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Summary

Blackmail - II

Auf die 12!

Künstler: Blackmail
Album: II
Mitglied: Mathias Reetz (voc) / Kurt Ebelhäuser (git) / Carlos Ebelhäuser (bas) / Mario Matthias (dru)
Herkunft: Koblenz
Klingt wie: Eine gehörige Portion Eier.

 

 

 

Mikrokosmos 23 / Harmful / Donots / Long Distance Calling / usw....

...In den Ohren von Kennern guter deutscher Alternativemusik klangvolle Namen. Wer sich fragt, warum dieser pseudo-intellektuelle Musikmensch, von dem diese Zeilen hier stammen, diese Bands erwähnt, wenn man doch viel lieber was über Blackmail und deren neue Platte lesen würde, muss sich ein wenig gedulden. Der Grund ist ein Mann. Für manche eine Institution. Eine Lichtgestalt der deutschen Musiklandschaft. Messias?! Vielleicht! Aber auf in jedem Fall ein Garant, wenn es darum geht, fette Rockmusik zu produzieren. Kurt Ebelhäuser. Es gleicht einem Ritterschlag, mit ihm arbeiten zu dürfen. Kopf von Scumbucket und Gitarrist von eben jener Band, um die es fortan hauptsächlich gehen soll. Blackmail! Der Albumtitel?! Strotzt nicht vor Kreativität, aber das ist Wurst, geht es doch darum, was sich auf dieser Scheibe befindet. Zur kurzen Erklärung: Nach dem Abschied des ursprünglichen Sängers Aydo Abay ist es die zweite Platte mit jenem Neuen, Mathias Reetz. Hatte man auf 'Anima Now' noch das Gefühl, dass die Chemie nicht gänzlich passt, harmoniert sein Gesang nun vollkommen mit dem unverwechselbaren Sound der Band um die Gebrüder Ebelhäuser und dem Schlagzeuger Mario Matthias.

'II' beginnt mit einem Paukenschlag, ein Feuerwerk, 'Impact', man hätte sich keinen besseren Opener für eine Blackmail-Platte vorstellen können: „It hits me like an Impact“ - Gitarrensolo und einmal gepflegt ausrasten bitte!!!

So, eine gewisse Grundaggressivität ist da, der zweite Track ist die veröffentlichte Single 'The Rush'. 3 Minuten 36 Uptempo, der Fuß wippt die ganze Zeit im Takt, wenn sich der Vibe nicht schon auf den ganzen Körper übertragen hat und du wie auf Droge durch die Wohnung springst.

Die Nachbarn darunter melden sich lautstark mit Klopfzeichen gegen die Decke (True Story), aber sie werden die folgende halbe Stunde schon noch ertragen, also Lautstärkeregler auf Maximum aufgedreht lassen.

Mit 'Shine' folgt melodisch einer der vielen Höhepunkte der Platte. Stellt sich die Frage, ob 'II' überhaupt schlechte Momente hat?! Vielleicht, dass es nur zehn Tracks sind...vielleicht, dass es nur 37 Minuten sind, in denen man sich diesen Kreativerguss reinziehen kann. Zum Glück hat der Musikgott die Repeat-Taste erfunden!

'Day of Doom', ein Paradebeispiel wenn es darum geht, Stimmung innerhalb eines Songs langsam aufzubauen, allerdings bleibt der erhoffte musikalische Ausbruch leider aus und die Nummer dümpelt ein wenig vor sich hin, kommt nicht richtig auf den Punkt, dient aber auf das gesamte Album bezogen als perfekte Hinführung zu 'Palms', dem Höhepunkt des Albums. Gitarrensaiten und Drums werden bis aufs äußerste strapaziert, perfekte Harmonie zwischen Gesang und Sound, einfach ein Ausnahmestück auf einer generell sehr guten Platte.

Die restliche vier Tracks halten das hohe Niveau der ersten Albumhälfte und nach den viel zu kurzen 37 Minuten stellt man sich nicht die Frage, ob man sich nochmal die volle Dröhnung gibt, man tut es einfach. Scheiß auf die Nachbarn, freie Wohnungen gibt es in Chemnitz eh mehr als genug...

Anspieltipps:

  • The Rush
  • Palms
  • Sleep Well Madness

www.blackmail.de

Packt schon mal die Umzugskartons: Daniel Meinel.

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