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Summary

Alle wach beim Tourauftakt – Das Lumpenpack in Leipzig

Der an diesem Abend ausverkaufte Leipziger Felsenkeller

Vorband Kapa Tult

Kapa Tult auf der bunt beleuchteten Felsenkeller-Bühne

Jonas Frömming (links) betritt die Bühne

Jonas Frömming moderiert den Abend

Lumpenpack-Gitarrist Max Kennel

Genie im Verborgenen: Gitarrist, Keyboarder & Backup-Vocalist Jason Bartsch

Posenmeisterschaft: Titelverteidiger Jonas trumpft auf

Da oben ist blaues Licht: Bassistin Lola Schrode

Jonas rot-weiß

Besser als Tourbus: Max Kennel mit dem Stage Drive

Das Lumpenpack im Leipziger Felsenkeller

Die Kann Es Sein, Dass…-Tour 2023 zu Ehren des neuen Albums Wach startete Das Lumpenpack am 13.10. dort, wo vor fast genau einem Jahr schon die Hütte abgerissen wurde: Im Leipziger Felsenkeller. Doch der Reihe nach: Angekündigt von Lumpenpack-Gitarrist Max stürmte zunächst die Leipziger Band Kapa Tult die Bühne und machte mit synthiegestütztem Indie Rock vor allem eins: ordentlich Spaß. Größtenteils spielten die Newcomer Tracks vom neuen, ersten und bisher einzigen Album Es Schmeckt Nicht – Radio UNiCC-Hörende werden Straßenbahn und Leck Mich wiedererkannt haben. Wer auf den Geschmack gekommen ist, sollte sich einmal in den Daten der Tour zur neuen Platte ab Mitte November umsehen. An dieser Stelle ein Tipp für Personen in und um Chemnitz: Am 26.10. wird Kapa Tult als Support spielen, wenn Von Wegen Lisbeth im AJZ auftreten. Der Auftritt im Felsenkeller war in jedem Fall gute Werbung für die 2018 gegründete Gruppe.

Gegen 21 Uhr betraten Max, Jonas und Band die Bühne vor einem Publikum, das sich bis dahin zu Kraftklub, Queen, Madsen, Die Ärzte und vielen weiteren Klassikern der stimmungsvollen Preshow-Playlist warmgesungen hatte. Entsprechend unmittelbar begann die Party, die schon nach wenigen Songs in einem Audiokabel ihr erstes Opfer forderte und allen im feuchtwarmen Saal eine kurze Verschnaufpause bescherte. Im Anschluss konnte der wohl rockigste Einsatz eines Tambourins zu Klar bewundert, im zu Unverträglichkeiten eröffneten probiotischen Circle Pit getanzt und mit dem Rest des Felsenkellers aus voller Kehle zu Pädagogen gesungen werden. Die Setlist, von welcher Gitarrist/Keyboarder Jason schließlich herzerwärmend ein Exemplar an eine der jüngsten Besucherinnen im Saal verschenkte, bestand dabei hauptsächlich aus dem Besten vom neuen Album Wach und Klassikern, die auch diesen gelungenen Lumpenpack-Abend in Leipzig gegen 22:45 Uhr zu Ende gehen ließen.

Vereinzelt sind hier noch Tickets für die bis Anfang November laufende Tour erhältlich. Merkt euch auch schon den 01.03.2024 vor – dann spielen Das Lumpenpack im Chemnitzer AJZ.

Schon in wenigen Tagen kommt eine Legende des US-amerikanischen Hip-Hops für lediglich zwei Termine nach Deutschland. Die Rede ist von niemand Geringerem als: Immortal Technique.

Der aufstrebende Indiekünstler aus Meißen und seine Band besuchen bei der Geschichten aus gebrochenem Glas Tour Anfang 2027 die Städte Frankfurt, Bonn, Berlin, Magdeburg, Hannover, Hamburg, Leipzig und Dresden. Der Kaktuseis-Connoisseur hat dabei alles selbst geplant und begibt sich für seine Fans in ein finanzielles Risiko. Trotz seiner Mangelnden Kenntnis in Bezug auf Steuern und Finanzen wird es auch für materiell wenig betuchte Musikenthusiasten Soli-Tickets ab 16,1€ geben. Für alle, die noch nie auf einem Rosenrausch Konzert waren ist das jetzt die Gelegenheit, denn auch die regulären Tickets sind im Vergleich zu großen Konzerten für einen schmalen Taler erwerbbar.

