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"Heute bin ich sprachlos" - Mono Inc. rocken in Dresden

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Mono Inc. - Welcome To Hell Tour 2018

Konzertbericht Mono Inc. - Alter Schlachthof Dresden, 20.10.2018

Nachdem wir im Sommer Mono Inc.-Sänger Martin Engler zum Interview auf der Festung Königstein treffen durften und er uns damals erzählte, wie sehr er sich auf die Herbsttour und vor allem auf die erste eigene Headlinershow im Alten Schlacht freue, wussten wir, da müssen wir wieder hin.

Und so trafen sich allerlei dunkle Gestalten zur Welcome to Hell Tour in Dresden. Als Vorband stellten sich die Dark Rocker von Hell Boulevard vor. Die internationale Band aus Italien, Deutschland und der Schweiz performte Songs aus ihren letzten zwei Alben. Obwohl sich das Quartett sichtlich bemühte, wollte der Funke zum Publikum nicht so ganz überspringen. Die Menge war einfach noch ein wenig müde, wie sich herausstellen sollte.

Als dann endlich gegen 21 Uhr das stimmungsvolle Intro des letzten Albums begann und Gänsehaut verlieh, wurden Mono Inc. mit einem gebührendem Knall auf der Bühne begrüßt. Die Bühne hatte diesmal einen Steg, der bis ins Publikum führte, was die Interaktion mit den Fans bereicherte. Mit Welcome To Hell wurde das Set eröffnet, gefolgt von Funeral Song und Arabia. Die Leute tobten und tanzen. Auch eine grandiose Lichtshow und Spezialeffekte aus Pyrotechnik, machte es nie langweilig, der Band beim Musizieren zuzusehen. Zu Beginn trugen Gitarrist und Bassist je eine Pestmaske, die bereits auf dem Albumcover zu sehen war.

Martin Engler hielt zu Beginn von When The Raven Dies Tonight eine sehr emotionale Rede. „Ein weiser Mann hat mal gesagt, das Leben ist voller Kummer und Leid und es ist zu kurz. Das lässt den Schluss zu, dass wir jeden Tag genießen müssen. Und eigentlich wissen wir das. Also genießen wir jede Minute und jede Sekunde. Aber irgendwie ist dies nicht genug. Dieser Moment, eigentlich bist du von Leuten umgehen, aber eigentlich fühlst du dich allein. Dieser Moment, wo du dich fragst, ist da irgendjemand, der mich versteht und der mich hört. Auch ich... und Dank euch habe ich ein sehr privilegiertes Leben, aber auch ich habe diese dunklen Stunden. Sonst könnte man wahrscheinlich solche Lieder nicht schreiben. Der nächste Song ist aus einem solcher Momente. Hier ist When The Raven Dies Tonight.“

Nach einem Drumbattle erhob sich Drummerin Katha Mia und nahm das Mirko zur Hand. Sie ist dafür bekannt, dass sie die weiblichen Gesangsparts auf den Mono Inc.- Alben singt und diesmal stellte sie ihre Stimme im Duett mit Martin beim Song Risk It All unter Beweis. Davor erzählten sie die Botschaft des Liedes.

Es ist jetzt 18 Jahre her, da haben wir in einem Hamburger Kellerstudio unsere ersten Demos aufgenommen. Songs wie Temple of the Torn. Wir fanden das echt gut. Wir haben CD's gebrannt und voller Hoffnung und Enthusiasmus und haben sie an alle Labels und Plattenfirmen geschickt, die wir kannten oder in den Gelben Seiten finden konnten. Und es dauerte nur wenige Wochen, da kamen die Antwortschreiben – eins wie das andere. Eins ist mir besonders in Erinnerung geblieben, da hat damals der Präsident von Sony Music sich die Mühe gemacht, eine Antwort zu schreiben und er schrieb – Vielen Dank für das Demo, Songs zu schlecht, Band zu alt, nicht marktgerecht – das hat gesessen. Also haben wir alles, was wir zu Geld machen konnten damals zu Geld gemacht und unsere Platte einfach selber aufgenommen. Vom letzten Geld. Manu hat seinen Bausparvertrag aufgelöst und haben uns einen alten Sprinter gekauft. Sind von Nord nach Süd, von West nach Ost gefahren und haben in jeder Telefonzelle gespielt. Das vor ungefähr 18 Jahren und jetzt stellt euch mal vor, es kommt dieser Tag im Juli 2018 und Welcome To Hell, ein Mono Inc Album geht von Null auf Zwei in die Charts. F*ck You Sony. Hier ist Risk It All“, so Martin Engler.

An diesem Abend konnte man im Gesicht von Martin Engler lesen, wie überwältigt er von diesem Abend war und wie viel Liebe er versuchte den Fans zurück zu geben. Sehr herzlich lief er am Ende des Sets noch einmal im Graben und schüttelte die Hände der Fans aus den ersten Reihen.

