Radio UNiCC
Jetzt bei Radio UNiCC

Summary

Interview: Chemnitzer Autor Alexander Büttner hat zweites Buch veröffentlicht

Am 24. Oktober hat Chemnitzer Autor Alexander Büttner seinen zweiten Band der "Aquileria"-Reihe veröffentlicht. Zwei neue Geschichten - "Elizas Lied" und "Luanas Entscheidung"- versprechen auf insgesamt 400 Seiten Spannung in der fiktiven, mittelalterlichen Welt "Aquileria" pur. Wir haben Alexander zum Interview getroffen:

"Aquileria - Geschichten Band II" wurde am 24. Oktober veröffentlicht.

Was inspiriert dich zu deinen Geschichten?

Das sind ganz unterschiedliche Dinge, aber ein Teil davon sind tatsächlich persönliche Erlebnisse oder Wünsche. Manchmal ist es aber auch einfach ein Lied, das ich gehört habe – beispielsweise war das so bei „Elizas Lied“. Das ist die erste Geschichte ohne unmittelbaren Bezug zu meinem eigenen Leben. Elizas Lied als eher kompakte Abenteuergeschichte hat bei manchen wohl Lust auf weitere Seemannsgeschichten gemacht. Bei Luanas Entscheidung habe ich aus Sicht einer Frau geschrieben und das wohl auch ganz gut hinbekommen, wobei ein untergeordneter Aspekt dieser Geschichte ist, dass sie die Welt AQUILERIA in ihrer Gesamtheit, also Kulturen, geografische und historische Aspekte, die unterschiedlichen Religionen, zur Entfaltung kommen lässt – ohne das in den Vordergrund zu stellen und die Leser damit zu überfordern.

Fällt es dir schwer oder leicht, dir immer neue Geschichten einfallen zu lassen?

Nein, es fällt mir gar nicht schwer. Meistens habe ich eine zündende Idee, um die es dann im Kern einer Geschichte gehen wird. Und das, was in der Geschichte tatsächlich passiert, fügt sich mit der Zeit wie ein Puzzle zusammen. Die Schwierigkeit besteht dann eher, die ganzen Fakten im Einklang miteinander zu halten, da die Geschichten zwar grundsätzlich voneinander erstmal losgelöst sind, aber dennoch in der gleichen Welt spielen und man darauf achten sollte, dass das Gesamtbild stimmig bleibt.

Hast du auch manchmal darüber nachgedacht, aufzugeben?

Bei AQUILERIA geht es um die Sache an sich, es ist ein Herzensprojekt. Um aufgeben zu können, müsste ich also ein konkretes Ziel haben, das ich unbedingt erreichen will. So ist es aber nicht. Das ganze Projekt ist für mich auch ein Prozess, ein Teil meiner Selbstverwirklichung, in dem ich Möglichkeiten ergreife, die sich mir bieten, ohne einen exakten Masterplan zu haben. Was nicht bedeutet, dass ich das nicht mit einer gewissen Professionalität angehe – um gewisse Möglichkeiten überhaupt erst erhalten zu können, muss man schon etwas dafür tun.

Wie kam es dazu, dass du einen 2. Teil veröffentlichen wolltest?

Das stand nie außer Frage – das erste Buch trug ja schon den Titel „Band I“. Es ist ja auch kein zweiter Teil im eigentlichen Sinne, sondern eine Sammlung neuer Geschichten, die einander nicht unmittelbar fortsetzen. Die Welt AQUILERIA ist ein großes Universum, zu dem ich noch viele Ideen habe. Neben den Geschichtensammlungen gibt es auch Ideen für andere Textarten, darunter auch eine zusammenhängende Serie und ein Märchenbuch, aber auch Spiele und Hörbücher. Es gibt so viel, mit dem man die Welt zum Leben erwecken kann – da wird in der nächsten Zeit noch einiges kommen. Dessen ungeachtet ist das Feedback durch die Bank weg positiv, sodass auch die extrinsische Motivation gegeben ist, immer weiterzumachen.

Wie war es das 2. Buch zu veröffentlichen und welches Gefühl hattest du dabei?

In erster Linie war es eine riesengroße Erleichterung, denn die letzten Wochen vor der Veröffentlichung hatten es in sich. Und es ist ein fantastisches Gefühl, so ein Projekt dann mal zum Abschluss zu bringen. Es ist ja nicht nur das Schreiben an sich. Es gehört noch sehr viel mehr dazu, was man so von außen nicht sieht. Wir machen ja auch den Buchsatz selber, die Covergestaltung, produzieren die eBooks, den Versand zu unserem Onlineshop, natürlich den Onlineshop selbst, das ganze Marketing – und so weiter, und so fort. Es ist auch ein steter Prozess ohne echte Pausen, nur mit unterschiedlichen Phasen. Auf das Buch selbst bin ich sehr stolz, und auch unendlich dankbar gegenüber den vielen Menschen, die das Ganze unterstützen. Und ich freue mich sehr auf die Rückmeldungen, die nun kommen werden. Es ist sicher spannend, zu hören, wie andere die Geschichten erleben und welche Gedanken sie dazu haben. Am Ende schreibe ich ja nicht nur für mich selbst.

