Radio UNiCC
Jetzt bei Radio UNiCC

Summary

Radical Face - The Family Tree: The Roots

back to the family roots.

Band: Radical Face
Album: The Family Tree: The Roots
Mitglieder: Ben Cooper, Geräte des Geräteschuppens
Herkunft:  Jacksonville, Florida
Klingt wie: intimer Folk

 

Um nach 2012 zu klingen muss man ein ganzes Stück zurück. Zurück zu den Wurzeln quasi. Oder auch nur zurück ins 19. Jahrhundert. So versucht es Radical Face, den viele vermutlich durch seinen Song Coming Home aus der Nikon-Werbung kennen, in dem sein meditativ-erfrischendes Ho-Ho-Ho-Ho-Ho-Hooome versucht einem nahezulegen, dass auch eine Kamera ein Familienmitglied sein kann.

Apropos Familie. Davon scheint Ben Cooper – so heißt Radical Face im weniger radikalen Umfeld – viel zu halten, denn mit The Family Tree: The Roots eröffnet er eine Trilogie von Alben, die vom Leben einer fiktiven Familie des 19. Jahrhunderts handelt. Der Sound von The Roots ist größtenteils auf die damals zugänglichen Instrumente reduziert: Klavier, Akustik-Gitarre, Floor-Tom, dezente Percussions und natürlich Stimmen. Was Cooper damit konstruiert hat Konzept: im Geräteschuppen seiner Mutter beschäftigte er sich mit Genealogien, etwas amerikanischer Geschichte, seinen eigenen Erfahrungen und packte all das in die Aufnahme des Albums. Es entstand so eine äußerst intime, nahbare Platte der es dennoch nicht an Zugänglichkeit mangelt. Bedachter Tiefgang und imposante Vielschichtigkeit lassen an Joasihno erinnern, gleiches gilt für die Arrangements der Songs, die sich von dezenten Melodien häufig hin zu tragenden Hymnen steigern. Die Akustikgitarre hier und ein treibender Beat dort sorgen dafür, dass sich einige Songs mitunter ziemlich folkig anhören.

Cooper hat sich auf jeden Fall Gedanken gemacht und das hört man. So hat alles auf The Roots, wie in einer Familie des 19. Jahrhunderts, seinen rechten Platz, alles ist genauestens konzipiert in Klang und Wirkung. Dabei gilt für den Hörer, das Album wie einen Tee erst einmal ziehen zu lassen, vielleicht sogar vorüberziehen lassen. Denn bei jedem neuen Hören schnappt man mehr von seiner Vielschichtigkeit auf, es gibt immer wieder neue Fragmente die hängenbleiben und so im Nachhinein ein stetig detaillierter werdendes Gesamtbild erzeugen: Ein Fingerfarbenbild? Ein Mosaik? Ein Konzept!

 

Anspieltipps:

  • Black Eyes
  • Always Gold
  • A Pound Of Flesh
  • Mountains

Internet:

www.radicalface.com

www.myspace.com/racidalface

radikal? come on!: Jakob Sauerwein

Und hier der dazugehörige Beitrag.

Chef'Special sind eine Indieband aus den Niederlanden und gehören seit 2008 zu den beliebtesten Musikgruppen aus diesem Genre.

Am 15. Mai war es endlich soweit: Das langersehnt und durch Crowdfunding finanzierte erste Album der Schweizer Band Illumishade, "Eclyptic: Wake Of Shadows", hat das Licht der Welt erblickt und Anika hat eine ausführliche Review für euch verfasst.

In This Moment haben drei Jahre auf neue Musik warten lassen. Nach dem sehr okkulten letzten Album „Ritual“ (2017) bleiben sie ihrer Linie treu. „Mother“ erschien am 27. März unter den Labels Altlantic/ Roadrunner und wir haben uns die Scheibe einmal...

Unser Team hat sich den Kopf zerbrochen und das letzte Jahr Revue passieren lassen. In diesem Artikel erfahrt ihr, welche Alben und Songs uns besonders umgehauen haben und warum. Klickt also rein und verratet uns gern, welche eure Favoriten sind. :)

Heute erschien das siebte Studioalbum "Lover" von Taylor Swift und auch diesmal steht die Liebe wieder im Vordergrund, jedoch anders als beim Vorgänger „Reputation“ (2017). Damals war Taylor mehr die Playerin, mehr Badass, wie man heute so schön...