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Albumreview: Rise Against - Nowhere Generation (VÖ:04.06.2021) - 6/10

Rise Against haben am 4. Juni ihr schon neuntes Studioalbum "Nowhere Generation" auf den Markt gebracht und wir haben eine Rezension für euch:

Rise Against: Nowhere Generation

Copyright: Jason Siegel

Copyright: Jason Siegel

Vor fast 20 Jahren erschien die erste Platte der Punkrocker aus Chicago "The Unraveling". Zu diesem Zeitpunkt wusste wohl kaum einer, welch steile Karierre Rise Against international hinlegen würden. Ihren großen Durchbruch verdankten sie den brachialen Scheiben "Appeal To Reason" (2008) und "Endgame" (2011). Danach verkauften sich die Tonträger zwar noch immer, aber die Fangemeinde trauerte den älteren und härteren Alben nach. Vor vier Jahren erschien das letzte Album "Wolves", welches Platz 5 der deutschen Albumcharts erklamm.

Nun haben Tim McIlrath, Sänger und Texter, und seine drei Bandkollegen Zack, Joe und Brandon neue Geschichten zu erzählen. Auf "Nowhere Generation" geht es um den American Dream und wie die Vorstellung dessen mit der Realität kollidiert. „Heute gibt es das Versprechen des American Dreams, und dann gibt es die Realität des American Dreams. Amerikas 'historische Norm', dass es der nächsten Generation besser gehen wird als der vorherigen, wurde durch eine Ära massiver sozialer, wirtschaftlicher und politischer Instabilitäten und dem Ausverkauf der Mittelklasse geschmälert. Der Hauptpreis, der durch harte Arbeit und Engagement versprochen wurde, existiert nicht mehr für alle. Wenn die Privilegierten die Erfolgsleiter erklimmen und diese dann von oben verbrennen, wird das Zersprengen zur einzigen Antwort“, erklärt Tim.

Rise Against waren schon immer eine politische Band und sie sehen ihre Aufgabe darin auf Missstände in der Gesellschaft hinzudeuten und vielleicht Veränderung zu erzielen. Um ehrlich zu sein war ich etwas überrascht, dass sie zur Präsidentschaftswahl in den USA relativ still waren und auch zur Pandemie nicht wirklich etwas gemacht haben. Die Krise zeigte immerhin sehr viele Missstände in der Welt auf.

Zu den Songs:

1. The Numbers:
"They have the power, we have the numbers, it’s all just a constant illusion of control."

Ich finde den Song genial als Opener und höre ihn schon die nächste Tour einleiten.Es geht darum, sich zu erinnern, dass wir den Menschen, denen wir die Macht in unserer Gesellschaft gegeben haben, dass wir sie ihnen auch wieder nehmen können, wenn sie sich daneben benehmen.

2. Sudden Urge
“That’s when I close my eyes and a sudden urge to watch this whole town burn.”

Ich finde ihn okay, aber so richtig bleibt er nicht im Gedächtnis. Es dudelt schön hin und her.

3. Nowhere Generation
"We are the Nowhere Generation...we are the kids that no want wants...we are a credible threat...to the rules you set...a cause to be alarmed...”

Die zweite Single zum Album zeigt sich eingängig und sticht heraus. Auch wenn ich nur so 50 Prozent Fan davon bin. Sie ist mir noch zu lieb, ich hätte es mir etwas brutaler gewünscht und nicht so weinerlich gesungen.

4. Talking To Ourselves
"I never really wanted to disturb the peace, but it feels like no one is listening. Are we just talking to ourselves?"

Das ist auf jeden Fall mein Anspieltipp. Ich mag den Song sehr gern. Es geht um das Gefühl, wenn man versucht etwas zu sagen und das Gefühl nicht los wird, dass einem keiner zuhört. Man redet lauter und lauter bis man schreit. Gerade im Kontext der Klimakrise ist der Song sehr stark.

5. Broken Dreams, Inc.
"No longer asking, we are taking...Tomorrow will be what we make of it..."

Ich finde den Song okay, aber so richtig holt mich die Melodie nicht ab.

6. Forfeit
"I'll meet you in the shadows that come at night...I'll listen to your cries through the door...If you won't let me in, I'll just wait outside...Until you're ready I will just be ignored."

Die Ballade „Forfeit“ ist sehr rührend, da es um eine Person geht, die sich in der Welt verloren fühlt und sich in ihrem Zimmer verbarrikadiert. Der Song ist das Angebot trotzdem für diese Person da zu sein, egal, ob sie will oder nicht. Notfalls wartet man Tage vor der Tür. Ich denke dieses Lied wurde von Tims Töchtern inspiriert. 

7. Monarch
"Gone are the days I was helpless and afraid...Gone are the walls that kept me in...I'm not the person you remember from before...Do you remember?"

Das ist einer der härteren Songs und thematisiert die Situation, wenn man aus dem Schatten einer Person hervortritt, von der man bevormundet wurde und sich nichts mehr gefallen lässt. Ich mag ihn gern.

8. Sounds Like
"...All the things we don't say might mean something somewhere to someone..."

Viele Menschen sitzen da und warten auf Besserung, ohne dabei zu wissen, worauf sie wirklich warten. Darum geht es im Lied. Ich finde es ganz nett, aber kein Kracher.

9. Sooner Or Later
"Our shadows killed the flowers...our footsteps spoiled the land...It seems we're always in the way...No matter where we choose to stand."

Definitiv ein Anspieltipp! Das Lied sticht vor allem durch die schönen Lyrics hervor. Viele Weisheiten verbergen sich hinter ihnen. Das Lied beschäftigt sich mit der Tatsache , dass der Mensch die Welt ausbeutet und irgendwann die Konsequenzen ernten wird. Und endlich growlt Tim in der letzten Bridge ein bisschen. Wurde auch mal wieder Zeit :)

10. Middle Of A Dream
"Where were you when I woke up...To a world without your voice...To sing me back to sleep..."

Hier geht es um Verlust. Den Song mag ich wegen der Lyrics und dem Refrain. Aber so richtig sticht er nicht hervor.

11. Rules To Play
"So many lies and disguises I can’t tell what’s fake...But I can tell by the same sad look on your face...You and me...We are the same."

Hier geht es um die Situation, wenn man jemanden trifft, der die gleichen Gedanken über die Welt hat und man spürt, wie selten so eine Begegnung eigentlich ist. Das Lied gehört auch zu meinen Favoriten. Wieder toller Text.

Fazit:

Ein solides Album mit guten Themen. Ich bewundere Tim McIlrath immer wieder für die Lyrics, die er schreibt. Ich bin mir zum Schluss nicht sicher, ob ich die Scheibe besser finde als den Vorgänger oder ob sich das Album mit "The Black Market" und "Wolves" einreiht. Eines ist Fakt, brachial, wie es sich so viele Fans gewünscht haben, wurde es nicht und Rise Against bleiben ihrem Stil treu. Das finde ich ein bisschen schade. Insgesamt gibt es einige echt coole Songs wie "Sooner or Later", "Talking To Ourselves", "Forfeit" und "Rules To Play", aber irgendwie bleibt auch nur schwer was davon im Gedächtnis. Ich gebe dem Ganzen deshalb 6/10 Punkten.

Video 1

Video 2

 

 

 

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