Website von Rosenrausch

Volt[age] ist zurück! Nach dem großen Erfolg der Weltpremiere im letzten Jahr und den mittlerweile zwei internationalen Preisen, kehrt die Fortsetzung des immersiven Balletts im September und Oktober dieses Jahres zurück auf die Bühne des Leipziger Kunstkraftwerkes.

Das Stück vereint Tanz, Sound und visuelle Projektionen zu einem einzigartigen, immersiven Erlebnis. Sechs Tänzer erzählen in insgesamt fünf Akten eine emotional aufgeladene Geschichte von der wechselseitigen Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Dabei wird die Bühne selbst zur Schnittstelle zwischen beiden Welten.

Dank Motion-Tracking reagieren die visuellen Projektionen in Echtzeit auf die Bewegungen der Tänzer. Dies spiegelt die in der Geschichte dargestellte Abhängigkeit zwischen Mensch und Technik besonders eindrucksvoll wider.

Die Choreografie von Mirko Mahr, Sara Brandao und Lolita Valao interpretiert die klassische Tanzart des Balletts neu und wird von Tänzern der Musikalischen Komödie Leipzig zum Leben erweckt.

Begleitet wird die Inszenierung von einem eindrucksvollen Sounddesign aus elektronischen Technosounds und orchestralen Elementen, welches genau wie die Visuals vom französischen Digitalkünstler und Artistic Director Nicolas Landrieux stammt.

Wer sich diese beeindruckende Inszenierung nicht entgehen lassen möchte und Lust hat, hautnah in das Wechselspiel aus Mensch und Technik einzutauchen, findet auf der Website des Kunstkraftwerkes noch letzte Tickets.

 

Das Kollektiv Ulepuschkinrose aus Halle Nord spielen am 13.11. Als Teil ihrer Demotour in der Location im Wirkbau. Die Rapper, Musiker und Produzenten Partizan, Cyndholz und Hermann Eff (aka Ganove f) vereinen in ihrer Musik atzigen Studentenrap mit ironischen Texten und antikapitalistischen Messages. Ein wiederkehrendes Element in ihren Texten ist auch ihr Verhältnis zu Halle und der Nachbarstadt Leipzig. Bereits seit 2018 erscheinen ihre EPs. Über die Zeit konnten sie sich eine Fanbase von 969 Tidalfans aufbauen. Wer Spaß an subtilen Anspielungen und Hooks zum mitsingen hat, für den ist das Konzert des Trios definitiv sehenswert.

Das Kosmos Wochenende neigt sich dem Ende. Nach der Eröffnung am Freitag in der Stadthalle startete der Samstag auf dem Gelände zwischen Limbacher- und Theaterstraße mit vielen Panels, Talks und Infoständen, Sportangeboten und vielen weiteren kleineren Aktionen. Gerade die verwinkelten Straßen und Höfe rund um die Markthalle sorgten dafür, dass man auch wenn man keine konkrete Veranstaltung ansteuerte an jeder Ecke etwas spannendes entdecken konnte.

Ab 12 Uhr fanden in der Schule am Hartmannplatz die Debatten mit Arne Semsrott und danach mit Luisa Neubauer statt. Letztere war so stark besucht, dass viele Leute keinen Ort mehr finden konnten, an dem der Talk zu sehen oder auch nur ohne Einschränkungen zu hören war.

Ebenfalls um diese Zeit begannen verteilt auf zahlreiche Bühnen die vielen Konzerte auf denen auch etliche Artists aus dem Radio UNiCC Programm vertreten waren. Für uns ging es los mit Power Plush auf der Trailer Stage. Es folgte Yola, welche erst kurz vor dem Event noch dem Line-up hinzugefügt wurde, auf der Bühne im ehemaligen Puppentheater. Ihren Auftritt performte sie dabei nicht alleine. Dani Lia unterstütze sie bei ein Paar ihrer gemeinsamen Lieder. Im Anschluss daran fand ihr eigenes Konzert auf der Trailer Bühne statt, bei dem wiederum Yola für ein paar Lieder vorbei schaute.

Auf der Hauptbühne begann dann ab 19 Uhr die ganz große Show mit ok.danke.tschüss, danach Alexander Marcus und zum Abschluss der geheime Headliner 01099. Schaut euch gerne die Impressionen oben in der Slideshow an :)

Abschließend lässt sich sagen, dass das Kosmos dieses Jahr ein voller Erfolg war. Es konnte sehr gut die Lücke nach dem Kulturhauptstadtkosmos trotz geringeren Budgets füllen und sich vielfältig neu erfinden. Wie jedes Jahr bleibt abschließend nur die Hoffnung, dass das Festival für Demokratie und Vielfalt auch 2027 wieder stattfinden wird.