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Albumreview: Enemy Inside - Seven (VÖ: 27.08.2021) 8/10

Enemy Inside haben endlich ihr zweites Album „Seven“ am 27. August veröffentlicht. Nachdem in den letzten Wochen und Monaten schon fünf Krachersingles einen Vorgeschmack gaben, sehen wir uns heute das Album im Ganzen an.

Enemy Inside - Seven (2021)

2019 haben sie mit ihrem Debüt Phoenix die Latte bereits sehr hochgelegt. Die Band aus Aschaffenburg schaffte es mit ihrer ersten Platte bereits sich Gehör in der "dunklen Szene" zu verschaffen. Immerhin gewannen sie den M'era Luna Newcomerwettbewerb und dürfen zum nächsten Festival die Mainstage eröffnen. Aber jetzt zum neuen Album...

Auf Seven befinden sich elf brandneue Tracks im gewohnten Dark Rock Stil. Den Start macht die erste Singleauskopplung Crystallize - eingängige Melodie, perfekt zum Mitsingen. Es geht darum, jemanden, der metaphorisch wie zu Eis erstarrt ist, wieder zurück ins Leben zu holen. Vielleicht ein Bezug zur aktuellen Coronapandemie? Hier lohnt es sich, das Video auszuchecken

Alien ist eine ebenso starke Single über Menschen, die von der gesellschaftlichen Norm abweichen und oftmals als Aliens gesehen werden. Es geht darum, aus den Nachteilen und Hürden Kraft zu schöpfen. Das Video zur Single ist ziemlich cool, da viele Gäste dabei waren und im UV-Licht gedreht wurde.

Release Me sticht durch den auffälligen Refrain hervor. Hier will sich jemand aus einer Beziehung befreien, in der er sich eingeengt und nicht gut genug fühlt. Soweit ich weiß, ist es der Lieblingssong der Sängerin Nastassja. Sie hat es in einem Interview verlauten lassen. Ich mag den Song, aber andere gefallen mir noch besser.

Break Through ist die erste Ballade auf der Platte. Die Stimme der Sängerin kommt hier besonders gut zum Ausdruck. Es klingt gebrechlich und der Song reiht sich gut ein.

In My Blood ist die neuste Singleauskopplung, die erst zwei Tage vor Albumrelease herauskam. Ich brauchte einen Moment, bis ich die gewaltige Wirkung des Songs begriff und ihn... liebte. Das Video und der Text halten der westlichen Gesellschaft den Spiegel vors Gesicht. Nichts ist genug, wir kümmern uns alle um unsere eigenen Belange und tun so, als ob uns andere interessieren würden.

Bulletproof schien in der Fangemeinde bereits richtig gut anzukommen. Ich finde das Lied sehr eingängig und mag es immer mehr. Es geht um jemanden, der hintergangen wurde und Enemy Inside singen: „Come shoot me down, go and open up the fire, I’m bulletproof.“

Seven ist der siebte Track des Albums, wie sollte es auch anders sein und damit auch der Titeltrack zur Platte. Die Sieben wird oft als Unglückszahl angesehen und scheinbar zeigt sie in dem kraftvollen Liebeslied, wie toxisch die besungene Beziehung doch eigentlich war. Es geht um Lügen und Schmerz.

Black Butterfly ist mein absoluter Lieblingssong vom Album, eine Powerballade. Ich habe mich schon beim Musikvideo total in ihn verliebt. Inhaltlich verstehe ich den Song so, das es um jemanden geht, der in seiner Blase feststeckt und ausbrechen sollte, damit er sieht, was die Welt bereithält, auch wenn es von der Norm abweicht. Die Sängerin selbst scheint bereits ausgestoßen oder ausgebrochen zu sein und die Person dahingehend anzuleiten, auch endlich auszubrechen, weil sie sonst zu Grunde ginge. Ich mag den Song und er spiegelt mein Gefühl, was ich von der dunklen Szene habe, so gut wider irgendwie. Jeder, der irgendwie anders ist, wird erstmal von der Gesellschaft schief beäugt, aber manchmal ist es besser seinen eigenen Weg zu gehen, als den Pfad entlang zu trampeln, den so viele vorher schon gegangen sind. Mein Tipp: Schaut euch unbedingt dieses Video an!

Black and Gold finde ist nicht ganz so stark, was aber eher daran liegt, dass ich den Inhalt ohne Lyrics nicht so gut herausgehört habe. Auf jeden Fall findet die Band hier wieder zu ihren Wurzeln, da Schwarz und Gold das Maintheme des Debütalbums waren. Klanglich ist der Song in Ordnung, aber catcht mich weniger, als andere nach dem ersten Hören.

Dynamite beginnt schon mit etwas mehr Tempo. Hier wird das Gitarrenriff mit dem düsteren Keyboard vermischt. Der Song hat irgendwie eine coole Melodie und verleiht Kraft. Es geht darum, dass die Welt einen immer perfekt sehen will, aber jeder Mensch so viel mehr als der äußere Schein ist. Ich mag den Song wirklich sehr gern.

Crush rundet das Album nochmal richtig gut ab. Er ist sehr eingängig und es geht darum, nicht zu viel in eine Schwärmerei hinein zu interpretieren. Jeder kennt die Situation, wenn ein Part in die Vollen geht, obwohl es zu zeitig ist. Manchmal kehrt sich das Gefühl sogar ganz um und man findet die Person gar nicht mehr interessant. Der Song drückt aus, den Speed und die Wichtigkeit herauszunehmen und einfach zu sehen, was passiert. Ungezwungen.

Fazit:

Ich finde, das Album knüpft super an den Vorgänger an und Enemy Inside bleiben ihrer hohen Qualität treu. Die Musikvideos und das Grafische des Albumdesigns überzeugen zusätzlich. Man merkt, wie viel Mühe und Herzblut in der Produktion steckt. Das Album ist auf jeden Fall etwas für Menschen, die Gothic und Metal gemischt mögen, würde ich behaupten. Ich denke, Enemy Inside haben mehr Aufmerksamkeit verdient, bin mir aber sicher, dass das nach Corona kommen wird. Wer so toll abliefert, der erntet auch goldene Äpfel. ;) Vom Gefühl her würde ich dem Album eine 8/10 geben. Macht weiter so Jungs und Mädels!

Enemy Inside im Interview

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