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Summary

Ernst Peter Fischer: Vom Staunen in der Welt. Was Wissenschaft möglich macht - und was nicht

Unsere heutige Buchvorstellung bringt euch ein Sachbuch näher, das euch Einblicke in die Wissenschaftsgeschichte bietet und zugleich auf die künftigen Herausforderungen der Wissenschaft und der Gesellschaft aufmerksam macht.

„Vom Staunen in der Welt. Was Wissenschaft möglich macht – und was nicht“ von Ernst Peter Fischer ist in erster Linie eine Reise durch die Wissensgeschichte.

Fischer zeichnet hierin größtenteils die Entwicklung der europäischen Wissenschaft nach, die zugleich ja auch eine Kulturgeschichte und eine Geschichte der Gesellschaft ist. Zum Beispiel hat die Entwicklung von Antibiotika die Gesellschaft stärker und nachhaltiger beeinflusst, als es Caesar oder Napoleon je möglich gewesen wäre. Gemeint ist dabei vor allem natürlich das Anwendungswissen – die reine Wahrheitssuche allein bleibt hier außen vor.

Sehr viele Themen aus der Wissenschaftsgeschichte bringt Fischer zur Sprache, unter anderem die unvermeidliche Verschränkung von Kultur und Wissenschaft. Wusstet ihr zum Beispiel, dass der Begriff „Atombombe“ vom Schriftsteller H.G. Wells erfunden wurde? Auch die so genannte „Nachtseite“ der Wissenschaft lässt Fischer nicht außen vor. Praktisch jede Erfindung kann auch zum Negativen verwendet werden oder hat auch ganz ohne menschliches Zutun unvorhergesehene negative Folgen. Er fragt: „Lässt sich eindeutig definieren, was Wohl und Übel, was gut und böse ist? Kann jemand sicher sein, dass seine Handlungen ausschließlich zum Guten führen und Nebenwirkungen der dunklen Art auf jeden Fall ausbleiben?“ (S. 119)

Einen wunden Punkt spricht er an, indem er darauf hinweist, dass die Menschen heutzutage sehr viel Technik nutzen, deren Funktionsweise und wissenschaftliche Hintergründe sie selbst nicht mehr verstehen, was er als eine Art Anti-Aufklärung versteht. Die heutigen Menschen sind täglich von Technik umgeben, auf die sie sich verlassen, die sie brauchen und nutzen, die sie aber nicht im eigentlichen Wortsinne verstehen – was schnell problematisch werden kann.

Selbstverständlich kommt auch die aktuelle Pandemie zur Sprache, aber noch weitaus wichtiger ist Fischer der Klimawandel und der nicht zu vernachlässigende Einfluss des Menschen. Dass dennoch nicht alles verloren ist, zieht sich ebenso durch das Buch wie die Warnung davor, wissenschaftliche Erkenntnisse zu ignorieren: „Wissen und politischer Wille können die Welt zu einem besseren Ort machen, und einige Forscher versuchen alles, damit dies auch gelingt.“ (S. 157) Dass hierfür vor allem auch die Öffentlichkeit wichtig ist, um den nötigen Druck auf die politische Sphäre auszuüben, auch unpopuläre Entscheidungen zugunsten Aller zu treffen, versteht sich von selbst.

„Vom Staunen in der Welt“ hat meinen Blick geweitet. Ich habe viel gelernt, und trotz der großen Probleme, vor denen die Menschheit heute steht, und die wirklich dringend angegangen werden müssen, hinterlässt das Buch einen grundlegenden Optimismus.

„Die Menschen wissen genug, um zum Handeln zu schreiten.“ (S. 175) – Jetzt müssen wir es nur noch wollen – also packen wir es an!

Ernst Peter Fischer: „Vom Staunen in der Welt. Was Wissenschaft möglich macht – und was nicht“ erschien am 19. Mai 2021 bei Hirzel.

 

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„Wir schauen zum Himmel, um zu erfahren, woher wir kamen und wohin wir gehen werden. Es war zwar immer Angst mit im Spiel – aber auch Hoffnung. Daran hat sich seit Jahrtausenden nichts geändert.“ (S. 8)

„Noch vor 100 Jahren gab es Vorschläge, dass Vogelschwärme durch Telepathie kommunizierten oder dass das gleichzeitige Blinken von Leuchtkäferscharen auf das Blinken der Augen des Beobachters zurückzuführen sei.“ (S. 2)

Unsere heutige Buchbesprechung wendet sich an alle, die sich manchmal unfreiwillig in einem überbordenden Chaos wiederfinden und dringend Anleitung brauchen, wie sie diesem Chaos Herr werden können.

Die Corona-Pandemie hat viele Baustellen unserer Gesellschaft schonungslos offen gelegt, unter anderem auch im Bildungswesen. Schulschließung, Homeschooling unter Pandemiebedingungen und mit mehr oder weniger guten Voraussetzungen. „Schule weiter denken. Was wir aus der Pandemie lernen“ beschäftigt sich genau damit.

Berlin 1922: Mord, Betrug, Drogenhandel, Juwelendiebstähle, Zeugen die lügen und mittendrin Kommissar Gunther Hartman, Polizeiassistentin Rosalie Menzel und die Leser*innen.