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Summary

Mumford & Sons - Sigh No More

Hillbilly-Rock'n'Roll ohne den Beigeschmack von überfahrenem Tier

Band: Mumford and Sons

Album: Sigh No More

Herkunft: London

Klingt wie: Folk+Bluesgrass+hübsche Männer

 

Seit der glorreichen Kelly Family gab es kaum nennenswerte Bands welche im scheinbar familiären Kollektiv auftraten. Aber vielleicht liegt ja genau darin das Geheimnis der Mumford and Sons und eventuell auch ihr baldiger Erfolg, sie sind nämlich weder blutsverwand noch spielen sie schnöden Spaghetti-Folk.

Als Brüder im Geiste beherrschen sie ihr Banjo wie die original Hillbillies aus Nordamerika anfang des letzten Jahrhunderts. Sie zupfen und spielen, sie stampfen, sie singen und leiden. Sie schwingen ihre kleinen engen Kostümjäckchen und krämpeln die weißen Hemden bis zum Ellbogen. Und alle wissen: hier erwartet uns Musik bei der wir schwitzen, tanzen und jubeln werden.

Das Klavier, der Kontrabass, die Mandoline. Für alle Nostalgiker unter den Folkfans sind diese zwölf Songs ein wahres Wunder. Alles beginnt leise und zart. Der erste Track hält uns hin und lässt nur erahnen was uns hier erwartet. „Sigh No More“, startet mit einem kleinen Männerchor und zeigt kurz vor Ende das gesamte Ausmaß der Gebrüder Mumfordsen. Alle singen und spielen gemeinsam und lautstark und es klingt nach purer Harmonie.

„Little Lion Man“, eindeutig zum Mitstampfen komponiert, schaukelt sich dann triumphal und aufrüttelnd nach oben, die Instrumente bauen sich auf und alles feiert sich selbst auf dem Höhepunkt - dem Refrain. Auch Die Textzeilenbrennen sich selbstverständlich ein. „Dust Bowl Dance“ hingegen zeigt uns die musikalische Gefühlspalette von Trauer und Wut, bis zu himmelhochjauchzender Freude über Ekstase und wieder zurück zur Stille. Ein kleines Meisterwerk am Schluss. Auch damit wir nicht vergessen wie großartig dieses Album ist. Man könnte meinen ein gewiefter Trick der Band.

Und so blickt man zurück auf volle 49 Minuten, großer Gesang, große Gesten und großes Gerumpel, und freut sich auf die Shufflefunktion im Player.

 

Gründet jetzt „The United Melissa-Familyband“, Melissa Lampe

 

Anspieltipps:

 

  • Little Lion Man

  • Dust Bowl Dust

  • Sigh No More

 

Surftipps:

 

www.myspace.com/mumfordandsons

 

 

 Die großen akustischen Gesten gibts hier.

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