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Summary

Lamb - "5"

Gib mir Five!

Album: „5“

Künstler: Lamb

Herkunft: Manchester, UK

Mitglieder: Louise Rhodes, Andy Barlow

Klingt wie: Experimental-Trip-Pop-Folk

 

Wenn eine Band aufgrund ihres Debüt-Albums als Wegbereiter eines Musikgenres, in diesem Fall Trip-Hop, bezeichnet wird, dann denkt man als unbedarfter Hörer: „OH HA!“ Meist ist es dann aber auch so, dass solche Bands nach einem kurzen Hype wieder in der Versenkung verschwinden. Nicht so im Falle von Louise Rhodes und Andy Barlow, die nach ihrem wegweisenden Erstlingswerk „Lamb“ im Jahr 1996 noch vier weitere recht erfolgreiche Alben veröffentlichen konnten, bis sie dann 2004 schließlich mit einem „Best Of“ Album bei Universal gelandet sind. Dem Ritterschlag der Musikindustrie, wenn man so will. Das Erfolgsrezept war da ziemlich einfach: Man kreiere einen eher unkonventionellen Musikstil, um erstmal auf sich aufmerksam zu machen. Dann entwickelt man sich von dieser Basis ausgehend, von Album zu Album immer weiter, jedes mal ein Stückchen mehr in Richtung Pop (aber nicht zu Sprunghaft, damit es der Laie nicht gleich merkt). So bedient man Erwartungen und gewinnt trotzdem stetig neue Fans hinzu. Gute Strategie!

Das bisher letzte Kapitel dieser Erfolgsgeschichte aus Manchester trägt den Namen „5“, was zunächst merkwürdig klingt, aber der blanken Logik folgt. Denn, wenn man das „Best Of“Album, ein Remix-Album und das darauf folgende Live-Album nicht mitzählt, ist „5“ eben das fünfte Studio Album von Lamb. Und „5“ ist wieder mal anders als seine Vorgänger: Vom Trip-Hop sind nur noch wenige Überbleibsel zu hören. Ja sogar das Drumming ist jetzt popig und eingängig. Nur noch leichte Lo Fi-Elemente sowie ab und an mal ein paar Glitches lassen auf die Wurzeln der Band schließen. Wo wir gerade bei Wurzeln sind. Die hat Louise Rhodes dank ihrer Mutter nämlich im Folk und das scheint in „5“ mehr den je zu Tage zu treten. Die rein akustischen Soloausflüge der Sängerin spiegeln sich nun auch bei Lamb wieder und das klingt gut, interessant und innovativ, was man ja beim fünften Album nicht von jeder Band behaupten kann. Sicherlich profitieren Lamb sehr von der unglaublich guten Stimme Louises, die mit ihrem Gesang das Herzstück aller Tracks bildet. Doch was wäre ein Herz ohne dazugehörigen Leib? Richtig, unnütz! Also arrangiert Andy einen gut gebauten Klangkörper um das Herz, welcher irgendwie immer zwischen experimentell und eingängig hin und her schwankt. Das Ergebnis klingt wundervoll und will immer und immer wieder gehört werden, weil es eingängig und irgendwie doch sonderbar ist.

 

Anspieltipps:

• Butterfly Effect

• Wise Enough

• She Walks

• Back To Beginning

 

Das Sommerloch perfekt ausgefüllt, meint: Arne Zwanzig

Und hier der dazugehörige Beitrag.

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