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Summary

M.I.A. - Kala

Kommt ein Vogel geflogen, setzt sich nieder auf dein Ohr.

Band: M.I.A.
Album: Kala
Mitglieder: Maya Arulpragasam
Herkunft: Sri Lanka, nun aber London

... in diesem Fall ist der Vogel etwas außergewöhlich - ein bunter Paradiesvogel.

Eine treffendere Metapher gibt es für M.I.A. auch mit ihrem neuen Album nicht. Und auch wenn ich diesen Vergleich noch nirgends gelesen habe, bin ich bestimmt nicht der erste, der in in dieser Form anbringt. Besonders originell ist der Vergleich zugegebenermaßen auch nicht.

Aber was soll man auch machen. Das Treiben und Wirken von M.I.A. ist einfach wahnsinnig kunterbunt. DAs fängt beim Cover zum neuen Album Kala an und hört bei ihrem Myspace-Auftritt auf. Oder auch nicht - eigentlich ist diese Beobachtung unerschöpflich.

Die Vogelgrippe scheint an unserem Paradiesvogel ohne Probleme vorübergegangen zu sein, denn Kala überzeugt vom ersten Moment an mit den Stärken von M.I.A.: unglaublich vielfältige, stampfende Beats. Dazu mischt sich ihre charismatische schon fast kreischende Stimme und schon ist das Rezept für einen Diskokracher perfekt.

Im Song Paper Planes nimmt Frau Arulpragasam dann aber doch mal ein wenig das Tempo raus. Doch selbst hier wird der Paradiesvogel ins Gedächtnis zurück gerufen, wenn der Beat auf einmal aus Pistolenschüssen, Nachlade-Geräuschen und dem Klingeln einer Kasse besteht.

Um all diese Ideen auch vernünftig vertonen zu können, hat sich M.I.A. wieder ordentlich Helfer ins Boot geholt. Da wären der nigerianische Rapper African Boy im Song Hussel, die Aboriginiee Combo The Wilcannia Mob (Beat bei "Mango Pickle down river") und eine Person die auf nahezu keinem guten Album fehlen darf: Timbaland. Auch er hat bei M.I.A. mitgemischt, und zwar im letzten Song "Come around".

All diese Künstler stehen nicht nur als Feature auf der CD drauf, sondern man hört den einzelnen Tracks die Einflüsse der jeweiligen Person wirklich an und schon deshalb hat sich die Zusammenarbeit gelohnt. 

Fazit:

M.I.A. hat ein Album kreiert, das wie geschaffen für die Tanzfläche ist und bestimmt nicht die passende Musik für einen lauschigen Abend zu zweit ist. Trotzdem muss sie aufpassen, für genug Abwechslung zu sorgen. Ansonsten könnte der bunte Vogel schnell die ersten Federn lassen.

 

Anspieltipps:

  • Birdflu
  • Jimmy
  • Mango Pickledown River
  • Paper Planes

geteert und bunt gefedert: Stephan Grunwald

so frei wie ein Vogel: Der Download zum Beitrag

 

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