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Summary

Wir packen unseren Koffer und nehmen mit:

Man kann es nicht oft genug erwähnen: das Sommerloch ist überall. Gierig verschlingt es alles, was sich verschlingen lässt: Motivation, Sonne, gute neue Musik. Denn die Musikindustrie ist ja nun auch nicht mehr die, die sie mal war und geizt derzeit nicht nur mit der Verpackung (alles nur noch digital und so), sondern auch noch mit glücklich machenden Veröffentlichungen. Fast so, als würde man im Sommer überhaupt keine Musik mehr hören, weil Meeresrauschen und Möwengeschrei ohnehin alles andere übertönen und der Strand an sich jedes noch so anspruchsvolle Kulturgut überflüssig macht. Doch leider sieht die Realität für die meisten ein ganz klein wenig anders aus und so schwitzt man lediglich unter einer großen Kunstpalme am Fenster in der Unibibliothek. Dennoch verabschiedet sich die stets so fleißige Musikredaktion in den 4-wöchigen Urlaub, denn unser personelles wie musikalisches Sommerloch ist einfach zu groß und zu gierig, um dagegen anzukämpfen. Damit ihr ohne uns nun nicht orientierungslos musikfrei dahin darben müsst zum Abschied zehn heimlich geschmuggelte Strandperlen, die sonst unbeachtet liegen geblieben wären bzw. schon vergessen wurden.

Destroyer – Kaputt (10.06.)

Perfekte Popmusik aus anderen Sphären: vornehm, unaufdringlich, kitschig und schwül. Zum Entspannen am Strand. Oder wenigstens zum Träumen vom Entspannen am Strand.

http://www.youtube.com/watch?v=Pf-ONpLXzGs


John Maus – We Must Become the Pitiless Censors (24.06.)

Aus der musikalischen Sippschaft des irren Ariel Pink direkt hinter riesige fette Synthesizer aus den tiefsten, ja aller tiefsten 80er Jahren. Für nostalgische Sentimentalitätsanfälle.

http://vimeo.com/22707960


Shabazz Palaces – Black Up (01.07)

Experimentierfreudiger HipHop mit beeindruckenden Songtexten, aber auch beeindruckender Klangtiefe für alle hip hoppenden Hipster.

http://www.youtube.com/watch?v=Wmxv5u734s0&feature=related


ZombyDedication (08.07.)

Die düstere Seite des Sommers: perfektionistischer, pointierter Dubstep. So schwarz und kühl und anziehend wie dieses finstere Sommerloch.

http://www.youtube.com/watch?v=tiyxPeuBf0M


Little Dragon – Ritual Union (22.07.)

Schweden-Pop jenseits von ABBA: kühler, kluger Electropop, ein bisschen jazzig, ein bisschen funky, ein bisschen heiß – für die langen Nächte.

http://vimeo.com/21719521


Cults – Cults (29.07.)

Sommerlicher Retro-Boy-Meets-Girl-Indiepop. Süß und klebrig wie eine Kugel Waldmeistereis.

http://vimeo.com/26493844


Talking To Turtles – Oh, The Good Life (19.08.)

Zerbrechliche Folksongs aus Leipzig, aufgenommen im grungigen Seattle. So intim, das es schmerzt. Für die regnerischen Tage. Wir freuen uns auf das Konzert am 28.09. in der Chemnitzer Beta-Bar.

http://www.youtube.com/watch?v=6FNTGE79tGA


The War on Drugs – Slave Ambient (26.08.)

Ehrlicher Folkrock. Verspielt und dennoch mit Arbeiterseele imitiert er ganz unauffällig Bob und Bruce und verleiht dem eine, nunja, pathetische Frische.

http://vimeo.com/26117149


Beirut – The Rip Tide (30.08.)

Wunderbares drittes Wunder-Album vom Wunderkind. Erst balkanesk, dann frankophil, jetzt weltmännische Popmusik. Vertontes Fernweh - für Daheimgebliebene und Weltreisende.

http://www.youtube.com/watch?v=wNXJ_vT5sbY





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