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Summary

Billy Talent - II

Ab und zu darf es selbst bei der UNiCC Musikredaktion etwas härter zugehen und so wurde ich mit der ehrenvollen Aufgabe bedacht, das neue Werk von Billy Talent zu bewerten.

Band: Ben Kowalewicz (vocals), Ian D`sa (guitar), Jon Gallent (bass), Aaron Solowoniuk (drums)
Album: II
Herkunft: Toronto, Kanada
Sound: Punk sagt der Pressetext, aber da hat es sich jemand wohl doch recht einfach gemacht; scremo-hardcore-punk-Mix vielleicht; vielleicht aber auch einfach nur Billy-Talent-Sound

Ab und zu darf es selbst bei der UNiCC Musikredaktion etwas härter zugehen und so wurde ich mit der ehrenvollen Aufgabe bedacht, das neue Werk von Billy Talent zu bewerten.
Nun ist man ja als geneigter Musikkritiker zunächst skeptisch, was Nachfolgealben großer Hitproduzenten angeht und somit hatten die vier kanadischen Jungs keineswegs die beste Ausgangsposition bei mir, denn schließlich galt es „Try Honestly“ zu toppen oder zumindest würdig anzuschließen. Aber was soll ich sagen: Schon nach erstmaligem hören der Platte konnte ich mich kaum noch halten – sensationell! Je öfter sie läuft, desto höher möchte man den Lautstärkeregler drehen, damit auch ja kein Funke Energie verloren geht.

Energie, das Wort, mit dem man Billy Talent wohl am Besten charakterisieren kann. Also weg mit dem Schubladendenken und es einfach mal dabei belassen, dass Billy Talent eine verdammt gute Band ist und völlig zu Recht nach ihrem Debüt 2003 in den Olymp der Rockgötter aufgenommen wurden.

Auch wenn die erste Singleauskopplung nur knapp den Sprung in die UNiCC-Rotation geschafft hat und das Album von einigen Redakteuren eher unliebsam beäugt wurde - II ist eine Platte genau nach meinem Geschmack: Nicht nur, dass sie richtig scharf beginnt - beim Opener „Devil In A Midnight Mass“ sollte selbst der kritischste Hörer ausrasten - Billy Talent schaffen es auch, dieses Tempo das ganze Album hindurch zu halten, ohne dabei zu nerven. Wobei es unglaublich schwer fällt, hierfür einzelne Songs als Beispiele anzuführen, weil man eigentlich fast jeden nehmen könnte... „Perfect World“  ist vielleicht angebracht, denn mit Textpassagen wie „All we shared was a mattress, and a lie, and an address“ haben Billy Talent bei mir ganz klar gewonnen und beweisen damit gleichzeitig, dass sie mit soviel textlichem Esprit gar keine schnöde Punkband sein können. Was noch zusätzlich durch die Tatsache bezeugt wird, dass sie sich streckenweise als kleine Reimemonster probiert haben. Wie zufällig kommt hier und da auch mal eine, naja, nennen wir es meinetwegen Ballade daher. Ein Stück weit langsamer als der Rest, aber trotzdem noch kraftvoll genug, um den Faden nicht zu verlieren. Gezielt platzierte Verschnaufpausen quasi.

Wenngleich II wenig überrascht, da Billy Talent definitiv ihrer Linie treu geblieben sind, ist dies keineswegs enttäuschend. Im Gegenteil: Warum noch groß rumexperimentieren, wenn der Sound schon passt!? Außerdem fällt natürlich schon auf, dass sie in den letzten drei Jahren nicht nur zu Hause in Toronto rumgegeigelt haben, sondern offensichtlich an ihrer Technik - textlich, sowie musikalisch - gefeilt haben. Dadurch kommt II im Ganzen als richtig gutes Album daher, das nicht viel Raum für Kritik lässt. Bei „surrender“ könnte man, als böswilliger Zuhörer, zwar den Eindruck gewinnen, Ben und Co. haben ein bisschen zu viel Joshua gehört und wollten sich auch mal in der Schiene des zuckersüßen Emo-Pop ausprobieren, aber hey, was soll’s - davon wird’s ja schließlich nicht schlechter. Zumal sie selbst in diesen Titel ihren typischen, durch Frontmann Ben Kowalewicz’ Stimme erzeugten Sound mit eingebunden haben und somit keineswegs als Kopie von irgendwas betitelt werden dürfen.

Alles in allem stelle ich fest, dass es an II irgendwie nix zu bemängeln gibt. Also bleibt das hier auch so eine kritiklose Plattenkritik, aber das muss wohl bei Billy Talent so sein. Resümierend bleibt nur noch zu sagen, dass II dem Erstlingswerk in nichts nachsteht und definitiv zu den Alben gehört, die auf jeden Fall im Plattenregal stehen sollten – gleich neben Billy Talent I. Also Jungs und Mädels: Platte kaufen! 

Jemand, der gern laute Musik hört: Michèle Hengst


Zum Reinhören -> der Beitrag über Billy Talent

Homepage: www.billytalent.com

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