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Summary

Moderat - II

Pure Ekstase

Künstler: Moderat
Album: II
Mitglieder: Sascha Ring, Gernot Bronsert, Sebastian Szary
Herkunft: Berlin
Klingt wie: Apparat, Modeselektor

Das Berliner Überduo Apparat (Sascha Ring) und Modeselektor (Gernot Bronsert/ Sebastian Szary) bringen im heißesten Monat des Jahres die heißeste Scheibe des Jahres heraus. Apparats verträumter Synthie-Pop trifft auf Modeselektors treibende Beats. Was herauskommt ist eine elektronische Explosion, die sowohl auf der Tanzfläche als auch mit Kopfhörern am Strand funktioniert.

Jedes einzelne musikalische Detail ist perfekt platziert, kein Bass zu viel, kein unnötiges elektronisches Gefrickel. Moderat ist pur. Moderat ist reine Ekstase. Die kompromisslose Vereinigung von treibenden Bässen auf der einen Seite und verschrobener Melancholie auf der Anderen bringt die Stimmung dieses Sommers perfekt auf den Punkt. Eine Antwort auf die überhypte elektronische Szene, die sich fast wöchentlich mit der Kreation neuer Genres überschlägt, aber die Gefühle der Menschen nicht mehr berührt.

Wenn Sascha Rings ätherische Stimme über den Beat von „Bad Kingdom“ schwebt und er This is not what you wanted/ Not what you had in mind aus den Boxen ruft, spürt man das. Die Melancholie wird aufgebrochen durch ein Elefantentröten, das rhythmisch in den Song quäkt. Dieser Wiederspruch, diese zwei unterschiedlichen Pole des Musikkollektivs üben einen faszinierenden Reiz aus, dem man sich nicht entziehen kann.

Milk ist mit seiner epischen Länge von zehn Minuten das instrumentale Highlight des Albums. Ein Partysong kombiniert mit der abgefuckten Stimmung nachts um halb sechs, wenn die Dämmerung hereinbricht.

Sechs Monate, die sich angefühlt haben wie zehn Jahre; solange dauerte nach eigenen Angaben der Entstehungsprozess ihres zweiten Albums. Diese zwei Bands harmonieren besser miteinander als viele andere Kollaborationen der letzten Jahre. Weil es kein zweckmäßiger Zusammenschluss zum Tantiemen verdienen ist, sondern sie das etwas größenwahnsinnige Ziel der besten tanzbaren Musik vor Augen hatten. Alles oder nichts, diese Künstler sind absolute Perfektionisten. Als ob sich ein elektronischer Kreis schließt.

Wer bereits im Vorprogramm von Radiohead spielen durfte, dem sei ein bisschen Größenwahn verziehen. Schließlich ist es dieser entrückte Sound, der uns diesen Sommer mit schweißnassen Rücken und klebenden Schuhsohlen auf den Tanzflächen begleiten wird. Es wird großartig werden.

Anspieltipps:

  • Bad Kingdom
  • Milk
  • Damage Done

Tanzt in den Sommer: Caroline Niwinska

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