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Summary

James Blake - James Blake

leiser Dubstep mit großer Wirkung.

Album: James Blake
Künstler:
James Blake
Herkunft:
London, England
Klingt wie:
nichts, was man sonst unter Dubstep verstehen würde

  

Nach bereits vier veröffentlichten EPs seit 2009 erscheint nun James Blakes nach sich selbst benanntes erstes Album. Angefangen hat seine Karriere gewissermaßen vor vier Jahren in einer Clubnacht im „Plastic People“ in Shoreditch. Dort bekam er das allererste mal Grime und Garage- zu hören. Er war auf Anhieb fasziniert und schnell war klar, dass es für ihn als Musikersohn nicht bloß dabei bleiben würde. Musikalisch vorbelastet war er ohnehin schon. Mit sechs Jahren saß er bereits am Klavier, nahm später klassischen Unterricht und setzte sich mit Motown, Gospel, Soul und Jazz auseinander. Die Harmonien und Tonfolgen dieser Musik inspirierten ihn schließlich auch bei seinen ersten eigenen Produktionen. Nach und nach entdeckte er das DJing für sich und lernte viele Leute kennen, die ihn unterstützten und zu seinen ersten Veröffentlichungen verhalfen. 2010 war schließlich das James-Blake-Jahr – zumindest in der Blogosphäre und sowieso allen anderen Weiten des Internet. Das Londoner Jungtalent avancierte zum Lieblingsjungen vieler Blog-Autoren und seine Songs schafften es bis auf BBC Radio 1.

Schon seine ersten Single-Veröffentlichungen unterschieden sich enorm von dem, was es sonst in der Dubstep-Szene zu finden gab. Doch mit seinem Debut-Album verleiht der 22-jährige Engländer dem Dubstep abermals ein ganz neues Gesicht. Verglichen mit seinen früheren Produktionen kommt das Album geradezu ruhig und leicht düster daher. Dominiert werden die Songs vor allem von Klaviermelodien und größtenteils unverzerrten, klaren Vocals ohne andere ablenkende Elemente. Die sparsame Instrumentierung und die Hervorhebung der Vocals machen das Album so ungewöhnlich für dieses Genre. Dennoch finden die Dubstep-typischen wummernden Bässe – wenn auch oft in eher minimalistischer Verwendung – in Songs wie dem Feist-Cover „Limit To Your Love“ ihren Platz und machen die musikalischen Wurzeln des Produzenten deutlich erkennbar. Beim Produzieren, das teilweise schon ins Songwriting übergeht, bedient er sich oft einfacher Effekte und Elemente, die ihre Wirkung in keinster Weise verfehlen. Er legt Vocal-Parts mehrfach übereinander, setzt lange Pausen oder beginnt einen Track mit einem 40-sekündigen Acapella-Intro, um Spannung aufzubauen.

Und das gelingt ihm. Dieses Album fesselt. Es zwingt zum Hinhören und ist damit aber auch weit von Produktionen für den Club-Gebrauch entfernt. Eben was zum Zuhören. Grenzen überschreitend, einmalig und speziell könnte man den Sound des Londoner Nachwuchs-Produzenten in drei Worten beschreiben. Man darf gespannt sein, was dem noch folgen wird.

 

vom Club auf’s Sofa: Lisa Haupt.

 

Anspieltipps: - Wilhelms Scream

                      - Limit To Your Love

                      - I Mind

                      - Unluck

 

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