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Summary

Vampire Weekend - Contra

Die Erneuerung des Indie-Rocks - Risiken und Nebenwirkungen nicht ausgeschlossen.

Band: Vampire Weekend
Album:
Contra
Mitglieder:
Ezra Koenig (Gesang, Gitarre), Rostam Batmanglij (Keyboard, Gitarre, Gesang), Chris Baio (Bass), Chris Tomson (Schlagzeug)
Herkunft:
New York City, New York, Vereinigte Staaten von Amerika
Klingt wie:
modifizierter Lagos Jump

 

 

“Indie-rock is playing at my house/
no, no, no/
turn up the bassdrum/
Indie-Rock, please leave my house/
right now/
I hate you so much!”

 (aus: Knarf Rellöm Trinity “LCD is playing at my house”)

Und täglich grüßt das Murmeltier: Ging die Innovation am Ende des Jahres 2007 wieder einmal von New York City, speziell Brooklyn, aus, so ist das im neu angebrochenen Jahrzehnt nicht anders. Mit ihrem selbstbetitelten Debüt impften die vier College-Absolventen dem dahin wabernden Indie-Rock eine dringend benötigte Frischzellenkur ein. Ihr Zweitling, glaubt man der einschlägig bekannten Musikpresse, versetzt ihm endgültig den Todesstoß.

Die rhythmische Verspieltheit und die Besinnung auf David Byrne’sche Soundideen durch diese furchtlosen Jungs um die Masterminds Ezra Koenig und Rostam Batmanglij prägten ein Wort, welches daraufhin zum Musikwort des Jahres 2008 hätte gewählt werden können - vorausgesetzt eine solche Wahl hätte stattgefunden. Ein Wort so catchy, so sexy und so unwiderstehlich, dass niemand seine Aussprache scheute: AFROBEATS.

Somit schafften Vampire Weekend das, was dem englischen Strut Label mit dem Re-Release der Nigeria Kompilationen und Damon Albarn mit seinem Weltmusiklabel verwehrt geblieben ist. Nämlich eine Auseinandersetzung der Indie-Gemeinde mit der Musikszene Afrikas.

Contra ist jetzt kein Gegenentwurf. Kein radikaler Bruch. Keine Abgrenzung zum Vorgänger. Dafür interessiert sie die Musik ihres ersten Albums noch zu sehr. Es ist vielmehr eine Weiterentwicklung ohne Wiederholung. Die gewohnte Melange aus New Wave, Barockpop und Afrobeats wird immer schneller mit dem Dirigentenstab zu einem Strudel gerührt, sodass durch große Anstrengung einerseits ein hibbeliger Handclap - Punksong („Cousins“) und andererseits, durch Überdrehung, das sehr elegische und discoide „Run“ herauskommt.

Es entsteht der Eindruck, dass jeder Song ein eigenständiges Album respektive Musikstil repräsentieren könnte, so strukturiert und vielschichtig sind die Songs von Vampire Weekend. So fremd und doch so gleich sind sie einander. Kurzum: So global. Diese Wahrnehmung unterstützt die immer eine Oktave zu hoch angesetzte Stimme von Ezra Koenig, wenn er in seine animalischen Laute ausbricht.

Fazit: Vampire Weekend sind die Innenarchitekten, die dem Indie-Rock ein neues lässiges Gewand verpassen, welches er dringend nötig hatte. Doch sie machen es mit einem Sanftmut, der dem konservativen Indie-Rocker nicht den Vorschlaghammer über den Kopf zieht, sondern ihn mitnimmt auf die Reise nach Upper West Side Soweto.

Anspieltipps:

  • Run
  • California English
  • Giving Up The Gun
  • White Sky
  • Holiday

 

Bandhomepage: http://www.vampireweekend.com/

Label: http://beggarsgroupusa.com/vampireweekend/

MTV unplugged: http://www.mtv.com/news/articles/1629326/20100108/story.jhtml

 

Wer zu viel selber macht, der macht sich krumm – ausgenommen Selbstauslöschung!:  Constantin Muhs

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