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Summary

ClickClickDecker - Nichts für ungut

Von beißendem Spott und eingängiger Popmelodie

Name: ClickClickDecker
Album: „Nichts Für Ungut“
Herkunft: Hamburg
Musikrichtung: Songwriter-Pop

Von beißendem Spott und eingängiger Popmelodie

Geschafft! Nächte Runde für den Einzelkämpfer in Sachen melodiöser deutschsprachiger Singer/Songwriter-Kunst und wie man am meisten Sarkasmus auf ein 49minütiges Album packt.

Eigentlich heißt der ClickClickDecker ja Kevin Hamann und seine musikalische Karriere startete in einer Hardcore-Band. Und da man im Leben eh schon genug Kompromisse eingeht, hatte er auch nicht lange Lust auf ewiges Streiten, welches ein Bandalltag nun mal so mit sich bringt. Von nun an stand er dann allein auf der Bühne und das Ding mit dem tragisch komischen Alltagsgeschichten nahm so seinen lauf. Anfänglich gepackt auf die guten alten Musikkassetten, CD-R’s, mal hier und da ne Split-LP (und dabei sein die mit dem Flensburger Lattekohlertor zu erwähnen) und wenig später dann das erste Album „Ich hab keine Angst vor…“ in voller Länge.

Nein, ClickClickDecker ist keiner von diesen smalltalkenden Szene-Trendtütten, die zu allem und jedem eine Meinung haben, im Dreier einschlafen, resignieren und nur mit Hilfe von Pillen jeglicher Art ein halbwegs vernünftiges Leben führen. Da greift er eher diese Themen auf, nimmt die Gitarre und packt das Zeug herein in einen wunderbaren bittersüßen Song, mal hier und da gespickt mit minimaler Elektronik. Er ist dann dennoch nicht der arrogante Typ, der versucht sich über andere lustig zu machen, noch weniger Weltverbesserer, denn auch die eigenen Schwächen und Schattenseiten kennt er genau und enthält diese auch seinem Publikum auf „Nichts Für Ungut“ nicht vor. Das so auch ein wenig Selbstironie ihren Platz auf dem Album findet beweißen allein schon Songtitel wie „Niemand tanzt so kacke wie ich“ oder „Sozialer Brennpunkt Ich“.

Mit der Single „Wer hat mir auf die Schuhe gekotzt?“ hat der Hamburger bereits klargemacht, dass er seine Art des Songwriting konsequent weiter durchzieht, First Take also, wenn auch zugegebenermaßen die Songs mittlerweile ausgereifter und komplexer geworden sind als noch auf dem Erstlingswerk.

Das ClickClickDecker auch unter anderen Musikern Hamburgs einen Ruf genießt, beweißt  wohl das Gerücht, dass Bernd Begemann ihn zum Frühstück einlud und dazu bewegte sein erstes Album aufzunehmen. Und spätestens die Support-Tour für Kettcar auf deren letztjähriger Deutschlandreise machten ihn auch außerhalb des norddeutschen Raums bekannt. 

 „…nichts ist für die Ewigkeit, doch Zuversicht ist wunderbar“,  ach es wäre eine Zumutung, die hier schönste Textstelle herauszufiltern. Vielleicht wird ja eines Tages ClickClickDecker auf der Innenseite einer bekannten Zigarrettenblättchenverpackung zitiert.

(Zugegeben das Ding mit den Referenzen fällt hier schwer, aber kennt noch jemand Ostzonensuppenwürfelmachenkrebs?)

nichts für ungut: Niels Gaebel
 

mit einem DoppelClick zum Click ;)

noch ein Click zum  First Take Hörbeitrag, mit vielen  tollen Textstellen

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