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Summary

Spitting of tall Buildings - Spitting of tall Buildings

Wer kennt diese Situation nicht aus seiner Kindheit: Man steht auf einer Brücke oder einem Wolkenkratzer und schaut in die Tiefe. Sofort ist man versucht all seinen Mut und Speichel zusammenzunehmen und einen feuchten Gruß nach unten abzusetzen.

Wer kennt diese Situation nicht aus seiner Kindheit: Man steht auf einer Brücke oder einem Wolkenkratzer und schaut in die Tiefe. Sofort ist man versucht all seinen Mut und Speichel zusammenzunehmen und einen feuchten Gruß nach unten abzusetzen. Der Abschluss dieses „Spitting Off Tall Buildings“ ist dann der heiß ersehnte Aufklatscher auf dem Wasser oder Boden.

Der Einstieg in unsere CD der Woche von Spitting Off Tall Buildings ist genau so ein Aufklatscher. Nichts ist mit ruhigen Klängen zur Einstimmung, das wäre auch gar nicht die Art der Band. Es geht mit Vollgas los. Laut, schnell und energetisch.

Dieses Konzept zieht sich wie ein roter Faden durch das komplette Album. Frontsängerin Jana Pallaske rotzt ihre Verse regelrecht in das Mikrofon, während im Hintergrund fleißig die Gitarren malträtiert werden. Jana ist jedoch nicht die Einzige, die sich zu Wort meldet. Bei Tracks wie „MC Noise“, „This Boy“ oder auch „Hey John“ entstehen regelrechte Dialoge mit dem Gitarristen Paule, die das Ganze auf interessante Art und Weise auffrischen.

Themen dieser Dialoge sind der totale Stillstand („This Boy“) aber auch das eigene Partyverhalten, mit der bodenständigen Frage, wer denn dann das Auto fährt („Hey John“). Dass die Band aber auch ganz andere Probleme hat äußert sich in Zeilen wie: „Got more Questions than Answers/ Got more Problems than money in my bank account“. Das ganz normale Rockerleben also…

Was auf dem Album schon sehr energetisch wirkt, verstärkt sich noch mehr, wenn man der Band live zuhört. Das war zuletzt vor zwei Wochen in Chemnitz möglich, als Spitting Off Tall Buildings im Vorprogramm von Muff Potter zu bestaunen war. Mit Leichtigkeit schafften sie es, das Publikum in ihren Bann zu ziehen.

Das ist vielleicht der Tatsache zu verdanken, dass Jana Pallaske unter anderem als Schauspielerin tätig ist und dadurch auch eine gekonnte Bühnenshow ablieferte. Erst wenn man die Band zu ihrer Musik sieht, kann das Ganze seine volle Wirkung entfalten.

Musikalisch interessant ist dabei, dass bei manchen Liedern zwei Bassgitarren für einen noch satteren Klang sorgen.
Wer sich an dieser Stelle immer noch fragt, aus welchen Filmen er die Jana kennen könnte, dem sei hier auf die Sprünge geholfen: Engel und Joe, Extreme Ops und Was nützt die Liebe in Gedanken sind ein kurzer Auszug ihrer Filmografie.

Spitting Off Tall Buildings ist ein Album ohne Atempause und das ist auch gut so. Die nicht vorhandene Quotenballade vermisst man an keiner Stelle und sie würde weder der Band noch dem Album gut tun. Bleibt nur noch eines zu sagen:

Gut gebrüllt Jana!

Die Spucke weg blieb: Stephan Grunwald


Was auf die Ohren gibt's hier!

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