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„Ich weine gleich“ – Drangsal-Konzert wird zur emotionalen Achterbahnfahrt

Es war ein Abend, der wie kein anderer die Person Max Gruber alias DRANGSAL hätte beschreiben können: Von Wutausbrüche über Liebesbekundungen bis hin zu Freudentränen konnten die Zuschauer im Leipziger UT Connewitz am 29. November den vollen Facettenreichtum des jungen Musikers erleben.

Drangsal - Zores Tour 2018

Drangsal - Zores Tour 2018

Drangsal - Zores Tour 2018

Drangsal - Zores Tour 2018

Pabst - Zores Tour 2018

Pabst - Zores Tour 2018

Um 20 Uhr startete der Abend zunächst mit dem Berliner Trio Pabst, welches erst diesen Sommer ihr Debutalbum Chlorine veröffentlicht hatte. Sieht man die drei zum ersten Mal, könnte man denken, man habe Zeitreisende aus sämtlichen Konterbewegungen des letzten Jahrhunderts vor sich. So transportieren sie nicht nur visuell sondern auch mit ihrem Sound und ihren Texten Einflüsse aus den Hippie-, Grunge-, und Punkbewegungen direkt ins 21. Jahrhundert und riefen mit Songs wie Shake the Disease zu einem gewaltfreien Neustart unserer Gesellschaft auf.

Aufgrund ihrer relativen Unbekanntheit mussten sie die gespannten Drangsal-Fans jedoch zu erst von sich zu überzeugen, was ihnen nach einer kurzen Aufwärmphase aber mit Leichtigkeit gelang. Ihre rockig-grungigen Gitarrensounds, gepaart mit eingängigen Punktexten, vereinnahmten die Menge bereits nach den ersten zwei Songs und trafen genau den Nerv des offensichtlich vorwiegend links-alternativ eingestellten Publikums.

Die Zugneigung zur Vorband steigerte sich sogar soweit, dass diese zum Abschluss ihres Gigs einen tosenderen Applaus einheimsten, als der bevorstehende Hauptact.

Nach einer kurzen Pause war es dann gegen 21 Uhr Zeit für den, auf den alle gewartet hatten: Drangsal. Auch dieses Jahr, aber bereits mit seinem zweiten Album, wurde Max Gruber mit seiner Musik zum Kritikerliebling und seinen Onlineauftritten zum Aushängeschild für polarisierendes Verhalten.

Dies stellte der 25-Jährige auch auf der Bühne unter Beweis. Schon seine Outfitkombination aus Trainingsanzug und Lederschuhen schien eine einzige Trotzreaktion gegenüber penibel geplanten Bühnenkostümen zu sein. Doch das ist genau das, was seine Fans so an ihm lieben.

So startete er das Konzert in ungewohnt guter Laune und brachte die Masse vor sich ab der ersten Sekunde zum Tanzen und Mitsingen. Die gute Stimmung wurde  aber schon nach kurzer Zeit ein wenig getrübt, als sich ein Fan in der ersten Reihe daneben benahm, weshalb Max sich beim lauten Zurechtweisen selbiger, selbst mit einem Lächeln und den Worten „Classic Drangsal“ ertappte und kurzerhand selbst zum Meme machte. Großes Gelächter im Saal.

Zwischenzeitlich musste die Band dann ihre Professionalität unter Beweis stellen, als der Monitor ausfiel und sie einfach einen zehnminütigen Jam einlegten, der die Stimmung aber keineswegs zum erliegen brachte, da der Frontmann mit seinem Humor geschickt die Menge bei Laune zu halten wüsste. So rappte er beispielsweise Sonnenbank Flavour von Bushido an.

Nach einer besonders Langen Zugabe erzählt Drangsal schließlich von seiner Zeit, in der er selbst in Leipzig wohnte und überraschte seine Fans schließlich mit den Worten: „Ich weine gleich. Wenn es hier damals schon so schön gewesen wäre, wär‘ ich hier geblieben!

Am 8. März setzt Drangsal übrigens seine Zores-Tour im Beatpol in Dresden fort. Also sichert euch noch schnell ure Tickets, es lohnt sich. 

Update: Das Konzert von Ex-Puhdys-Gitarrist Dieter "Maschine" Birr gemeinsam mit Silly-Violinist Uwe Hassbecker im Rundhaus I des Bahnbetriebswerkes Chemnitz Hilbersdorf wurde für den 24. Oktober abgesagt und auf den 16. April verschoben.

Am Abend des 17. Oktobers öffnet das Schauspielhaus Chemnitz seine Türen für die Premierenbesucher des Stückes Traum eines lächerlichen Menschen.

Du bist neu in der Stadt und möchtest am liebsten gleich dein Kulturticket ausprobieren? Oder du hast einfach mal wieder Lust darauf ein bisschen Bühnenluft zu schnuppern? Dann solltest du dem Schauspielhaus Chemnitz einen Besuch abstatten.

Am 19. September fand am Schauplatz Eisenbahn der 4. Sächsischen Landesausstellung eines der wenigen Konzerte Bodo Wartkes im Corona-Jahr 2020 statt. Mit seinem neuen Programm Wandelmut stand der Berliner Klavierkaberettist zwischen knapp 20 historischen Lokomotiven vor ausverkauften Rängen auf der Bühne.

 

Die Streicherband der städtischen Musikschule Chemnitz beging am 18.09.2020 ihr zehnjähriges Jubiläum mit einem Konzert an einer ganz besonderen Location. Zwischen zahlreichen historischen Lokomotiven wurde für das Konzert auf der Drehscheibe des Rundhauses I des Sächsischen Eisenbahnmuseums Chemnitz Hilbersdorf eine Bühne errichtet. Mit etwa 15 jungen Musikern und etlichen Solisten brachte Rock´n´Strings ein abwechslungsreiches Programm vors Publikum.