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Summary

Japandroids - Celebration Rock

let´s celebrate!

Band: Japandroids
Album: Japandroids
Mitglieder: Brian King, David Prowse
Herkunft:  Vancouver, Kanada
Klingt wie: Johnossi, 2-guy-handmade-rock

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Hört man sich ‚Celebration Rock‘ von Japandroids an, um eine Rezension über die Platte zu schreiben, fällt einem auf, dass sowohl Albumtitel, als auch die Lyrics der Kanadier eigentlich schon aussagekräftig genug sind. Celebration Rock sagt an sich schon so viel über das Album aus, dass jedes zusätzlich verlorene Wort im Prinzip wortwörtlich verloren wäre. Auch die Zeile she'll kiss away your gypsy fears and turn some restless nights to restless years aus Fire´s Highway beschreibt die Scheibe ausreichend.

Als ambitionierter Musikredakteur versucht man natürlich dennoch ein paar mehr Sätze über Band, Musik und Wirkung zu finden. Japandroids sind eine kanadische Zwei-Mann-Band die allein schon durch ihr Zwei-Mann-Band-Dasein in die Fußstapfen großer Zwei-Mann-Band-Namen wie Blood Red Shoes, The Black Box Revelation und Johnossi tritt. Mit letzteren könnte man das Produkt aus Gitarrist Brian King und Schlagzeuger David Prowse durchaus vergleichen. Aber fangen wir vorne an. Japandroids gründeten sich 2006. Der Bandname ist ein Kompromiss aus Japanese Scream, dem Vorschlag von King, und Pleasure Droids, dem Vorschlag von Prowse. Demokratie ist bei zwei Mann besonders schwer, weil eine Mehrheit unerreichbar ist. Umso wichtiger ist Kompromissbereitschaft. Nach zwei selbst veröffentlichten EPs unterschrieben die Jungs 2009 beim kanadischen Indie-Label Unfamilar, wechselten anschließend aber zu Polyvinyl. 2009 erschien auch ihr Debut-Album 'Post-Nothing', dem folgte ein Jahr später 'No Singles'. 2012 ist für die Kanadier vor allem ein Jahr voller Tourdaten. Nebenbei veröffentlichen sie dieser Tage noch eben jenes Album namens 'Celebration Rock', von dem hier eingangs die Rede war. Und wie der Name sagt, gibt’s es auf der Platte ordentlich viel zu feiern. Energiegeladen schrubbt King die Saiten seiner Gitarre, fabriziert schrammelig-harmonische Akkorde und lupenreine Melodien. Prowse betoniert das Ganze mit handfesten Drums. Wer jetzt einen Bassisten vermisst dem sei gesagt, dass jeder Klischee-Witz sein Fünkchen Wahrheit hat. Das gilt natürlich auch für Bassistenwitze. Für Abwechslung sorgen die Gesänge, die von beiden gleichermaßen übernommen werden.

Auf 'Celebration Rock' befinden sich nur 8 Lieder. Kurz und schmerzlos könnte man meinen, kurz und freudvoll wäre allerdings angebrachter, denn was den Jungs beim ersten Blick an Teamgröße fehlt, machen sie mit Energie und Leidenschaft wieder wett. Wenn der letzte Track Continous Thunder heißt, so kann damit nur das gemeint sein, was die knapp 40 Minuten vorher passiert ist. Ein Rock-Feuerwerk der Böllerklasse 3 wird da nämlich gezündet. Vom ersten bis zum letzten Song machen die Japandroids ihr Ding und unheimlich viel Spaß. Sie kombinieren dreckige Akkorde mit sturmgedrängten Rhythmen und landen schließlich irgendwo bei Noise-Rock und revolutionärer Scheiß-Drauf-Attitüde. Besonders schön bei dem Ganzen: Japandroids machen Sing-Alongs wieder salonfähig!

Fazit: Erfrischend, ungeschönt, ehrlich, dreckig, rudimentär-visionär und mit der perfekten Portion und Art von jugendlichem Leichtsinn, den man auch im hohen Alter noch gern für sich beanspruchen möchte, kommen die zwei Kanadier daher, fegen einen 8 Songs lang weg und hinterlassen dabei die Spuren eines dieser Hurricanes, die man eher unter dem Namen „unvergessliche Party“ kennt. 'Celebration Rock' steht symbolisch für eine kleine Minderheit innerhalb einer Generation, die mehr kann als sich schminken, Facebook-Herzen posten und E-Mails mit dem Macbook vor Publikum checken. Handgemachte Rockmusik für hirngemachte Tanzmenschen!

 

Anspieltipps:

  • Fire´s Highway
  • Evil`s Sway
  • The House That Heaven Built
  • The Nights Of Wine And Roses

 

Internetpräsenz:

http://www.facebook.com/japandroids

hat ein Faible für Zwei-Mann-Bands... warum nur?: Jakob Sauerwein

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