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Summary

Von Lagerfeuer-Romantik bis Circle-Pit – Das war VUKOVI in Leipzig

VUKOVI im Naumanns in Leipzig

Artio eröffneten den Abend

Warm-Up mit unpeople

Warm-Up mit unpeople

Lagerfeuer-Romantik zu Colour Me In

VUKOVI im Naumanns in Leipzig

Am 27.02. war die schottische Alternative-Metal-Band VUKOVI im Naumanns in Leipzig im Rahmen ihre Tour zum neuen Album MY GOD HAS GOT A GUN zu Gast. Begleitet wurden sie dabei von ihren schottischen Landsleuten Artio und der britischen Band unpeople. Alle drei Gruppen die an diesem Abend auf der Bühne standen konnten nicht nur musikalisch, sondern auch durch ihre Publikumsnähe- und Interaktion überzeugen. Doch beginnen wir vorn:

Die erste Gruppe des Abends die die Bühne betraten waren Artio, die schottische Alternative-Rock-Formation um Sängerin Rae Brazil veröffentlichten erst im März des vergangenen Jahres ihre erste Platte BABYFACE und sorgten mit ihrem energetischen Auftritt für beim Publikum bereits nach den ersten Songs für gute Stimmung. Musikalisch ähnelt ihre Kombination von Queer-Rage-Texten mit der Verbindung von elektronischen sowie Rock- und Metalelementen nicht nur VUKOVI, sondern auch erinnern an andere Szenegrößen wie Scene Queen, WARGASM oder Hot Milk. Für uns sind Artio nach diesem Auftritt definitiv eine junge vielversprechende Band, die es im Auge zu behalten gilt.

Der zweite musikalische Support-Act bildete mit unpeople in ihrem musikalischen Stil in gewisser Weise ein Gegenstück zu den anderen beiden Bands, was der Dynamik des Konzerts jedoch in keiner Weise abträglich sein sollte, im Gegenteil. Die Songs der britischen Metal-Gruppe waren geprägt von harten Gitarrenriffs intensiven Breakdowns. Eine weitere Komponente, die den Auftritt der Band für uns positiv auszeichnete war die energiegeladene Bühnenpräsenz der einzelnen Bandmitglieder sowie die vielseitige Interaktion mit dem Publikum, was hier auch die Moshpit-Enthusiasten auf ihre Kosten kommen ließ. Unpeople sind dieses Jahr bei Rock am Ring und Rock im Park zu Gast, ein Setting das wie gemacht erscheint für eine Gruppe mit so viel Energie, die Band ist seit diesem Konzert auf jeden Fall eine echte Live-Empfehlung.

Nach diesen zwei hervorwagenden Vorbands betraten gegen 21:45 Uhr Janine Shilstone und Hamish Reilly vom Publikum sehnsüchtig erwartet die Bühne. Sie starteten direkt mit drei Songs des neuen Albums und was für ausgelassene Stimmung im gut gefüllten Saal des Naumanns Tanzlokals sorgte. Natürlich überzeugten auch VUKOVI mit ihrer Bühnenperformance und Publikumsinteraktion, insbesondere der schottische Akzent und die herumalbernde Art von Sängerin Janine Shilstone sorgte für große Sympathiebekundungen des Publikums. Einer der schönsten Momente des Abends war die Performance des Songs Colour Me In, einem emotionalen Liebeslied, als sich alle wie an einem Lagerfeuer im Halbkreis vor die Bühne setzten und gespannt oder ergriffen der Künstlerin lauschten. Natürlich kamen auch die Mosh- und Circlepit-Enthusiasten auf ihre Kosten, VUKOVI ließen es sich auch nicht nehmen einen Song gemeinsam mit Sängerin Rae von Artio gemeinsam zu singen. Die volle Ekstase brach natürlich bei der Perfomance vom Hit La Di Da aus allen im Publikum heraus.

Insgesamt war es ein sehr schöner Abend mit drei sehr interessanten Künstler*innen und einer sehr angenehmen Konzertatmosphäre. Wir können euch alle drei Bands dieser Tour nur wärmstens empfehlen und entweder noch Tickets für die Shows von VUKOVI zu sichern oder auf den Festivals diesen Sommer den Gruppen einen Besuch abzustatten und euch selbst davon zu überzeugen.

Volt[age] ist zurück! Nach dem großen Erfolg der Weltpremiere im letzten Jahr und den mittlerweile zwei internationalen Preisen, kehrt die Fortsetzung des immersiven Balletts im September und Oktober dieses Jahres zurück auf die Bühne des Leipziger Kunstkraftwerkes.

