Radio UNiCC
Jetzt bei Radio UNiCC

Summary

Real Estate - Days

Hype, Hype, Hypo Real Estate!

Band: Real Estate
Album: Days
Herkunft: New Jersey, jetzt aber Brooklyn, NY, USA
Mitglieder: vier
klingt wie: Investment Trust – Immobilie am Meer.

Ein Begriff Real Estate sorgt in den finsteren Zeiten der allgegenwärtigen und immerwährenden Finanzkrise kaum für Entzückung. Aktien, Keller, Crash, Immobilienpreise, Rettungsplan, okkupiert die Wallstreet und so! Krisenintervention kommt jetzt ausgerechnet aus den USA, und zwar ausgerechnet aus New Jersey, der Heimat vom sozialkritisch singenden Arbeiterheld schlechthin. (Ihr wisst natürlich wer gemeint ist!)

Doch Real Estate ballen nicht die Faust und singen für das Volk, sie empfehlen lieber gleich den Erwerb einer Immobilie am Meer. Scheinbar lebt es sich dort entspannter: einfach mal das Wallstreet-Journal aus der Hand legen und auf die Wellen starren, die wild schäumend gegen die Brandung schlagen. Insofern sich die Immobilie an der Steilküste befindet, denn dieses musikalische Haus am Meer könnte eigentlich überall stehen: im sonnigen Florida, Westcoast, Eastcoast, Pazifik, Atlantik, Karibik, Traumstrand, Felsklippe, ja sogar an der Ostsee oder am Stausee Oberrabenstein. Hauptsache Meer, Wellen, Wind und Sand.

Schon seit 2009 haben Real Estate etwas im Gepäck, das weitaus stabiler scheint, als die angeschlagene Marktwirtschaft: Surf! Bereits auf dem 2009 erschienen Debüt mischten sie Surfpop mit Trucker-Rock und Psychedelika, die Songs trugen entspannte Titel wie „Beach Comber“, „Pool Swimmers“ oder „Let's Rock The Beach“ und waren von einem mysteriösen LoFi-Nebel umhüllt, so dass sie tatsächlich klangen wie antiquarisches Strandgut aus den 60er Jahren.

Mit ihrem Zweitwerk, schlicht Days betitelt, beweist die Band, die mittlerweile natürlich im heiß brodelnden Hipster-Kessel Brooklyn ansässig ist; dass ihre Retrospektive auf Surfpop und Psychedelic nicht nur beständig ist, sondern vor allem auch zeitlos und klassisch schön. Die Zutaten sind simpel: nass klingende Reverb-Gitarren und entrückter Gesang, gediegenes Tempo, warmer Sound, relaxte Atmosphäre, Strandmetaphern.

Fast könnte man sagen, Real Estate sind The Drums für Erwachsene: Weniger Leid, weniger Pomade, weniger Disco und der pickligen Pubertät definitiv entwachsen. Stattdessen mehr Detailverliebtheit, besseres Songwriting, entspannte Reife. Aufklärung statt Sturm&Drang. Gemeinsam teilen beide Bands aber neben dem Faible für Surfgitarren auch den Sinn für eine nahezu perfektionistische Klangästhetik.

Days ist nicht nur ein Album für alle Küsten, sondern auch für alle Jahreszeiten. Es braucht trotz Surfsound und Strandfeeling keine brütende Hitze, um seine Wirkung zu entfalten, sondern funktioniert auch bei Schnee und Regenwetter. Eine sichere Investition, eine gute Anschaffung – wie ein Haus am Meer eben.


Anspielen

  • Out Of Tune

  • It's Real

  • Municipality

  • Green Aisles


The sea is a good place to think about the future: Johanna Eisner

Mistgabel:
pitchfork.com/search/

yourstru.ly/2010/08/10/real-estate-resevoir-3/

 

 

Die niederländische Powermetalband Within Temptation hat am 1. Februar ihr neues Album „Resist“ in die Läden gebracht und damit einen Stilwechsel gewagt. Wir finden uns in einer dystopischen Welt wieder.

Subway To Sally haben am 8. März ihr 13. Studioalbum „Hey!“ in die Läden gebracht und damit nach fünf Jahren wieder neue Musik in die Welt gestreut. Die erste Single „Königin der Käfer“ zeigte, wohin die Reise in etwa gehen sollte.

Die Punkrockband Rise Against aus Chicago ist dafür bekannt, sehr tiefgreifende Texte zu schreiben. Meist beschäftigen sie sich mit Missständen der Gesellschaft, doch bei „House on Fire“ wurde Sänger und Songwriter Tim McIlrath etwas privater.

Seit 20 Jahren gibt es das Pop-Duo SDP nun schon und am 1. März erscheint das nun schon 11. Album „Die Unendlichste Geschichte“. Die beiden Sänger sagen, dass sie solch einen Song wie "Unikat" in ihrer Jugend vermisst hätten, da sie selbst Außenseiter waren.

Die finnische Band Poets of The Fall hat im letzten Herbst das Album „Ultraviolet“ in die Läden gebracht. Eine sehr berührende Ballade daraus ist die Single „Dancing On Broken Glass“.