Radio UNiCC
Jetzt bei Radio UNiCC

Summary

Moneybrother - Mount Pleasure

Ein Berg voller Vergnügen erreicht das deutsche Festland nach stürmischer Überfahrt aus Schweden.

Band: Moneybrother
Album: Mount Pleasure
Mitglieder: Anders Wendin (samt Live Band)
Herkunft: Stockholm, Schweden


Das neue Album von Moneybrother zeigt Anders Wendin von Seiten, die man so nicht von ihm erwartet hätte.

Erstens: Aus dem "Herzschmerz- Anders Wendin" wird der "Kneipengänger-Anders Wendin". Auf Mount Pleasure ist Schluss mit Songs über Ex-Freundin Joanna und anderen Liebesgeschichten. Es geht um Biergelage mit Freunden und das Gefühl der Glückseeligkeit im Pub um die Ecke. Dieser Umschwung macht sich in der Musik sehr bemerkbar. Es geht eher zur Sache und bleibt oft bei einem sehr hohen Tempo.

Da wäre außerdem der "70er Jahre- Anders Wendin". Das Album wurde laut der Aussage von Anders Wendin in der AC/DC Methode aufgenommen. Er versteht darunter den Verzicht auf eine Vielfalt an Instrumenten, um dafür aus den wenigen übrigen umso mehr herauszuholen. Tatsächlich merkt man das dem Album an. Wie auch bei den Live Shows findet sich auf dem Album nur noch ein Klavier und ein Saxophon neben den üblichen Gitarren. Und auch diese beiden Instrumente werden nicht mehr so betont eingesetzt, wie es auf den letzten beiden Alben noch der Fall war. Vielmehr sorgen sie für den ein oder anderen Akzent. Insgesamt ist das Album eindeutig gitarrenlastiger geworden.

Dann noch der "Teammate- Anders Wendin". Sonst wurden für die Albenaufnahmen immer Studiomusiker verpflichtet. Für Mount Pleasure hat der Schwede zum ersten Mal seine Live Band mit ins Studio genommen. Das Ziel war einfach, aber wichtig für die Qualität des Albums: Die Musiker sollten jede Note der Songs verinnerlichen und mit vollem Herzblut bei der Sache sein. Das wirkt sich natürlich auch positiv auf den Zusammenhalt in der Band aus.

Und letztlich der "Understatement-Anders Wendin". Moneybrother hatte am vergangenen Sonntag die beste Möglichkeit, für sein Album Werbung zu machen. Genutzt hat er die Chance allerdings kaum. Beim Highfield Festival bei Erfurt begeisterte er schwitzende Massen von der Zeltbühne. Zu hören gab es aber hauptsächlich älteres Material. Die einzige Neuheit war die Single vom Album: Just another Summer. Eigentlich schade, denn die Songs von unserer CD der Woche sind auf alle Fälle live tauglich. Auch in den Ansagen kam nur einmal der dezente Hinweis auf die kommende Veröffentlichung des Albums. Diese Bescheidenheit hätte Herr Wendin ruhig ablegen können. Sein Album braucht er nicht zu verstecken.

Fazit:

Moneybrother ist nicht mehr der liebe Schwiegersohn, der mit Herzschmerzmusik die Frauen beeindrucken kann. Der Partylöwe in ihm kommt durch und auch diese Facette steht der Musik von Moneybrother sehr gut.

Anspieltipps:

  • Guess who's gonna get some tonight
  • Down at the R
  • It might as well be now (im Duett mit der norwegischen Songwriterin Ane Brun)
  • Just another summer


www.moneybrother.net
www.myspace.com/moneybrother

Gipfelstürmer: Stephan Grunwald

Hörproben aus Mount Pleasure.

|HINTER DEN KULISSEN| Nero Kolero und Beatvalley Produxnz

Demnächst hier im Studio dürfen wir mit ganz viel Glück einen Gast aus der Nachbarschaft für ein kleines Interview begrüßen, Nero Kolero. Ein Chemnitzer Rapper, der im August 2020 sein...

Swan Songs III… Ich war sehr skeptisch, als ich hörte, dass Lord of The Lost noch ein drittes Mal die Klassikschiene einschlagen. Vielleicht dachten sie alle guten Dinge sind drei oder sie haben einfach zu viele gute Klassiksongs geschrieben? Wir...

Neues Album, neuer Stil, neue Taylor? Die Überraschung war groß, als Taylor Swift am Donnerstag, den 23. Juli, ankündigte, dass in weniger als 16 Stunden ihr neues Album „Folklore“ das Licht der Welt erblicken würde. „Die meisten Dinge, die ich für...

Am 15. Mai war es endlich soweit: Das langersehnt und durch Crowdfunding finanzierte erste Album der Schweizer Band Illumishade, "Eclyptic: Wake Of Shadows", hat das Licht der Welt erblickt und Anika hat eine ausführliche Review für euch verfasst.

In This Moment haben drei Jahre auf neue Musik warten lassen. Nach dem sehr okkulten letzten Album „Ritual“ (2017) bleiben sie ihrer Linie treu. „Mother“ erschien am 27. März unter den Labels Altlantic/ Roadrunner und wir haben uns die Scheibe einmal...