Das Stück vereint Tanz, Sound und visuelle Projektionen zu einem einzigartigen, immersiven Erlebnis. Sechs Tänzer erzählen in insgesamt fünf Akten eine emotional aufgeladene Geschichte von der wechselseitigen Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Dabei wird die Bühne selbst zur Schnittstelle zwischen beiden Welten.

Dank Motion-Tracking reagieren die visuellen Projektionen in Echtzeit auf die Bewegungen der Tänzer. Dies spiegelt die in der Geschichte dargestellte Abhängigkeit zwischen Mensch und Technik besonders eindrucksvoll wider.

Die Choreografie von Mirko Mahr, Sara Brandao und Lolita Valao interpretiert die klassische Tanzart des Balletts neu und wird von Tänzern der Musikalischen Komödie Leipzig zum Leben erweckt.

Begleitet wird die Inszenierung von einem eindrucksvollen Sounddesign aus elektronischen Technosounds und orchestralen Elementen, welches genau wie die Visuals vom französischen Digitalkünstler und Artistic Director Nicolas Landrieux stammt.

Wer sich diese beeindruckende Inszenierung nicht entgehen lassen möchte und Lust hat, hautnah in das Wechselspiel aus Mensch und Technik einzutauchen, findet auf der Website des Kunstkraftwerkes noch letzte Tickets.

 

Das Kollektiv Ulepuschkinrose aus Halle Nord spielen am 13.11. Als Teil ihrer Demotour in der Location im Wirkbau. Die Rapper, Musiker und Produzenten Partizan, Cyndholz und Hermann Eff (aka Ganove f) vereinen in ihrer Musik atzigen Studentenrap mit ironischen Texten und antikapitalistischen Messages. Ein wiederkehrendes Element in ihren Texten ist auch ihr Verhältnis zu Halle und der Nachbarstadt Leipzig. Bereits seit 2018 erscheinen ihre EPs. Über die Zeit konnten sie sich eine Fanbase von 969 Tidalfans aufbauen. Wer Spaß an subtilen Anspielungen und Hooks zum mitsingen hat, für den ist das Konzert des Trios definitiv sehenswert.

Das Kosmos Wochenende neigt sich dem Ende. Nach der Eröffnung am Freitag in der Stadthalle startete der Samstag auf dem Gelände zwischen Limbacher- und Theaterstraße mit vielen Panels, Talks und Infoständen, Sportangeboten und vielen weiteren kleineren Aktionen. Gerade die verwinkelten Straßen und Höfe rund um die Markthalle sorgten dafür, dass man auch wenn man keine konkrete Veranstaltung ansteuerte an jeder Ecke etwas spannendes entdecken konnte.

Ab 12 Uhr fanden in der Schule am Hartmannplatz die Debatten mit Arne Semsrott und danach mit Luisa Neubauer statt. Letztere war so stark besucht, dass viele Leute keinen Ort mehr finden konnten, an dem der Talk zu sehen oder auch nur ohne Einschränkungen zu hören war.

Ebenfalls um diese Zeit begannen verteilt auf zahlreiche Bühnen die vielen Konzerte auf denen auch etliche Artists aus dem Radio UNiCC Programm vertreten waren. Für uns ging es los mit Power Plush auf der Trailer Stage. Es folgte Yola, welche erst kurz vor dem Event noch dem Line-up hinzugefügt wurde, auf der Bühne im ehemaligen Puppentheater. Ihren Auftritt performte sie dabei nicht alleine. Dani Lia unterstütze sie bei ein Paar ihrer gemeinsamen Lieder. Im Anschluss daran fand ihr eigenes Konzert auf der Trailer Bühne statt, bei dem wiederum Yola für ein paar Lieder vorbei schaute.

Auf der Hauptbühne begann dann ab 19 Uhr die ganz große Show mit ok.danke.tschüss, danach Alexander Marcus und zum Abschluss der geheime Headliner 01099. Schaut euch gerne die Impressionen oben in der Slideshow an :)

Abschließend lässt sich sagen, dass das Kosmos dieses Jahr ein voller Erfolg war. Es konnte sehr gut die Lücke nach dem Kulturhauptstadtkosmos trotz geringeren Budgets füllen und sich vielfältig neu erfinden. Wie jedes Jahr bleibt abschließend nur die Hoffnung, dass das Festival für Demokratie und Vielfalt auch 2027 wieder stattfinden wird.

