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Summary

Werner Milstein: Einer muss doch anfangen! Das Leben der Sophie Scholl

„Einer muss doch schließlich damit anfangen. Was wir sagten und schrieben, denken ja so viele. Nur wagen sie es nicht, es auszusprechen.“

Diese Worte soll Sophie Scholl ihrem Richter Roland Freisler entgegnet haben.

Welchen Weg sie von Forchtenberg über Ulm nach München nahm,
welche große Rolle die Religion in ihrem Denken und Handeln ihr Leben lang spielte,
wer sie beeinflusste,
und wie sie zu einem prägenden Mitglied der Weißen Rose wurde
– all das fasst Werner Milstein in 200 Seiten zusammen.

„Einer muss doch anfangen! Das Leben der Sophie Scholl“ richtet sich vor allem an Jugendliche und junge Erwachsene,
kommt also ohne großen akademischen Biografienduktus aus,
sondern hält seine Kapitel kurz und nahe an den Menschen.

Einziger Kritikpunkt: Ein etwas gewissenhafteres grammatisches Lektorat hätte dem Buch ein paar Schnitzer ersparen können.
Dennoch: Eine wichtige Biografie, nicht nur, aber auch in unserer aktuellen, unruhigen Zeit
– ein Plädoyer dafür, wachsam zu sein, Verantwortung zu übernehmen, schlimme Dinge nicht einfach geschehen zu lassen.

Am 9. Mai wäre Sophie Scholl 100 Jahre alt geworden.

Werner Milsteins „Einer muss doch anfangen! Das Leben der Sophie Scholl“ erschien am 22. März 2021 im Gütersloher Verlagshaus.

Audiobeitrag

Unsere heutige Buchvorstellung bringt euch ein Sachbuch näher, das euch Einblicke in die Wissenschaftsgeschichte bietet und zugleich auf die künftigen Herausforderungen der Wissenschaft und der Gesellschaft aufmerksam macht.

„Wir schauen zum Himmel, um zu erfahren, woher wir kamen und wohin wir gehen werden. Es war zwar immer Angst mit im Spiel – aber auch Hoffnung. Daran hat sich seit Jahrtausenden nichts geändert.“ (S. 8)

„Noch vor 100 Jahren gab es Vorschläge, dass Vogelschwärme durch Telepathie kommunizierten oder dass das gleichzeitige Blinken von Leuchtkäferscharen auf das Blinken der Augen des Beobachters zurückzuführen sei.“ (S. 2)

Unsere heutige Buchbesprechung wendet sich an alle, die sich manchmal unfreiwillig in einem überbordenden Chaos wiederfinden und dringend Anleitung brauchen, wie sie diesem Chaos Herr werden können.

Die Corona-Pandemie hat viele Baustellen unserer Gesellschaft schonungslos offen gelegt, unter anderem auch im Bildungswesen. Schulschließung, Homeschooling unter Pandemiebedingungen und mit mehr oder weniger guten Voraussetzungen. „Schule weiter denken. Was wir aus der Pandemie lernen“ beschäftigt sich genau damit.