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Summary

The Go! Team - Proof Of Youth

Man nehme ein paar Samples, zwei Schlagzeuge, eine Rapperin, Chöre und ein Glockenspiel. Gut umrühren! Und fertig ist das Go! Team. Doch bitte vor dem Verzehr in kleine Stücke schneiden, denn Verschluckungsgefahr!

Band: The Go! Team
Album: Proof Of Youth
Mitglieder: Ian Parton (guitar, harmonica, drums, piano), Ninja (vocals), Jamie Bell (bass, glock), Sam Dook (guitar, banjo, drums), Chi Fukami Taylor (drums, vocals), Kaori Tsuchida (guitar, vocals, keyboards, glock)
Herkunft: London und Brighton, United Kingdom

Die Geschichte des Go! Team begann im Jahr 2000. Ian Parton drehte einen Dokumentarfilm und nahm auch den Soundtrack dafür auf. Dieser bestand aus Samples der eigenen Plattensammlung. Denn er dachte sich, dass aus seinen Lieblingsstellen seiner Platten wiederum eine grandiose Platte entstehen würde. Nachzuhören ist dies auf der ersten EP namens „Get it together“ aus dem Jahre 2000.

Nur den Ambitionen des Herrn Parton ist es zu verdanken, dass The Go! Team in der Mitgliederzahl expandierte, nämlich von Einem auf Sechs. Und das alles nur, weil er es erstens nie bei sperriger Samplekunst bewenden lassen wollte, denn für ihn sollten Mädchen dazu kreischen und zwei Schlagzeuge wollte er besetzt wissen, und zweitens weil Franz Ferdinand ihn für ihr Vorprogramm auswählten, was jedoch allein mit Laptop und Gitarre reichlich trostlos ausgesehen und geklungen hätte.

Nun also zu sechst. Doch den Ton gibt weiter Ian Parton an. Und somit war auch er hauptverantwortlich für die Überarbeitung des ersten Go! Team Albums „Thunder Lightning Strike“. Dies war nötig, da er wiederum seine Plattensammlung durchkramte, um nochmals die besten Momente davon zu verarbeiten. Doch daraufhin intervenierten die in Amerika wohnhaften Urheber und eine Überarbeitung wurde notwendig.

Doch dies tat dem Erfolg des Albums keinen Abbruch. Denn „Pantherdash“, „Ladyflash“ und “Junior Kickstart” liefen eigentlich in jedem Etablissement, welches sich Indie schimpft.

Nun also 2007 und The Go! Team veröffentlichen mit “Proof of Youth” ihr zweites Album. Und eines vorweg: Diesmal wurden alle mitwirkenden Kräfte vorher gefragt.

Das Album beginnt wie einer dieser Szenen aus „Beat Street“ (einem grandiosen Film über die Hip Hop Kultur aus dem Jahr 1984). Die Gang entert die Party. Der eine bedient die Turntables, der andere das Mic und die Ladies formieren sich zum Soundsystem („Grip Like A Vice“ und „Doing It Right“). Hach das waren noch Partys zum regen Mitmachen. Nachdem die Meute angeheizt ist, wird es plötzlich ruhig. Es muss kurz leiser gestellt werden („My World“). Man kennt ja so was von Feiern, entweder kommt eine durch die Nachbarn aufgescheuchte Polizeistreife vorbei oder die Eltern rufen kurz durch und sagen, dass es an ihrem Urlaubsort regnet. Doch kurz danach wird wieder lauter gedreht und sprichwörtlich die Titanic, mit diesem typischen breakigen Style des sechsköpfigen Kollektives, zum zweiten Male versenkt („Titanic Vandalism“). Danach kommen immer wieder die markanten Cheerleadersprechgesänge: „Go, Go, Go...“ die man ja von diversen amerikanischen Sportarten kennt und es wird um die Wette geklatscht. Im Anschluss daran kommt dann „Keys To The City“. Einem melodischen Song, wo alle, und damit meine ich auch alle Anwesenden, mitsingen. Es ist die Klimax des Albums. Ein letztes Mal erfährt die Spannungskurve mit „Flashlight Fight“ einen Ausschlag nach oben. Denn Chuck D, die Legende von Public Enemy (die einflussreichste Formation in der amerikanischen Rap-Szene Ende der 80-iger Jahre), heizt noch mal derbe mit seinen Raps ein bevor „Patricia’s Moving Picture“ die Party mit vielen Blässern und einem Glockenspiel für beendet erklärt.

 

Fazit: Das Album klingt wie ein Dokumentarfilm über die Musikströmungen ab den sechziger Jahre bis heute. Und diese bunte Mischung mit dem immer sehr unsauber und schlecht abgemischt klingenden Sound zeichnen ein Go! Team Album aus. So war es vor drei Jahren und so ist es auch diesmal. Und das ist auch das bemerkenswerte an diesem zusammengewürfelten Haufen: er erfindet sich nicht neu, doch die einzelnen Akteure emanzipieren sich und drücken dem Sound immer mehr ihren Stempel auf.

Vielleicht gibt es irgendwann eine Gleichberechtigung in der Band. Im Jahre 2007 sind Ninja und Co. noch die Komparsen, welche die Ideen von Ian Parton umsetzen. Schöne Diktatur!

 

Anspieltipps:

  • Grip Like A Vice
  • Doing It Right
  • Patricia’s Moving Picture
  • Flashlight Fight (feat. Chuck D)
  • Keys To The City

 
www.thegoteam.co.uk

 

tanzt wie ein Duracell-Hase: Constantin Muhs

die Hüpfbewegungen zum Nachhören.

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