Am 4.8.2026 spielten Soulfly im Leipziger Hellraiser. Für den Opener-Slot sorgten Prophets Of The Rising Dead – eine Truppe mit deftigen Sounds, die gar nicht weit her stammt: aus Gräfenhainichen in Sachsen-Anhalt, quasi aus der Nachbarschaft. Ihr Sound war hart und genau richtig, um die Stimmung für die Titanen des Abends aufzuwärmen: brutale Gitarrensoli, heftige Riffs, ein Schlagzeug wie ein Maschinengewehr und zwei Sänger, die sich zwischen Growls und Gesang abwechselten. Ein würdiger Einstieg in einen Abend, der im Hellraiser stattfand – einer waschechten Heavy-Metal-Bude für Kenner. Wer hier schon mal war, weiß: Das ist ein Metal-Tempel!

Und dann kam Soulfly, und es war einfach nur brachial. Wer Max Cavalera kennt, wusste, worauf er sich einzustellen hatte: pure Energie. Wer ihn bis dato nicht kannte, konnte es an diesem Abend herausfinden. Der Mann ist schlichtweg ein Heavy-Metal-O.G. – so viel hat er für die Szene getan, so viele Impulse mit seinem Sound gesetzt, dass dieses Konzert wirklich etwas Besonderes war.

Lustigerweise fiel der Konzertabend genau auf Max Cavaleras Geburtstag – Prophets Of The Rising Dead hatten schon während ihres Sets darauf hingewiesen. Kaum betrat Soulfly die Bühne, stimmte das Publikum spontan ein Happy-Birthday-Ständchen an. Später im Set äußerte Max dann selbst den Wunsch, das Lied noch einmal auf Deutsch zu hören – und ließ sich das Publikum kein zweites Mal bitten: Noch bevor er seine Bitte zu Ende ausgesprochen hatte, ging es schon los. Wenn das mal kein Liebesbeweis ist, lieber Max!

Wer dachte, die Band würde angesichts ihres reiferen Alters etwas ruhiger auftreten, hat sich gewaltig getäuscht. Der Sound von Soulfly ist ohnehin schon brachial und animiert zu Chaos und Wildheit – und genau das lieferten die Bandmitglieder auch auf der Bühne: Sprünge bei den Breakdowns, hin und her rennen, direkte Interaktion mit dem Publikum. Wahrlich heftig! Im Laufe des Konzerts holte Cavalera zudem sein Berimbau raus, das traditionelle brasilianische Instrument, und spielte damit ein Solo. Der brasilianische Touch, der "Tribe-Vibe", für den Soulfly bekannt sind, kam immer wieder eindeutig zum Vorschein: So legten Cavalera, Gitarrist Mike DeLeon und Bassist Chase Bryant ihre Instrumente zur Seite und kamen jeweils mit einer Trommel zurück auf die Bühne – ein mitreißender Percussion-Part. Am Schlagzeug saß übrigens ebenfalls ein Cavalera: Zyon, Max' Sohn – Vater und Sohn gemeinsam auf der Bühne, das hat schon was!

Musikalisch spannte die Setlist einen Bogen über nahezu die gesamte Bandgeschichte: Von Klassikern wie "Eye For An Eye" und "Tribe" (beide vom Debütalbum 1998) über "Seek 'n' Strike" und "Downstroy" (vom Album "3", 2002) bis zu "Execution Style" und dem Titeltrack "Prophecy" (2004) war praktisch jede Ära vertreten. Klar, mit "Chama" spielte die Band auch den Titeltrack ihres aktuellen, 2025 erschienenen Albums sowie die Vorab-Single "Storm The Gates" – doch trotz der starken neuen Songs wollte Soulfly ihren Fans die alten Perlen nicht vorenthalten, wodurch das Set vollgepackt war mit Heavy-Tracks wie "No Hope = No Fear" und "Bring It". Fast zum Ende hin legte die Band dann noch mal eine heftige Schippe drauf: Das Publikum wurde aufgefordert, in die Knie zu gehen und sich zum Springen bereit zu machen. Wer Soulfly kennt, konnte schon ahnen, was kommt: "Jumpdafuckup" – ein legendärer Track, der einfach nur mitreißt. Und könnt ihr euch vorstellen, wie es ist, in der Hocke zu sitzen und zu wissen, dass gleich richtig die Post abgeht? Wie wenn man einen heftigen Böller anzündet und wartet, bis die Zündschnur zu Ende brennt – ein Mischmasch aus extremer Freude und Energie, gepaart mit etwas Ehrfurcht. Und dann ging es los: Der ganze Hellraiser sprang, Becher flogen, das Haus bebte. Einfach nur genial!

