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Summary

Metric - Fantasies

Synthie – Rock für den Dancefloor

Band: Metric
Album: Fantasies
Mitglieder: Emily Haines (Gesang, Synthies), James Shaw (Gitarre, Gesang), Joshua Winsteadt (Bass, Gesang), Joules Scott Key (Drums)
Herkunft: Toronto, Kanada
Klingt wie: Dead Disco

Die kanadische Musikszene. Verstrickt wie der treffende Vergleich, der mir an dieser Stelle leider nicht einfällt.
Jeder musiziert mit jedem. Mittendrin im musikalischen Knäuel:  Metric.
Schließlich haben sie eine begehrte Sängerin.
Emily Haines hauchte bereits einigen Broken Social Scene - und früheren Stars-Songs mit ihrer irgendwie zerbrechlichen Stimme Leben ein.
Hauptberuflich allerdings ist sie Frontfrau bei Metric.
Und die klingen alles andere als zerbrechlich.

Seit 1998 fabrizieren sie, fern vom gewohnten Kanada – Kollektiv – Pathos oder verspielten IndiePop, schnörkellosen, geradlinigen Rock.
Dieser ist meist von Synthies durchsetzt und somit tanzbar und bestens geeignet für die (von der Band bereits für tot erklärte) Disco. 

Diese Mischung verhalf ihnen 2005 mit  ihrem dritten Album „Live It Out“ vor allem in Nordamerika zum Durchbruch.
Metric sind radiotauglich, hitlastig, stadionreif, ohne dabei plump in den Mainstream abzudriften. 
In den hiesigen Landen blieb der eben besagte Erfolg allerdings aus.
Mit ihrem vierten Album „Fantasies“ könnte sich das ändern.

Die wohl bewährte Mischung aus Indie-Pop und Dance –Rock bleibt.
Doch haben Metric ihren Sound perfektioniert, die Arrangements klingen durchdachter, der Einsatz der Stimme noch gekonnter als zuvor.

So bietet „Fantasies“ allerlei:
ein wunderbar dynamisches Intro wie bei der ersten Single und gut gewählten Opener „Help I´m Alive“, eingängige Melodien, clevere Arrangements, radiotaugliche Refrains, treibende Gitarren („Gold Guns Girls“) oder galaktische Synthie- Soundscapes („Twighlight Galaxy“).
Die Songs schwanken zwischen euphorischen Optimismus, verhaltener Aggressivität und liebevoller Zurückhaltung. Getragen von der oft entrückt wirkenden Stimme Haines, die gleichzeitig aber immer auch um Coolness bemüht ist.

Alles in allem ergibt das ein sorgfältig überproduziertes Gesamtpaket, das, frei von jeglicher negativer Konnotation, massentauglich ist. Kompakter Synthie –Rock für die Disco, eben. Erfolg garantiert.

Anspieltipps:

  • Gold Guns Girls
  • Help I´m Alive
  • Collect Call
  • Sattelite Mind
  • Blindness


Verstrickungen im Netz:

www.ilovemetric.com

www.myspace.com/metricband

 i`m sick, you`re tired, let`s dance: Johanna Eisner

 rettet die Disco vor dem Aussterben: der Beitrag

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