Zwei Zugabeslots mit vier Liedern folgten. Als das Publikum unaufhörlich „We are the children of the dark“ wiederholten, verbeugten sich die Musiker. „Ihr habt mich selten sprachlos gesehen, aber heute bin ich es“, so der Frontman. Da er erklärte, eine unerklärliche besondere Beziehung zu Dresden zu haben, zog er eine Dresden-Fahne hervor und die Fans feierten. Es war ein unvergesslicher, schöner Abend. Weiter so Mono Inc.

Setlist:

Welcome to Hell
Funeral Song
Arabia
A Vagabond's Life
Symphony of Pain
Gothic Queen
Heile, Heile Segen
When The Raven Dies Tonight
The Banks Of Eden
Revenge
Risk it All (feat. Katha Mia)
Get Some Sleep
After The War

Zugabe 1:
Kein Weg zu weit
Voices of Doom

Zugabe 2:
In My Heart
Children Of The Dark

Am 25. Juni kommt die Alternative-Rockband Boston Manor aus Blackpool in die Reithalle nach Dresden (Tickets Hier). Die Gruppe um Sänger Henry Cox befindet sich gerade in den Arbeiten an ihrem fünften Album „SUNDIVER“ welches am 6. September erscheinen soll und legt im Zuge der Festivalsaison einen Konzertstopp in der sächsischen Landeshauptstadt ein. Von diesem Album sind bereits drei Tracks veröffentlicht worden, welche definitiv Lust auf das Konzert und die bald erscheinende Platte. Der Musikstil der Band zeichnet sich vor allem dadurch, dass die Gruppe sich nicht an genretypischen Stilmitteln festhalten und sich irgendwo zwischen Rock, Punk und Metal bewegen und sich auch gar nicht auf eines dieser Genres beschränken lassen möchten. Oder wie es Sänger Henry Cox in einem Interview 2022 mit dem New Noise Magazine beschrieben hat: „In terms of chasing a ‘sound,’ I’ve started thinking that can be a bit of a pointless exercise.[…] In reality, art is messy and imperfect, which is what makes it amazing.“ Der Erfolg des vorletzten Albums „GLUE“ welches Platz eins der UK Rock & Metal Album Charts sorgte für eine breite Bekanntheit der Band innerhalb der Musikszene, welches sich in Form von Auftritten auf namenhaften Festivals wie Rock am Ring 2022 und auf dem Hurricane bzw. Southside oder dem Full Force Festival dieses Jahr. Die Vorfreude auf das Konzert ist bei uns also groß und wir freuen uns auf einen energiegeladenen Abend mit Boston Manor in Dresden.

youtubevideo

Liebe Musikbegeisterte und Festival-Fans,

Es ist wieder so weit: Das allseits beliebte Fuego a la Isla lädt auf die Schlossteichinsel ein und verspricht ein feuriges Wochenende voller Musik, Spaß und guter Vibes! Am 31. Mai und 01. Juni verwandelt sich die Chemnitzer Insel in einen Ort der Sehnsucht, an dem die Zeit stillsteht und die Grenzen des Alltags überwunden werden.

Schon seit über 15 Jahren finden sich zu diesem Anlass Anhänger der Kreativität, der guten Musik und der vielfältigen Kulturen zusammen. Denn Fuego a la Isla verbindet. Musik in Form von DJ Area’s und Life Acts, vereinen die Besucher und schaffen eine Atmosphäre des Wohlfühlens. Auch der DIY-Spirit steht im Vordergrund. Vielfältige Ereignisse von kostenlosen Workshops, einem Kids Space bis hin zu einer einzigartigen Feuershow werden die Besucher auch dieses Jahr wieder begeistern.

Freut euch auf spannende Künstler wie Berq, Apsilon und TRÄNEN! Lasst den Abend auf einer der elektrisierenden Aftershow Partys ausklingen. Unentschlossene sollten nicht zu lange zögern.

Es lohnt sich auf jeden Fall und jeder Gast kommt auf seine Kosten!

Tickets für das Festival könnt ihr hier erwerben.

Ska-Punk ist tot. So schien es jedenfalls 2011, als Let’s Face It der Mighty Mighty Bosstones schon langsam in den Regalen verstaubte und auch Less Than Jakes Anthem seinem zehnten Jubiläum entgegenblickte. Während die Charts von Bruno Mars, Pitbull, Adele & Co. gestürmt wurden, bahnte sich an der US-Westküste, noch bevor von der Pop Punk-Revival-Welle die Rede war, das Minirevival des Ska-Punk an. Dort traf die Singer-Songwriterin Aimee Allen auf die drei Brüder der Musikfamilie Bivona. Alle waren bis dato eher weniger als mehr erfolgreich mit ihrer Musik gewesen, als der vielzitierte Funke übersprang und The Interrupters gegründet wurden.