Ein extrem gelungener Abend – Soulfly sind definitiv eine Entertainer-Band und ein absoluter Tipp für alle Fans des harten Sounds!

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Die Vorfreude auf ein Line-up wie dieses war groß – und der 3. August im Haus Auensee hat sie mehr als eingelöst.

Los ging es mit Fit For An Autopsy aus New Jersey, die mit ihrem brutalen Deathcore-Sound und heftigen Breakdowns direkt klarstellten, wohin die Reise an diesem Abend geht. Die bereits aufgewärmten Nacken des Publikums bekamen danach von Bleed From Within noch eine Schippe drauf: Die Schotten aus Glasgow, die einst als Lamb-of-God-Coverband in einem Jugendclub angefangen haben, lieferten mit ihrer Mischung aus Metalcore, Melodic Death Metal und Groove Metal einen mehr als würdigen Support für ihre großen Vorbilder. Und dann kamen Thy Art Is Murder aus Sydney – bekannt und gefürchtet für ihren gnadenlos brutalen Deathcore-Sound zwischen technischen Breakdowns und Blastbeats – und setzten noch einmal eine ordentliche Schippe drauf. Wer bis hierhin noch nicht komplett durchgeschwitzt war, war es spätestens nach ihrem Set.

Apropos Schwitzen: Das Haus Auensee war gefühlt fast bis auf den letzten Platz gefüllt, und drinnen erreichten Temperatur und Klima einen wirklich heftigen Zustand. Schon vom bloßen Rumstehen lief einem der Schweiß den Rücken runter – und durch das Moshen und Headbangen der Massen stieg die Temperatur noch mal deutlich weiter an. Ob das ein Grund war, einen Gang runterzuschalten? Definitiv nicht! Und zusätzlich wurden über den Abend verteilt locker – keine Übertreibung – mehr als 50 Menschen per Crowdsurfing über die Köpfe der Menge bis zur Bühne getragen. Nahezu durchgehend war eine Person am Crowdsurfen – so etwas hat man selten erlebt und sagt schon viel über das Konzert aus.

Dann betraten Lamb of God die Bühne und bewiesen einmal mehr, dass sie zu den Titanen im Game gehören. Brutale Sounds, gepaart mit der Energie von Sänger Randy Blythe, der keine Sekunde stillhielt und das Publikum unermüdlich zum Moshen herausforderte. Die Setlist war ein Traum für jeden Fan: Klar, mit "Into Oblivion" ist dieses Jahr ihr neuestes Meisterwerk erschienen, doch echte Lamb-of-God-Kenner sehnen sich immer auch nach den Klassikern – und genau die gab es reichlich. "Laid to Rest", "Ashes of the Wake", "Omerta" und "Redneck" durften nicht fehlen, dazu ging die Reise quer durch die Diskografie: von "Sacrament" über "Wrath" bis zurück zu "512" von "VII: Sturm und Drang". Das Ergebnis: ein Publikum, das keine Sekunde stillstand, und Moshpits, die so groß wurden, dass sie quer durch den kompletten Saal gingen – von Säule zu Säule im Haus Auensee.

Ein weiteres besonderes Highlight des Abends: Gitarristen Willie Adler und Mark Morton gönnten sich ein Solo-Moment, bevor Schlagzeuger Art Cruz mit einem eigenen Drum-Solo nachlegte. Wer die Band-Geschichte kennt, weiß, dass Cruz relativ spät zu Lamb of God gestoßen ist – doch mit seinem Konzertauftritt hat er sich spätestens jetzt auch bei den Fans behauptet, die ihn zuvor noch nie live erlebt hatten.

Was insgesamt bleibt, ist ein rundum sehr gelungener Abend. Klar wurde hart gemosht, so wie man es auch bei dem Line up erwartet hat – doch der Umgang im Publikum untereinander blieb durchgehend rücksichtsvoll. Alle Grundregeln des Moshens wurden eingehalten: Stolperte jemand und ging zu Boden, blieben die Umstehenden sofort stehen und halfen wieder hoch. Genau so kennt man das aus der Metal-Community – und genau dafür liebt man sie!...