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Summary

Peaches - Impeach My Bush

Was habe ich nicht alles über Frau „Pfirsiche“ gelesen. Merrill Nisker der weiblich Macho.

Künstlername: Peaches
Album: Impeach My Bush
Mitglied: Merrill Beth Nisker
Herkunft: Berlin (ursprünglich: Kanada)
Musikrichtung: Elektroclash

Was habe ich nicht alles über Frau „Pfirsiche“ gelesen. Merrill Nisker der weiblich Macho. Sie nehme die Geschlechterrollen nur zu gerne auf’s Korn und sei das lebende Beispiel für die Queer Theory (Theorie, die die natürliche Unterteilung in Geschlechter anzweifelt). Andere stellen die Kanadierin sogar als asexuell hin... Dafür, dass sie mit Fortpflanzungstechniken nichts am Hut haben soll, kennt sie sich aber recht gut aus – wenn man sich die Texte so anhört.
Was immer auch über Peaches gesagt wird, für uns ist immer noch ein Aspekt an ihr am wichtigsten: die Musik.

Trifft sich gut, dass da gerade ihr drittes Album „Impeach My Bush“ heranrollt. Achtung – ausweichen! Sonst ist man gleich überrollt. Nach kurzem Intro knarzt Merrill mit einem schnellen HipHop-Teil los, das Missy Elliot noch älter aussehen lässt. Hat man den Bass überlebt, greift gleich mal die E-Gitarre ein. Ja, so kennt man sie: fette Synthies, mitreißende Hook, Power ohne Ende und dazu schreien, bitte – so füllt man die Clubs.

Das gesamte Album wechselt immer mal schön hin und her zwischen dreckigen, tiefen Synthieteilen in Richtung Grime und dann wieder Gitarrenschrammlern. Liegt wohl sicher an der namhaften Unterstützung für dieses Album: da findet man Jugendfreundin Feist, Queens Of The Stoneage Legende Josh Homme, Rock’n’Roll-Ikone Joan Jett sowie Dave Catching und Brian O’Connor von den Eagles Of Death Metal. Wenn da nicht die ein oder andere verzerrte Gitarre  in die Songs gekommen wäre, wann dann? Ansonsten stammen die dicken Beats wieder von Frau Nisker. Zusammengehalten wird alles von anzüglichen Texten, die aber eigentlich nicht mehr schocken können – kennt man ja von Frau „Pfirsiche“ bereits und muss so sein. Keine Erwähnung, gehört so. Häkchen dran.

Vergleiche verbieten sich eigentlich. Jahcoozi oder M.I.A. würden sich soundtechnisch anbieten, aber da verwechselte man Lehrer und Schüler. Schließlich steht Peaches schon seit 2000 mit diesem provokativen Sound auf der Bühne. Also klingen die anderen wie die Wahlberlinerin und nicht etwa umgedreht. Ihren Erfolg kann man übrigens auch an ihrer Supportliste ablesen: Touren mit Björk, Queens Of The Stoneage, Marilyn Manson, Black Rebel Motorcycle Club, Iggy Pop und neuerdings Eagles Of Death Metal sowie Nine Inch Nails. Braucht man noch mehr Referenzen?

Ok, eine noch: Britney Spears hat sich offiziell als Fan von Peaches geoutet und strebt ein Feature an. Bisher hat Frau Nisker aufgrund eigener Tour noch absagen müssen. Grundsätzlich scheint sie dem Angebot aber nicht abgeneigt, wenn die Kanadierin sagt: „Vielleicht kann ich ihre Welt ändern.“

Fazit:

Rein in den Laden – Scheibe kaufen! Wer noch immer nix von Peaches gehört hat, verpasst aktuelle Musikgeschichte. Selten war eine Dame über alle Genregrenzen so anerkannt. Und das neue Album setzt das fort. Keine Frage!

Anspieltipps:

  • Tent In Your Pants
  • Hit It Hard
  • Slippery Dick
  • Stick It To The Pimp

So asexuell wie Peaches: Sebastian Schlegel
 

Offizielle Homepage von Peaches

Zum Reinhören -> der Beitrag

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