13 Jahre später betouren Aimee Interrupter, ihr Ehemann Kevin Bivona und die Zwillinge Jesse und Justin Bivona zusammen auf der ganzen Welt ihr bereits viertes Studioalbum. Das 2022 releaste In The Wild steht dabei inhaltlich wie musikalisch für das, was die kalifornische Band ausmacht: In den Songtexten geht es genretypisch um das Anecken, das Nicht-dazugehören oder Aufruhr gegen herrschende Strukturen, aber daneben unter anderem auch um mentale Gesundheit und damit um ein Thema, was bisher im Ska-Punk nur sporadisch Platz fand. Alles in allem sind das relativ schwerwiegende Themen, die auf die im Allgemeinen sehr lebensbejahenden musikalischen Elemente des Interrupters-Sounds treffen. Der ist getrieben von klassischen Offbeat-Gitarren, virtuosen Bassläufen und Aimees tiefer, markant-kratziger Stimme. Dabei bewegen sich The Interrupters frei zwischen Ska und Pop-Punk und vermischen dementsprechend Merkmale dieses Genrefelds in ihren Songs. Das Ergebnis ist verdammt energiegeladen, dass es stellenweise animalisch anmutet.

Die große Stärke der Band liegt darin, diese Energie so auf die Bühne zu bringen, wie man es selbst von den Größen der vergangenen Ska-Punk-Welle nicht unbedingt gewohnt war. Es ist nicht nur die musikalisch-handwerkliche Perfektion des Quartetts: Wer einmal selbst auf einem The Interrupters-Konzert war, kennt diese Magie, die ab Showsekunde 1 von der Band in Form von Ekstase auf das Publikum übertragen wird. Dort verbindet sie Fans von Operation Ivy oder Rancid mit denen von Green Day oder Simple Plan und gibt dabei vor allem Anhängenden letztgenannter Bands einen erfrischenden Ausflug in die Welt der noch sehr publikumsnahen Bands. Spontan Songwünsche zu erfragen ist da nur eine der vielen Aktionen, die sich Bands ohne perfekt durchgeplante Show wie The Interrupters noch problemlos leisten können. ...

Am 24.03. legten die „Backstreet Boys of the metal scene“, Blind Channel, ihren vierten Tour-Stop in der Messestadt im Rahmen ihrer Europatour ein.

Am 09.03. fand im Chemnitzer Atomino das letzte Konzert der „Haare eines Hundes“-Tour des Duos TRÄNEN, bestehend aus Sängerin Gwen Dolyn und Kraftklub-Gitarrist Steffen Israel, statt. Die gesamte Tour war ausverkauft und sollte in Chemnitz mit einer Aftershow-Party ihren krönenden Abschluss finden.

Doch der Reihe nach. Den Auftakt an diesem Konzertabend gab deafdawg, welcher die TRÄNEN schon zuvor in Dresden und bei zwei Berlin-Shows begleiten durfte. Der Sänger, welcher sonst mit seiner Band drens unterwegs ist, sorgte mit seinem energetischen Auftritt trotz fehlender Textkenntnis des Publikums für eine gute Stimmung. Das Solo-Projekt des Künstlers ist noch recht neu, weswegen es noch keine veröffentlichten Songs gibt, wir können allerdings nach diesem Abend festhalten, dass es sich für alle Indie-Fans auf jeden Fall lohnt deafdawg im Auge zu behalten.

Nach seinem Auftritt welcher mit einer Wall of Love, dem TRÄNEN-Äquivalent der Wall of Death, endete und einer Umbaupause hatte das Warten für das Publikum des ausverkauften Atominos endlich ein Ende und die TRÄNEN kamen auf die Bühne. Die Band starteten direkt mit einem der Hits des Albums mit „Mitten ins Gesicht“ und versetzten die Menge sofort in Ekstase. Während des darauffolgenden Songs „Alte Wunden“ durfte das Chemnitzer Publikum seine Jaul-Künste unter Beweis stellen und das Werwolf-Maskottchen Irmgard Stagedivete durch die Menge. Es folgten einige Cover darunter Hits wie „Hungriges Herz“ von Mia, „Denkmal“ von Wir sind Helden oder „Teenage Dirtbag“ von Wheatus, welche alle den Nerv der Menge trafen und für laute Sprechchöre sorgten. Es wurde auch das rituelle Polaroid-Bild von einer Person aus dem Publikum gemacht, wobei es zu einem regelrechten Andrang vor der Bühne kam. Die Vielseitigkeit des Debütalbums der TRÄNEN zeigte sich auch an den unterschiedlichen Emotionen während des Konzerts, von emotionalen Songs wie „Was bleibt“ oder „Kapitulation“ bis hin zu Moshpit- und Wall of Love-Eskalationen bei „Duell der Letzten“, auf dem Album und während des Konzerts ist für jeden etwas dabei. Abschließend durften die Besucher*innen des Atominos noch einmal in Kraftklub-Manier ihre Textsicherheit unter Beweis stellen und die erste Strophe des ersten erschienen TRÄNEN-Songs „Stures dummes Herz“ singen.

Nach einiger Umbau- beziehungsweise Abbauzeit folgte die angekündigte Aftershow-Party, welche den Chemnitzer Club ebenso füllte wie das vorhergehende Konzert. Während der Party stellten Steffen Israel und Gwen Dolyn ihr Können an den Decks unter Beweis. Die bis drei Uhr andauernde Party markierte den Abschluss eines sehr gelungenen Samstagabends im Atomino. Wer auf der Tour oder speziell in Chemnitz keine Möglichkeit hatte das Duo TRÄNEN einmal Live zu sehen hat auf dem ...