalter Dezembertag - sorgten ZSK für eine hitzige Atmosphäre im Alten Gasometer in Zwickau.

ZSK im Alten Gasometer Zwickau

Heart A Tact im Alten Gasometer Zwickau

Heart A Tact im Alten Gasometer Zwickau

Show Off Freaks im Alten Gasometer Zwickau

ZSK im Alten Gasometer Zwickau

ZSK im Alten Gasometer Zwickau

ZSK im Alten Gasometer Zwickau

ZSK im Alten Gasometer Zwickau

ZSK im Alten Gasometer Zwickau

Es war die erste Show überhaupt für die Jungs aus Berlin in der sächsischen Stadt oder wie Sänger Joshi scherzhaft meinte: „Wir können auf jeden Fall sagen, dass es das beste Konzert in Zwickau ist, was wir je gespielt haben, egal wie es heute läuft.“

Den Anfang machten allerdings Heart A Tact, welche aus Zwickau stammen und dem zufolge „in ihrem Wohnzimmer“ spielen durften. Und es dauerte bei einem ZSK-typischen Publikum keine drei Songs bis die ersten Mutigen sich trauten den Moshpit zu eröffneten. Als zweiter Support-Act kamen nach kurzer Umbaupause die Show Off Freaks aus Mecklenburg-Vorpommern auf die Bühne. Die gute Stimmung wurde mitgenommen und die gut 450 Zuschauer ließen zum Abschluss den Gitarristen der Band Crowdsurfen.

Nach bereits einer Stunde gehörter Musik und circa 10 Minuten Umbaupause gingen ZSK endlich auf die Bühne. Die gute Vorarbeit der beiden Support-Bands machte sich bemerkbar, denn die Menge war vom ersten Song an sowohl textlich als auch stimmungstechnisch voll da. Während des ganzen anderthalbstündigen Konzerts durften sich wie zu erwarten war Moshpit-Enthusiasten austoben, selbst einige der überraschend zahlreich vertretenen Kinder trauten sich bei einigen Hits in den Pit.

Eines der Highlights des Abends war das „Punk-Twister“, wobei eines der Kinder auf der Bühne die Twister-Scheibe drehen durfte und anschließend wurde um die Spielfläche zu „Die Kids sind okay“ der „größte Circle-Pit Zwickaus“ entfacht, die drei Spielenden wurden natürlich von der Band jeweils mit einem Bier belohnt. Neben dem typisch punk-rockigen Sound, stellten ZSK ihre musikalische Vielfalt unter Beweis und spielten Teile von Scooters „Maria“ und „Herz an Herz“ von Blümchen auf Zuruf von Einzelnen aus dem Publikum, was von Sänger Joshi kritisch mit „das ist auch Punkverrat“ kommentiert wurde. Nach einem kurzen Durchatmen während des Songs „Und ich höre Dich atmen“ kam der Hit-geladene Abschluss des Konzerts mit dem Schlusspunkt „Antifacista“ und damit auch der Abschluss eines rundum gelungen ersten Konzerts in Zwickau für ZSK.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2014 ist die Band Giant Rooks aus Hamm in Westfalen auf dem Vormarsch. Die fünfköpfige Gruppe, bestehend aus Frederik "Fred" Rabe, Finn Schwieters, Luca Göttner, Finn Thomas und Jonathan Wischkowski, hat sich vor allem durch ihren einzigartigen Indie-Pop-Sound und ihre energetischen Live-Auftritte einen Namen gemacht.

Giant Rooks haben in den letzten Jahren eine beeindruckende Erfolgsgeschichte geschrieben. Nachdem sie mit ihrer EP "New Estate" 2017 für Aufsehen gesorgt hatten, folgte 2020 ihr Debütalbum Rookery, das von der Corona-Pandemie beeinflusst wurde und Themen wie Identität, Freiheit und Veränderung beinhaltete. Die Songs der Band zeichnen sich durch eingängige Melodien, tiefgründige Texte und die charismatische Stimme von Sänger Fred aus.

Mit ihren energiegeladenen Live-Shows schafft es die Band immer wieder die Masse mitzureißen. Auch mit ihrem langersehnten zweiten Album How Have You Been?, welches im Februar 2024 erschien, ging es Anfang dieses Jahres auf Tour.

