Radio UNiCC
Jetzt bei Radio UNiCC

Summary

Beck - Modern Guilt

Él no es perdedor!

Künstler: Beck
Album:  Modern Guilt
Herkunft: Los Angeles
Klingt wie: ein Loser, der einen auf Singer/Songwriter macht

Die guten alten Zeiten. Woodstock, The Beatles – die 60er Jahre wahren so prägend in vielerlei Hinsicht. Exzessiv lungerten Mutti und Vati auf unzähligen Festivals rum to ‚make peace not war’. Diesen einmaligen Rausch der 60er hat Beck in seinem neuesten Sprössling versucht einzufangen. Modern Guilt macht einem den Verlust der Schallplatte wieder schmerzlichst bewusst. Wenn man aufmerksam lauscht, hört man vielleicht das eine oder andere imaginäre Knacken, verursacht durch die imaginäre Nadel. Fast greifbar ist der Geist der Generation Flower-Power, kombiniert mit dem altbekannten Becksound.

Als „Loser“ konnte man den schüchternen Ausnahmekünstler und Alleskönner wohl nie bezeichnen, obwohl er uns dies mit seiner ersten Singleauskopplung ’94 eindringlich versucht hat einzureden. Nach unzähligen Alben und spekulativem, kurzfristigen Verlust seiner Muse, vor allem nach seinem letzten Konzeptalbum „The Information“ 2006,  meldet er sich mit seiner alt bekannten beckschen Genialität zurück.

Für Modern Guilt holt er sich Multi-Instrumentalist und Producer Danger Mouse, besser bekannt als zweite Hälfte von Gnarls Barkley, an seine Seite. Ursprünglich war die Zusammenarbeit nur für den Einstiegssong „Orphans“ geplant, jedoch hat da wohl die Chemie gestimmt. Zusammen kreieren sie ein futuristisch, sowie retrospektiv klingendes Album. Vielleicht auch beeinflusst von Backgroundvokalistin Cat Power, geprägt durch dessen Hippie Eltern, gab es vielleicht hier und da die ein oder andere authentische Anekdote aus den Sechzigern. Mit enorm viel Detailverliebtheit hörbar an ausgeklügelten, elektronischen Spielereien, funkig minimalistischem Gitarreneinsatz sowie hallenden Chören presst Beck seinen kompletten Kreativitätsballast in ein tiefgründiges, melodieseliges Kunstwerk.

Vom odysseehaften, sphärisch klingenden "Chemtrails" über den beatlastigen Titelsong und den Ohrwurm "Gamma Ray" bis hin zum düsteren "Volcano" können wir in nur 33 Minuten durch Herr Hansens kleines Universum laufen. Und es gibt hier viel zu entdecken. Von schwarzen Meeren, die Menschen verschlingen, bodenlosen Gruben, aus denen er sich herauskämpfen muss bis hin zu einstürzenden Wänden, Feuer und Angst. Textlich begibt sich Beck in tiefere Gewässer als sonst und überrascht uns mit einem neuen Kostüm.

Fazit:

Wer Herr Hansen wirklich ist, bleibt für uns, falls ihr nicht zufällig zu seinem engen Verwandten- oder Freundeskreis gehört, unergründlich. Eines ist jedoch gewiss: Beck wird auch auf Modern Guilt nicht massenkompatibel, er wird wohl für immer der Held der Alternativen bleiben.  

Anspieltipps:

  • Chemtrails
  • Gamma Ray
  • Volcano
  • Modern Guilt

Internet:

http://www.beck.com/

http://www.myspace.com/beck

 

gut im arbeitswahn: Tini

Hier die volle Dröhnung!

Die niederländische Powermetalband Within Temptation hat am 1. Februar ihr neues Album „Resist“ in die Läden gebracht und damit einen Stilwechsel gewagt. Wir finden uns in einer dystopischen Welt wieder.

Subway To Sally haben am 8. März ihr 13. Studioalbum „Hey!“ in die Läden gebracht und damit nach fünf Jahren wieder neue Musik in die Welt gestreut. Die erste Single „Königin der Käfer“ zeigte, wohin die Reise in etwa gehen sollte.

Die Punkrockband Rise Against aus Chicago ist dafür bekannt, sehr tiefgreifende Texte zu schreiben. Meist beschäftigen sie sich mit Missständen der Gesellschaft, doch bei „House on Fire“ wurde Sänger und Songwriter Tim McIlrath etwas privater.

Seit 20 Jahren gibt es das Pop-Duo SDP nun schon und am 1. März erscheint das nun schon 11. Album „Die Unendlichste Geschichte“. Die beiden Sänger sagen, dass sie solch einen Song wie "Unikat" in ihrer Jugend vermisst hätten, da sie selbst Außenseiter waren.

Die finnische Band Poets of The Fall hat im letzten Herbst das Album „Ultraviolet“ in die Läden gebracht. Eine sehr berührende Ballade daraus ist die Single „Dancing On Broken Glass“.