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Summary

Babyshambles - Sequel to the Prequel

Live Fast, Love Hard, Die Young?!

Künstler: Babyshambles
Album: Sequel to the Prequel
Mitglieder: Pete Doherty, Mick Whitnall, Drew McConnell, Danny Goffey
Herkunft: London, England
Klingt wie: The Libertines, The Clash, The Smiths

Die Babyshambles verbinden die meisten mit dem Namen Pete Doherty. Der ehemalige Sänger der Libertines ist Aushängeschild, Songschreiber sowie kreatives Zentrum der Band. Trotzdem kennen ihn die meisten nur für seine ausschweifenden Drogeneskapaden. Das hinter dem Image des Live Fast,Love Hard,Die Young Rock'n'Rollers ein sensibler Künstler steckt, scheint vielen egal zu sein. Das neue Album Sequel to the Prequel beweist dies eindrucksvoll.

Pete Doherty, für den es schon immer ganz natürlich war sich sowohl von Musikern wie The Clash, Oasis oder The Fall als auch von Schriftstellern wie Oscar Wilde inspirieren zu lassen zeigt, das er es verdient hat ernst genommen zu werden. Bestes Beispiel hierfür ist der Song Nothing comes from Nothing, der auf einen Ausspruch des griechischen Philosophen Parmenides anspielt. Dohertys Texte sind voll von Anspielungen auf verschiedenste literarische Werke. So gelingt es ihm Bilder fragiler Schönheit zu zeichnen, wodurch die Musik der Babyshambles eine Tiefe bekommt, die sie deutlich abhebt von anderen Indie-Bands. In dem Song Fall from Grace, auf deutsch 'In Ungnade fallen', zeigt sich seine Abneigung gegenüber all denen, die in ihm nur einen stumpfen, Drogen nehmenden Rockstar sehen.

While my head hangs high / and my hands untied / On the horizon there's a littlepiece of land I aspire / Can we go some place / where they don't know my face / Gather round, bare witness / to my Fall From Grace.

Hier erkennt man die Sehnsucht nach Freiheit und den Wunsch, dem Leben als Prominenter zu entkommen. Dieser Drang ist eines der Hauptthemen von Dohertys künstlerischem Schaffen. Nicht umsonst nannte er seine erste Band The Libertines, was in etwa soviel bedeutet wie 'Die Freigeister'.

Trotz des intellektuellen Anspruchs an seine Texte hat sich Pete Doherty seine Punkattitude erhalten. Niemals verliert sie den Bezug zum „einfachen“ Leben. Dies äußert sich vor allem in der Musik, die von Ska, Folk und eben Punk inspiriert, immer treibend nach vorne geht ohne dabei ihre Eingängigkeit zu verlieren. Einen großen Anteil daran hat Produzent Stephen Street, der unter anderem alle Alben der legendären Smiths produziert hat. Er schafft es der Band einen eigenständigen Sound zu verleihen. Die Band bedient sich bei all dem was die britische Popgeschichte zu bieten hat, sucht sich das Beste zusammen und erschafft daraus etwas völlig neues.

Insgesamt kann man sagen, dass das neue Album der Babyshambles ein eindrucksvoller Beweis dafür ist, das Bands großes schaffen können, wenn sie sich daran wagen Popkultur und Literatur zusammenzuführen. Allein für den Versuch beide Kunstformen zu vereinen verdient Pete Doherty Respekt und wenn dabei noch so gute Musik herauskommt dann sollten wir alle innehalten und uns glücklich schätzen, das es in unseren spießigen Zeiten noch solche Freigeister wie Ihn gibt.

Anspieltipps:

  • Nothing comes from Nothing
  • Fall from Grace
  • Farmers Daughter
  • The very last Boy alive

Sieht in Doherty mehr den Künstler als den Drogenbaron: Thoralf Kuhnt

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