Doch auch im Sommer kann man sich auf einige Open-Air-Konzerte der Band freuen, wie beispielsweise am 8. August in der Jungen Garde in Dresden. Zudem hat die Band dieses Jahr bereits auf Festivals, wie dem Southside gespielt. Es bleibt spannend zu beobachten, welche musikalischen Abenteuer die Band in Zukunft noch bereithalten wird.

Für die Open-Air Show in Dresden und alle weiteren findet ihr hier Tickets!

Die Festivalsaison hat längst begonnen, und auch am Störmthaler See bei Leipzig wird es dieses Jahr vom 16. bis 18. August wieder jede Menge gute Musik geben, denn das Highfield Festival geht in die nächste Runde.

Mit Bollerwagen, Zelten, Pavillons und dem Besten der hiesigen Dosenperle im Gepäck werden sich auch dieses Jahr rund 35.000 Besucher auf den Weg in die Weltstadt Großpösna machen. Kein Wunder, denn das Line-up lockt: Wie man es von dem ostdeutschen Festivalkracher mittlerweile gewohnt ist, haben sich die Booker*innen ausgetobt. Zwar sind die Headliner am Störmthaler See wie im letzten Jahr recht testosterongeladen, werden aber sicherlich trotzdem die Bude rocken. Neben Alligatoah, Peter Fox, Cro und Provinz werden dazu auch internationale Größen wie Macklemore und Rise Against erwartet.

Allerdings gibt es gerade abseits des Glamours der prestigeträchtigen Zeitslots am Abend dieses Jahr unter den vermeintlich kleineren Acts eine Menge musikalische Leckerbissen zu erleben:

Von HipHop (u.a. Trettmann, Domiziana, Wa22ermann, Antilopen Gang, Makko) über Indie-Pop und Rock (u.a. Tränen, Ok.Danke.Tschüss, Antje Schomaker, Ennio) bis hin zu verschiedenen Punk-Ausrichtungen (Engst, Rogers, Flogging Molly, Schmutzki) können sich Festivalgänger*innen über eine kunterbunte Blumenwiese an Interpreten freuen.

Das Festival versucht sich außerdem weiterhin für den Umweltschutz einzusetzen. So gibt es beispielsweise wieder Campingplätze mit „Grüner Wohnen“-Konzept, bei denen ein größeres Augenmerk auf Ruhe, Rücksicht und Müllentsorgung durch Recyclingstationen gelegt wird. Außerdem gibt es auf dem Festivalgelände mehr regionale und ökologische Betriebe, die ihre Leckereien verkaufen.

Wenn ihr also Bock habt auf vielfältige, gute Musik, die ihr zum Teil sogar bei einem erfrischenden Bad im See genießen könnt, dann gibt’s jetzt hier noch Tickets.

Für alle mit Kulturpass: Euer Guthaben könnt ihr auch beim Highfield einlösen: Hier gibt’s die Infos dazu.

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Das Kosmos Comeback am 8. Juni 2024 war ein voller Erfolg. Nachdem das kostenlose Musik- und Kulturfest in der chemnitzer Innenstadt im Jahr zuvor ausfallen musste und 2022 sich bereits 50k Gäste in die zukünftige Kulturhauptstadt Europas wagten, konnte das Spektakel in diesem Jahr diese Marke noch einmal deutlich überbieten.

Mehr als 70.000 Musik-, Kunst-, Sport- und Gesellschaftsinteressierte lauschten bei sonnigem Wetter und sommerlichen Temperaturen einer Vielzahl an Musikacts, bestaunten Kunst- und Lichtinstallationen, nahmen an Gesprächs- sowie Diskussionsrunden teil und verbrachten so einen gemeinsamen Sommertag im Stadtgebiet rund um den Schlossteich.

Unter den auftretenden Artists am Kosmos Tag befanden sich unter Anderem Tropikel LTD und Soffie, welche Teil unseres Radioprogramms sind. Ab 23 Uhr läutete Lokführer Andi nach dem Hauptact Culcha Candela die Kosmos Nacht auf der Hauptbühne mit einem DJ-Set ein. Das weitere Programm des Abends sollte in den Räumlichkeiten des Atominos im Wirkbau, des Transits, des Weltechos und der Spinnerei stattfinden. Speziell die Berlinerin Ikkimel, deren Lieder ebenfalls ihren Weg in unser Musikprogramm gefunden haben, sollte planmäßig um 01:30 Uhr im Transit auftreten. Leider war es uns trotz Kosmos Fotoerlaubnis nicht möglich die Performance zu dokumentieren, da der Club voll war und wir an der Tür abgewiesen wurden. Es bleiben schöne Erinnerungen und die Vorfreude aufs nächste Jahr. Nach diesem Spektakel sind wir gespannt, ob sich die Organisation vom CWE im Kulturhauptstadtjahr 2025 noch einmal überbieten kann.

