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Summary

George Ezra - Wanted On Voyage

MEHR ist definitiv mehr!

Künstler: George Ezra
Album: Wanted On Voyage
Mitglieder: George Ezra Barnett
Herkunft: Hertford/Bristol, England
Klingt wie: stereotypischer Singer-/Songwriter Pop...nur viel viel besser!

 

Kurzer Rückblick auf den Oktober 2013: Die USA stehen kurz vor der Pleite und der Government Showdown beginnt. Siggi und Angie setzen sich an einen Tisch und beginnen mit den Koalitionsverhandlungen. Ein damals 20-jähriger Junge aus Bristol bringt eine EP namens Did you Hear the Rain heraus. Von wem spricht ein Jeder jetzt noch?! Richtig! George Ezra ist in aller Munde. Das wird sich so schnell auch nicht ändern.

Sein Track Budapest, mit Verlaub, zwar gut aber längst kein Überflieger, erreicht in Deutschland Gold-Status, wird im Mainstream Radio stündlich mindestens einmal totgespielt. Es folgen Auftritte im deutschen Fernsehen. Das ZDF Kulturmagazin Aspekte bekommt, als einer der ersten seiner Zunft, Wind von ihm, lädt ihn ein gleich zwei Songs zu spielen. Zu diesem Zeitpunkt war sein Weg längst vorgezeichnet! Nach der ersten EP folgten Lobhuldigungen wohin man schaute. In der BBC-Prognose für 2014 stand er auf Platz fünf. Vor ihm solch klangvolle Namen wie Ella Eyre oder Sam Smith. Auch Banks noch vor ihm platziert. Sie bringt im Herbst ihr Debütalbum heraus. An den Erfolg Ezras heranzureichen wird schwer.

Das Talent des Briten haben auch wir recht früh erkannt und stellten ihm im November letzten Jahres in unserer PICKED-Sendung genauer vor. Luden ihn sogar zu uns ins Studio ein. Der proppevolle Terminplaner kam im März leider dazwischen.

Vier Tracks umfasste die EP. Von diesen haben es zwei bis aufs Debütalbum Wanted On Voyage geschafft. Schade. Denn rausgefallen ist Angry Hill, die Nummer, mit der er das erste mal von sich reden machte.

Video

Das Album hält, was der Albumname verspricht. Wanted On Voyage ist eine Reise durch Musikgenres, durch Städte, Erfahrungen, Gefühle und Alltagssituationen, die jeder Tag für Tag wieder und wieder durchlebt. Tracks wie Budapest, Barcelona, Breakaway oder Blind Man in Amsterdam bilden thematisch einen roten Faden, zeigen in welche Richtung es geht-überall hin, nur nicht hier. Fernweh! Für einen 21-jährigen nur allzu gut zu verstehen. Wer Ezra allerdings nicht mal irgendwo im TV gesehen hat, sondern das große Glück hatte ihn bislang nur lauschend vernommen zu haben, wird nie im Leben denken, dass es sich hier um einen fast-noch-Teenager handelt, der vom großen Leben und der verflossenen Liebe singt.

Die Gitarre in der Hand gibt Melodik und Rhythmus vor. Jeder der 16 Tracks (ja wie haben die Deluxe-Edition-eine der Vorteile beim Radio zu sein!) funktionieren auch akustisch und unplugged. Ab und an sind chorale Gesänge als unterstützendes Element eingebaut, ein perfekter Kontrast zu seinem kraftvollen, dunklen Organ.

Eine Genreeinordnung bleibt schwer. Um es nicht unnötig zu verkomplizieren nennen wir ihn mal Singer-/Songwriter. Elemente aus Country, Soul, Pop und Folk dominieren, den Rest bringt seine unverwechselbare Stimme.

George Ezra wird sich auch in Zukunft der medialen Präsenz sicher sein können. Überraschend abwechslungsreich, thematisch vielseitig und mit einer stimmlichen Präsenz, welche im derzeitigen Pop-Business seines Gleichen sucht. Nach Deutschland kommt er am 8. August zum Haldern Pop Festival und im November im Zuge einer ausgedehnten Europatour mit sieben Deutschlandterminen, unter anderem Leipzig und Berlin. Karten sichern!

Anspieltipps:

  • Blame It On Me
  • Did You Hear The Rain?
  • Barcelona

„When I dance alone and the Sun is beatin down/Blame it on me." Daniel Meinel

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