Und du bist unter die Naturschützer gegangen, was hat es damit auf sich?

Extrem positive Resonanz gab es darauf, dass wir mit unserem Verlag Skalatar Media nun offizieller Naturschutzpartner der Dresdner Stiftung „Wilderness International“ sind und mit jedem verkauften Buch ein Stück Regenwald dauerhaft unter Schutz stellen. Das schlägt mit in die Kerbe, dass wir bevorzugt mit lokalen und regionalen Partnern zusammenarbeiten. Das Buch wurde zum Beispiel in einer Leipziger Buchbinderei produziert und ist aktuell nur in ausgewählten Chemnitzer Läden (Buchhandlung Lessing & Kompanie, Buchhandlung Universitas, [Karls] Kunsthaus) zu kaufen – und natürlich über unsere Webseite skalatar.de.

Soll es einen 3. Band geben?

Ja, der ist auch schon in Arbeit. Da ich am zweiten Buch auch etwa drei Jahre saß, hoffe ich, dass ich den Zeitrahmen so auch für den dritten Band einhalten kann. 2025 ist für Chemnitz ja ein besonderes Jahr und eine Buchveröffentlichung würde da sicher gut ins Bild passen.

Aber ob ich das schaffe, kommt auch mit darauf an, wie lang die Geschichten selbst werden. Diese entwickeln beim Schreiben auch immer ein gewisses Eigenleben, sodass ich mir abgewöhnt habe, im Vorfeld den jeweiligen Umfang abschätzen zu wollen.

Zum Inhalt:

In "Elizas Lied" entschließt sich ein Seemann trotz herbstlicher Stürme, einen jungen und unerfahrenen Kapitän auf seiner Reise nach Norden zu begleiten. Nach einem überstandenen Kampf mit Piraten bekommen es die Männer mit einem uralten Meeresungeheuer zu tun. Während die Lage immer hoffnungsloser zu werden scheint, wartet in der Heimat eine junge Frau auf die Rückkehr ihres Liebsten - und allein ihr Lied ist es, das ihn zu ihr zurückzubringen vermag.

In der zweiten Geschichte "Luanas Entscheidung" führt ein Wink der Götter Luana, Tochter einer adeligen Familie, auf eine abenteuerliche und gefährliche Reise in ein fremdes Land. Sie folgt den Spuren einer Gruppe von Pilgern, von denen sie kaum mehr weiß als ihr Ziel. Begleitet wird sie von Spielleuten, Barden, Händlern - und Audra, der Ewigen Mutter. Während sie versucht, die Pilger einzuholen, findet sie allerorts deren Spuren und hört von ihren Heldentaten. So beginnt sie, diese zu sammeln und sich als Geschichtenerzählerin durchzuschlagen. Auf ihrer Reise entdeckt sie faszinierende Städte, besucht mächtige Burgen, durchwandert beeindruckende Landschaften, kämpft mit wilden Tieren, findet und verliert Gefährten und Freunde, hofft und zweifelt - und fragt sich ein ums andere Mal, ob die Strapazen dies alles wert sind.

Wie konnte das denn passieren... eigentlich geht es um das neue Album "Judas" und dann schweifen die Protagonisten von Disney ab zu Pornos...

Maximilian Gelbrich ist 23 Jahre alt und Student an der TU Chemnitz. Wenn er nicht gerade über seinen Psychologielehrbüchern hängt, findet man ihn vor allem an seinem Rechner, denn er schreibt seit seiner Kindheit eigene Geschichten. Eine dieser Geschichten ist jetzt als Debütroman im Noel-Verlag erschienen. Wir haben es uns nicht nehmen lassen mit dem aufstrebenden Autoren über „Die Feuerrose“ zu sprechen.

Endlich richtig erwachsen und unabhängig von den Eltern sein - wie macht man es richtig? Sascha Nestorovski (Allianz) und Mario Hofmann (Mobil & Smart) haben Tipps für die erste Grundversorgung, nachdem man das Elternhaus verlassen hat. Was brauche ich eigentlich: Stichwort Strom, Internet, Versicherungen und Co?

Der Rapper Nero Kolero war zu Gast bei Radio UNiCC und hat mit uns exklusiv über seine Debüt-Scheibe "Sexische Volksmusik" gesprochen.

Am 17. und 18. Oktober findet in Aachen wieder das Mustang Makeover Germany statt. Es soll dazu beitragen, auf die schlechte Situation der wilden Mustangs in den USA aufmerksam zu machen. Eine der Trainerinnen in diesem Jahr ist Janell Baader aus dem sächsischen Klipphausen. Sie hat im Interview mehr zu ihrer Arbeit mit den Mustangs erzählt.