 

Kids in meinem Alter machen am 20.07. die Dresdner Altstadt unsicher, wenn die Electropunk-Päpste von Deichkind aus Norddeutschland auf eine Megashow bei den Filmnächten am Elbufer vorbeiregnen. Den Matsch von der Leipziger Festwiese noch an den Füßen, sind die Partypeople der Landeshauptstadt dann bereit wie nie, Sinn und CDU gemeinschaftlich in der Elbe zu versenken. Schließlich geht es bei einem Deichkind-Gig nie nur um das kollektive Bewundern bumsender Bässe - nebenbei pflügen sich die norddeutschen Kultkasper gerne nonstop durch den begehbaren Kleiderschrank und erschließen die Menge per Schlauchboot und/oder Riesenfass. Entsprechend divers ist das Publikum der mittlerweile 28 Jahre alten Band - immerhin bedient sie seit jeher gnadenlos zuverlässig sowohl Fraktion Feldstecher als auch Pogopartei unter ihren Zuschauenden.

Eine neue Platte ist seit dem letzten Sachsen-Besuch der Dada-DJs nicht erschienen, auch wenn sich ein Livealbum anzubahnen scheint. Im aktuellen Studioalbum Neues Vom Dauerzustand steckt unter den gewohnt geilen Beats neben dem Deichkindschen Gesellschaftsspiegel auch eine Portion Kritik an der eigenen früheren Generationen. Nicht umsonst ist auch die in Dresden anlaufende Tour nach Kids in meinem Alter benannt - einem Rant als Song, in dem man wahlweise sich selbst, seine Eltern oder seine Großeltern erkennt, je nach Alter. So oder so: Deichkind haben mit diesem Song einen Nerv getroffen, was ihnen offenbar so gut gefiel, dass sie im Oktober 2023, acht Monate nach Release des Songs, direkt eine zweite Version veröffentlichten.

Ob live nun die kompletten neun Minuten dieser Doppelsingle abgefeiert werden, ob sich die Hamburger Chaos-Crew ein neues Fortbewegungsmittel für die Fahrt übers Publikum besorgt hat und wer nun wen von Torfrock kennt, werden wir im Juli in Dresden herausfinden!

Für diese und weitere Shows der Tour findet ihr hier Tickets über die Website der Band.

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“Keiner von uns hat Musik studiert, keiner von uns hatte wirklich Ahnung von seinem Handwerk.” Dass Talent und Leidenschaft einen weit bringen können, beweisen Kaffkiez und Frontmann Johannes Eisner eindrucksvoll. Dabei verlief der bisherige Weg der Rosenheimer Band nicht einmal besonders geradlinig: Ganze 8 Jahre fristeten sie unter dem Namen Maybe als Szenekenner-Bekanntheit, bevor sich 2020 mit der Umbenennung in Kaffkiez und der Umstellung der Songtexte von englisch auf deutsch Erfolg einstellte. Eine gewagte Entscheidung, angesichts der zu dieser Zeit eher geringen Popularität deutschsprachiger Texte im Indie Rock-Genre.

Mittlerweile wurde die erste deutschsprachige Single Nie Allein auf Spotify weit über 25 Millionen mal gestreamt. Auch die anderen Singles bewegen sich zuverlässig im siebenstelligen Bereich. Die Band betourt derweil deutschlandweit ihr zweites Studioalbum Ekstase, das Anfang 2024 releast wurde, und begeistert mit absurd tanzbarem Indie Rock zu mitreißenden ehrlichen Texten nicht nur live ein wachsendes Publikum.

Wer einmal reingehört hat, wird verstehen, warum Kaffkiez live keine Probleme hat, einen unverkopften Gute-Laune-Funken überspringen zu lassen. Nach dem kostenfreien Krämerbrückenfest in Erfurt am 15.06. beehrt die Gruppe den Osten Deutschlands wieder am 18.07., wenn sie auf dem urigen Gelände des Wasserschloss Klaffenbach in Chemnitz spielen. Tickets für diese und weitere wärmstens zu empfehlende Shows gibt es hier auf der Bandwebsite.

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