Radio UNiCC
Jetzt bei Radio UNiCC

Summary

King Krule - 6 Feet Beneath The Moon

Londoner Wunderkind

Künstler: King Krule
Album: 6 Feet Beneath The Moon
Mitglieder: Archy Marshall
Herkunft: London, England
Klingt wie: Ghostpoet, The Streets, Morrissey, Burial, Jamie XX

Für all diejenigen die sich schon gefragt haben, wann die Straßen von London den nächsten großartigen Musiker hervorbringen, gibt es jetzt das Debütalbum des gerade einmal 19-jährigen Archy Marshall aka King Krule.

Produziert wurde das Ganze von Rodaidh McDonald, seines Zeichens Chef von XL Recordings und unter anderem Produzent für Adele, The XX oder Gil Scott Heron. Illustre Namen doch King Krule beweist mit seinem ganz eigenen Soundentwurf, irgendwo zwischen elektronischer Musik und Blues, dass er den Vergleich mit etablierten Künstlern nicht scheuen muss. Auch wenn das ganze von der Grundidee durchaus an Musiker wie Ghostpoet oder Mike Skinner erinnert, hat es doch etwas ganz Eigenes. Aber was ist es, dass die Musik von King Krule ausmacht? Vor allem seine Stimme, die für einen Neunzehnjährigen unglaublich beseelt und erwachsen klingt. Sie klingt nach leeren, dunklen Straßen, verrauchten Whiskey Bars und  dem Kater nach einer durchzechten Nacht. Die Musik beeinflusst von so verschiedenen Genres wie Blues, Hip Hop, Dubstep, Afrobeat, Trip Hop oder Jazz  passt perfekt zu der Stimme. Textlich zeichnet sich King Krule durch schonungslosen Realismus aus. Londons nebelverhangene Straßen sind hier allgegenwärtig. Die urbanen Geschichten über Drogeneskapaden, Freundschaft und die unendlich lange Schlange vorm Arbeitsamt sprechen vielen jungen Engländern aus der Seele. In dem Song Has This Hit singt er:       „.another disapointed soul.i try to keep control.“

Er erzählt verzweifelte, zum Teil wütende Geschichten vom harten Pflaster des sozial schwachen London. Sei es nun die immer weiter auseinanderklaffende Schere zwischen Arm und Reich oder die permanente staatliche Überwachung des öffentlichen Raums, King Krule nimmt kein Blatt vor den Mund.

„Living and growing-up in London, thats where my Paranoia comes from. There is so much CCTV. Youre watched constantly and youre getting fearful because of that.“  Diese Paranoia spiegelt sich auch in seiner Musik wieder.

Musik vermittelt uns ein Gefühl. Sie ermöglicht es uns in andere Welten einzutauchen die wir ohne sie niemals kennengelernt hätten. Genau das schaffen Künstler wie King Krule. Sie zeigen uns eine Welt die uns ohne sie wahrscheinlich verborgen geblieben wäre. Alleine deswegen lohnt es sich in 6 Feet beneath the Moon reinzuhören!

Anspieltipps:

  • Foreign 2
  • Easy Easy
  • Ceiling

Spürt den kalten Londoner Regen auf seiner Haut: Thoralf Kuhnt

Black Lives Matter war in den letzten Wochen das Topthema Nummer eins. Der deutsch-amerikanische Sänger Malik Harris hat dazu einen sehr emoionalen Song veröffentlicht.

Am 15. Mai war es endlich soweit: Das langersehnt und durch Crowdfunding finanzierte erste Album der Schweizer Band Illumishade, "Eclyptic: Wake Of Shadows", hat das Licht der Welt erblickt und Anika hat eine ausführliche Review für euch verfasst.

In This Moment haben drei Jahre auf neue Musik warten lassen. Nach dem sehr okkulten letzten Album „Ritual“ (2017) bleiben sie ihrer Linie treu. „Mother“ erschien am 27. März unter den Labels Altlantic/ Roadrunner und wir haben uns die Scheibe einmal...

Unser Team hat sich den Kopf zerbrochen und das letzte Jahr Revue passieren lassen. In diesem Artikel erfahrt ihr, welche Alben und Songs uns besonders umgehauen haben und warum. Klickt also rein und verratet uns gern, welche eure Favoriten sind. :)

Heute erschien das siebte Studioalbum "Lover" von Taylor Swift und auch diesmal steht die Liebe wieder im Vordergrund, jedoch anders als beim Vorgänger „Reputation“ (2017). Damals war Taylor mehr die Playerin, mehr Badass, wie man heute so schön...