Radio UNiCC
Jetzt bei Radio UNiCC

Summary

Frightened Rabbit - The Winter of Mixed Drinks

Angst ist relativ.

Band: Frightened Rabbit
Album: The Winter of Mixed Drinks
Mitglieder: Scott Hutchison, Grant Hutchison, Billy Kennedy, Andy Monaghan, Gordon Skene
Herkunft:  Selkirk, Schottland
Klingt wie: ein Winter voller Mischgetränke... logisch!


Am Anfang war das Wort… Falsch. Am Anfang war Scott Hutchinson. Der bärtige (oha!) Schotte aus Selkirk begann 2003 ein paar eigene Songs zu schreiben, vom Wort keine Spur – im Gegenteil: Bei vielen Stücken fehlten ihm die Lyrics, sodass er auf seinen Solo-Shows oft einfach irgendwas ins Mikro nuschelte. 2004 schloss sein Bruder Grant sich ihm an und übernahm die Rolle des Schlagzeugers, ein halbes Jahr später stieß Gitarrist und Bassist Billy Kennedy und Andy Monoghan zur Band. Komplettiert wird das exponentiell wachsende Ensemble 2010 durch Gordon Skene. Addition ist so einfach.

Nach den Vorgängern ‚Sing The Greys‘ 2007 und ‚The Midnight Organ Fight‘ 2008 erscheint rechtzeitig zur einsetzenden Schneeschmelze ‚The Winter of Mixed Drinks‘. Hat der Hörer die 11 kleinen Kunstwerke des Albums erfolgreich in sich aufgesogen, fühlt er sich auf sich selbst zurückgeworfen, beherrscht von der einsetzenden Stille. Blicke krallen sich im Nichts fest, Gedanken suchen nach Halt in Erinnerungen und Zukunftsvisionen. Sobald man sich gesammelt hat, beginnen die Versuche zu ordnen und zu resümieren. Ein bisschen hilflos, erdrückt von der Schwere des andächtigen Pathos und wachgerüttelt von der zuckersüßen Lebendigkeit weiß man nicht so recht, wo einem der Kopf bzw. das Herz steht. Empirisch belegt im ersten Track: ‚Things‘. Sehnsüchtig stürzt sich Hutchinson in die tonnenschwere Last aus winterlicher Melancholie und eiskaltem Schwermut. Ein paar Augenblicke später landet man bei der Single ‚Swim Until You Can´t See Land‘, das auf der einen Seite so zart und zerbrechlich, auf der anderen überschäumend hoffnungsvoll klingt. ‚The Loneliness‘ verbindet im Anschluss die beiden Extreme. Erstaunlich, wie wenig einsam man sich bei diesem Titel fühlen kann. Formal gesehen, lassen sich dem Drittling von Frightened Rabbit sicherlich Attribute wie Indie-Rock und Folk-Pop aufdrücken, allerdings würde man damit die Dimension die erschlossen wird gehörig entweihen. Es ist keinesfalls so, dass ‚The Winter of Mixed Drinks‘ einen entführt, vielmehr geht man freiwillig mit. 

Fazit: Der Titel von ‚The Winter of Mixed Drinks‘ ist weise gewählt, schließlich sind Mischgetränke die beste Variante die winterliche Tristesse in dahin lenzende Vorfreude auf alles was da kommen mag zu verwandeln. So klingt die belebende Gewissheit, dass auch die beständigste Kälte irgendwann ein Ende hat. Also ‚Swim Until You Can´t See Land‘ oder ‚Drink Until You Can´t Feel Cold’

 

Anspieltipps:

  • Skip The Youth (!!!)
  • The Wrestle (!!!)
  • The Loneliness
  • Yes, I Would

 

für alle Angsthasen: www.myspace.com/frightenedrabbit

mag keinen Schnee, kann jetzt aber damit umgehen: Jay to the Kob

 

kann gut mit Leid und Lust umgehen: der Beitrag

Um die kanadische Sängerin Avril Lavigne war es die letzte Zeit still und nun steht am 15. Februar das neue gleichnamige neue Album „Head Above Water“ in den Startlöchern. Darin erzählt Avril ihre Leidensgeschichte aus den vergangenen Jahren.

Die amerikanische Rockband AFI haben Ende 2018 ihre EP „The Missing Man“ herausgebracht. Am meisten stach der Titel „Trash Bat“ heraus, vor allem, weil man das Substantiv nicht gleich einzuordnen weiß.

Fall Out Boy sind eine Alternativerockband aus Chicago und begeistern seit vielen Jahren die Fans. Das Album „Mania“ brachte ihnen in Deutschland etwas mehr Bekanntheit, was auch nicht zuletzt an der poppigen Nummer „The Last of The Real Ones“ lag.

Imminence sind eine Metalcoreband aus Malmö und begeistern seit einigen Jahren die Fans. Auf dem Album "This is Goodbye" findet man viele traurige und tiefgreifende Lieder. Einer dieser Songs ist "Diamonds", der nicht nur als Single hervorsticht, sondern auch einen Text hat, der zum Nachdenken anregt.

SYML, alias Brian Fennell, hat sein One-Man-Projekt aus Seattle ausgebaut und mit der Single "Clean Eyes" eine fröhlich klingende Indie-Pop-Nummer erschaffen. Doch auch dieses Lied hat eine tiefe Bedeutung, die wir hier interpretieren.