Radio UNiCC
Jetzt bei Radio UNiCC

Summary

Mr.Oizo - Lambs Anger

Ed Banger's nächster Streich!

Band: Mr.Oizo
Album: Lambs Anger
Mitglieder: Quentin Dupieux
Herkunft: Paris, Frankreich
Klingt wie: Justice, Bassment Jaxx, SebastiAn

Geboren wurde Mr.Oizo im Jahr 1974, damals noch unter dem unverdächtigen Namen Quentin Dupieux. Zuerst knipst er alles was ihm vor die Linse kommt, um später diese Bilder mit Hilfe eines Synthesizers akustisch zu unterlegen. Er ist mehr Regisseur als Musiker. Seine Freunde sind Kavinsky, Sébastian Tellier und SebastiAn. Ferner sagt Ed-Banger Gründer Pedro Winter über ihn:

Ich finde, Mr.Oizo sollte sein Leben in einer Irrenanstalt beenden. Der Typ ist einfach verrückt.“

Ja, ist er denn verrückt? Anders kann man das Album Artwork seines neuen dritten Albums „Lambs Anger“ nicht interpretieren. Es zeigt ein düsteres und ungeheuerliches Bild: Flat Eric in Oberkörper-Frontalaufnahme. Sein linkes Auge wird durch zwei Finger der linken Hand eines Unbekannten gestreckt. Ein Klappmesser, gehalten in der rechten Hand des ominösen Mannes im Hintergrund, bedroht Ihn.

Haben wir das Schlimmste zu befürchten? Sprich den qualvollen Tod unseres Lieblings-Plüsch-Charakters, der so schön mit Wiener Würstchen paffen kann? Wird Ihm nur das Fell gestutzt? Ist Mr.Oizo der Klaus Kinski der Jetztzeit? Der aufbrausende und unergründliche Derwisch der Ed-Banger Crew? Der nun, nach neun Jahren, seinen eigens geschaffenen Charakter Flat Eric meuchelt?

Gehen wir also jeden Hinweis nach – das Album in Stenographieform.

  • Hun: bounced im typischen Justice-Soundgewand; der Hörer wird begrüßt und man bekommt eine kleine Einführung; aber eins vorweg: Ganz schön viel Understatement.

„This is me again. A collection of some recorded stuff. Some are good, some are bad, some are okay. Turn off the light! Read a book!“

  • Pourriture 2 & 7: könnte auch von SebastiAn sein; er erklärt auf welche Weise dieses Album entstanden ist („la music d’ordinateur“), schließlich hat erst 2004 den Computer für sich entdeckt hat und somit seinen altbackenen analogen Produktions-Stil komplett verworfen
  • Z: der Anfang beginnt wie Late of The Piers „The Bears are coming“; wandelt sich aber in einen hektischen Track, der Angst verbreitet
  • Cut Dick: oh yeah! Sehr funkig und smoove. Klassischer Sound von Leftfielddisco mit gesampeltem Saxophon.
  • Two Takes it: klingt nach der britischen Band The Go! Team; wiederum sehr funky; der eingängigste Track des Albums, trotz der Aussage: „Yeah, I Like Sex!“
  • Rank: erinnert an Filmmusik, schlägt einen Spannungsbogen
  • Bruce Willis Is Dead: sehr aufgeregt, man hört Sirenen und ab und zu hohe Frauenstimmen; außerdem ragt dieser tiefe dröhnende Trashbass heraus; wurde u.a. schon von Boys Noize und Kavinsky live performed
  • Jo: symbolisiert die groovige Seite des Albums; easy listening; könnte die Titelmelodie einer 80 Jahre Serie sein, man fühlt sich an „Dallas“ erinnert.
  • Positif: die Rückkehr des legendären Flat Beats; sehr Minimal Techno lastig
  • Lambs Anger:This audio was recorded by Flat Eric“; man hat das Gefühl der Track wird durch den Schraubstock genommen; am Ende sagt eine weibliche Stimme: “This is enough! Go back to the class!“
  • Steroids: gemäßigter Track mit typischen Uffie Vocals; man kann hier sogar von klassischer Melodieführung sprechen
  • Gay Dentists: das hat einen kraftvollen Bassment Jaxx Style, der sich mit diesem French-House Sound verbindet
  • Blind Concerto: unaufgeregtes Ende des Albums; stampfender Beat, Soundgeklirre von Spielkonsolen.

Wenn man das Album durch gehört hat, kann man Entwarnung geben. Flat Eric lebt weiter. Ihm wurde nur das Fell gestutzt. Doch nichtsdestotrotz ist Mr.Oizo weiterhin der unergründlichste Künstler der Jetztzeit und "verrückt" ist, im positiven Sinne, wohl das passende Adjektiv seines Wesen.

Fazit:This is me again. A collection of some recorded stuff. It’s very good. Turn off the light! Don’t read a book! So Dance!“

 Anspieltipps:

  • Two Takes It
  • Cut Dick
  • Bruce Willis Is Dead
  • Z
  • Jo
  • Positif
  • Gay Dentists

 

Videoclip von "Flat Beat": www.youtube.com/watch

die MySpace Präsenz: www.myspace.com/oizo3000

Promotionsfirma: www.beatsinternational.com/index.php

 

Wird der Pelz aus dem Gesicht geschnitten: Constantin Muhs

Die Wut des Lammes nachzuhören im Beitrag

Die niederländische Powermetalband Within Temptation hat am 1. Februar ihr neues Album „Resist“ in die Läden gebracht und damit einen Stilwechsel gewagt. Wir finden uns in einer dystopischen Welt wieder.

Subway To Sally haben am 8. März ihr 13. Studioalbum „Hey!“ in die Läden gebracht und damit nach fünf Jahren wieder neue Musik in die Welt gestreut. Die erste Single „Königin der Käfer“ zeigte, wohin die Reise in etwa gehen sollte.

Die Punkrockband Rise Against aus Chicago ist dafür bekannt, sehr tiefgreifende Texte zu schreiben. Meist beschäftigen sie sich mit Missständen der Gesellschaft, doch bei „House on Fire“ wurde Sänger und Songwriter Tim McIlrath etwas privater.

Seit 20 Jahren gibt es das Pop-Duo SDP nun schon und am 1. März erscheint das nun schon 11. Album „Die Unendlichste Geschichte“. Die beiden Sänger sagen, dass sie solch einen Song wie "Unikat" in ihrer Jugend vermisst hätten, da sie selbst Außenseiter waren.

Die finnische Band Poets of The Fall hat im letzten Herbst das Album „Ultraviolet“ in die Läden gebracht. Eine sehr berührende Ballade daraus ist die Single „Dancing On Broken Glass“.