Radio UNiCC
Jetzt bei Radio UNiCC

Summary

Wenn Rap wieder persönlich wird

Am Dienstag, den 17. September, hat die Berliner Rapperin Nura im Felsenkeller zu Leipzig gespielt und wir waren für euch vor Ort um Eindrücke von ihrer gerade erst angelaufenen "Allo Leute Tour" zu sammeln.

Nura als Günther Jauch mit seinen Kandidaten. Foto: Lars Hähnlein

Nura präsentiert ihr Lit-o-meter. Foto: Lars Hähnlein

Nuras Allo Leute Tour 2019

Für all die, denen der Name Nura kein Begriff ist: kommt hinter eurem Stein hervor. Nein, mal ehrlich. Nura, früher Tänzerin bei "The toten Crackhuren im Kofferraum" und späteres Mitglied des Rapduos "SXTN" ist seit deren Trennung aus der Rapszene nicht mehr wegzudenken. Dies beweisen Features mit diversen Rapgrößen wie Bausa, Frauenarzt, Felly und den Chemnitzern Trettmann und Felix Brummer alias Carsten Chemnitz.

Nun war ebendiese Stadt nicht der Schauplatz, sondern Leipzig. Und wer noch kein Gast des Konzertgebäudes "Felsenkeller" war, der sollte dies definitiv auf einem der nächsten Konzerte von den Orsons, Bausa oder Juju nachholen, denn die Akustik dieser wunderschönen, kronleuchterbehangenen Halle sucht ihresgleichen. Unterstützt wurde dieser ideale Kontext noch durch eine für den modernen Rap ganz besondere Gegebenheit:

Die Show kam ganz ohne Playback aus!

Und das war nicht einmal das ehrlichste an dem ganzen Spektakel, denn das Thema des Abends schien Wohlfühlen zu sein, wofür die Künstlerin extra ein Bett organisierte, in dem sie sich vornahm, mit jedem Fan, der wollte, nach ihrem Auftritt in Löffelchenstellung für ein Foto zu posieren. Einen Vorgeschmack darauf gab das von ihr initiierte Gruppenkuscheln zu Anfang der Show.

Ein weiteres Highlight war ihre spontane Verwandlung zum "Wer wird Millionär"-Moderator Günther Jauch, der ein Quiz zum Thema "Welcher Fan kennt Nura am besten?" veranstaltete und kurzerhand zwei Mädchen aus dem Publikum zum Duell aufforderte. Was der Gewinn des ganzen war, mögen Besucher ihrer Folgeauftritte herausfinden. Was sie ansonsten herausfinden sollten, ist der ganz besondere Feature Auftritt, den es in Frankfurt geben wird. ;)

Wer also mal ein Rapkonzert abseits des oberflächlichen, patriarchalen Gangsterrap erleben will, ist auf Nuras "Allo Leute Tour" genau richtig.

Die Mittelalter-Metalband Feuerschwanz ist am 27. März zu Gast im Alten Schlachthof Dresden und feiert eine Metal-Party, die sich gewaschen hat. Das sollte niemand verpassen

Heaven Shall Burn sind eine der größten deutschen Metalbands und begeistern mit ihrer Musik seit mehr als 25 Jahren Fans der härteren Musik.

Wenn Liska am 5. März 2026 mit ihrer "Ich komm schon klar Tour" in Leipzig Halt macht, wird das Naumanns Tanzlokal zur Bühne für einen intensiven, persönlichen Konzertabend, an dem das Gefühl und Emotionen im Mittelpunkt stehen.

Musikalisch bewegt sich die Künstlerin zwischen modernem Pop, Indie und klassischen Songwriter-Elementen. Ihre Songs erzählen von inneren Konflikten, Beziehungen, Aufbruch und dem Mut, sich emotional zu öJnen. Klare Melodien treJen auf atmosphärische Arrangements, getragen von einer Stimme, die zugleich verletzlich und kraftvoll wirkt.

Auf der Bühne überzeugt Liska vor allem durch Präsenz und Authentizität. Gerade im intimen Setting des Naumanns entfalten ihre Songs die volle Wirkung – mal leise und nachdenklich, mal dynamisch und mit spürbarer Energie. Genau diese Mischung macht ihre Konzerte zu einem intensiven Erlebnis.

Wer dabei sein möchte, sollte sich jetzt Tickets sichern und Liska am 5. März 2026 live im Naumanns Tanzlokal Leipzig erleben.

Eine Meerjungfrau ist sie zwar nicht, aber ihr Programm trägt diesen Namen bewusst. Mit ihrer Stand-up-Comedy-Show "Mehrjungfrau" kommt Maria Clara Groppler am 27.02.2026 nach Chemnitz ins Atomino.

Haus Auensee, Leipzig, 31. Januar 2026

Es war einer dieser Abende, an denen sich die Erwartungen im Saal wie ein gespannter Bogen formten und Beyond the Black ihn zielgerichtet abschossen. Das Haus Auensee war gut gefüllt, der Einlass pünktlich, das Programm ambitioniert. Mit Supportacts, Bühnentechnik und dem Headliner summierte sich die Spielzeit an diesem Abend auf rund 3,5 Stunden. Am Ende blieb das Gefühl, einen kompletten, sorgfältig inszenierten Abend erlebt zu haben, der musikalisch wie atmosphärisch wenig Wünsche offenließ, trotz der personellen Erschütterungen, die sich hinter den Kulissen abzeichneten.

Der Vorabend: Energie und Kontraste

Der Abend begann wie angekündigt pünktlich um 19:00 Uhr. Die Vorband Seraina Telli eröffnete mit einem warmen, songorientierten Set, das Nähe zum Publikum suchte, als ein freundlicher, persönlicher Auftakt, der die Zuhörer einstimmte. Anders dann SETYØURSAILS: Metalcore mit voller Wucht, Breakdowns und körperlicher Energie. Der Übergang von Intimität zu ungezügelter Energie gelang abrupt und überzeugend. Moshpits bildeten sich, Crowdsurfing war zu sehen, das Publikum wurde wachgerüttelt, ohne aus der respektvollen Spur zu geraten. Die Fans blieben rücksichtsvoll, selbst in hitzigen Momenten.

Eine Band unter Druck

Kurz vor dem Headliner-Set legte sich eine leichte Spannung über die Halle. Drummer Kai Tschierschky war erkrankt. Was drohte, die Show zu gefährden, wurde vor Ort zu einer Demonstration kollegialer Flexibilität. Henrik Kellersohn (Drummer von SETYØURSAILS) sprang spontan ein, später übernahm Tim Breideband. Dass beide Musiker in kurzer Zeit den Takt des Abends hielten, verdient Respekt, technisch wie auch menschlich. Die Band spielte ihr Set mit der Ruhe und dem Können. Im Nachgang wurde bekannt, dass die kurzfristigen Ausfälle die Band stärker treffen würden. Nur wenige Tage später musste die Tour verschoben werden. Ursache waren die anhaltende Erkrankung von Kai sowie ein medizinischer Notfall bei Gitarrist Chris Hermsdörfer. Vor diesem Hintergrund bekommt die souveräne Leistung an jenem Abend noch mehr Gewicht.

Neues Kapitel trifft Best-of

Beyond the Black spielten rund 90 Minuten eine dichte, fokussierte Setliste, in der etwa die Hälfte der Songs aus dem neuen Album vertreten war, ergänzt durch bewährte Klassiker. Diese Mischung funktionierte. Die neuen Stücke fanden live mühelos Anschluss an die älteren Hits. Man spürte, dass das Material auf Bühnenpräsenz hin geschrieben ist. Jennifer...