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Summary

Daft Punk - Random Access Memories

Die Erfindung der neuen Menschlichkeit

Künstler: Daft Punk
Album: Random Access Memories
Mitglieder: Thomas Bangalter, Guy-Manuel de Homem-Christo
Herkunft: Paris, Frankreich
Klingt wie: Eine alte Discokugel mit Goldstaub

Das lang erwartete vierte reguläre Album der gesichtslosen menschlichen Roboter namens Daft Punk ist nun, nach siebenjähriger Wartezeit, insofern man Livealben oder Filmsoundtracks außen vor lässt, endlich erschienen.
Mit dabei sind dieses mal aber nicht ganz so gesichtslose Gastmusiker. Unter anderem fanden in den fünf Jahren der Aufnahmen in den Studios von Paris, New York und Los Angeles Leute wie Julian Casablancas, Chilly Gonzaonzales, Panda Bear oder Pharell Williams Platz. Aber nicht nur die Gastmusiker und die lange Wartezeit sind Schuld daran, dass um das neue Album der beiden Roboter, die mit bürgerlichen Namen Thomas Bangalter und Guy-Manuel de Homem-Christo heißen, schon vor der Veröffentlichung ein Hype entstanden ist. Schon einen Monat vor dem Erscheinen wurde der Startschuss für eine groß angelegt PR-Maschinerie gegeben. Es begann alles mit einer 16 Sekunden andauernden Hörprobe, die bei Saturday Night Live gesendet wurde. Weitere Schnipsel vom Album blieben nicht gerade ungeachtet. So hat das zweite Ankündigungsvideo bis heute schon mehr als eine Dreiviertelmillion Klicks.
Aber mittlerweile dürfen wir uns an dem neuen Album erfreuen. Dieses ist auf der einen Seite zwar typisch Daft Punk, aber auf der anderen Seite wird versucht neue Wege zu gehen. So ist Random Access Memories um einiges unelektronischer ausgefallen als seine Vorgänger, es gibt richtiges Schlagzeug zu hören, an manchen Stellen eine geradezu jazzige Instrumentierung, eine fast allgegenwärtige neue Langsamkeit und eben diese plötzliche Menschlichkeit. Denn hatten sich Daft Punk bisher eher darüber definiert anscheinend Roboter zu sein, so sind es die Gastmusiker und eben diese analogen Klänge, die dieses Album zu etwas besonderen machen und einen auf eine Reise zurück in die Vergangenheit schicken. Zurück in eine angesagte Disco der 70er oder 80er, an der ein riesige Diskokugel von der Decke hängt und man auch gerne mal mit äußerst knappen Sporthosen und Rollschuhen vorbeischauen kann.

All jenen Leuten, die keinen hysterischen Anfall aufgrund dieser Veränderungen haben und sich eher aufgeschlossen diesen Änderungen entgegenstellen sei dieses Album sehr ans Herz gelegen.

Anspieltipps:

  • Lose Yourself To Dance
  • Get Lucky

Es lebe die Menschlichkeit. Es lebe Daft Punk: Tobias Schuhmaier

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