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Summary

Frauenpower dominiert den Hellraiser

Konzertbericht Eluveitie & Amaranthe, Leipzig

Das Haus Nuclear Blast ist ja dafür bekannt, Top Acts unter Vertrag zu haben. Umso spannender war es am Freitag, dem 10. November die Maximum Evocation Tour im fast ausverkauften Leipziger Hellraiser zu besuchen.

Auf dem Plan stand ein Co-Headliner-Konzert von Eluveitie und Amaranthe, unterstützt von The Charm The Fury. Drei Metal-Bands aus drei unterschiedlichen Ländern, die jede für sich besonderen Klang hat und vor allem jede Band eine weibliche Sängerin besitzt, was ein äußert seltenes Merkmal für Metalkonzertabende darstellt.

Angefangen haben die Niederländer von The Charm The Fury, die mit den Vocals von Caroline Westendorpe schon einen ordentlichen Kracher hinlegten. Post-Hardcore, der die noch sehr zurückhaltenden Metaler ein wenig aus der Reserve gelockt und zumindest schon mal darauf eingestimmt hat, so langsam die Muskeln für die nachfolgenden Bands zu erwärmen.

Als nächstes betraten die Schweden von Amaranthe die Bühne. Optisch waren sie schon mal der Knaller – Sänger Nils stellt mit seiner Lockenpracht jede Löwenmähne in den Schatten und Sängerin Elize wechselte während der Show drei Mal ihr Outfit, außerdem hatte der Bassist Johan den modischsten Metal-Gips am Fuß, den man sich vorstellen konnte (mit Krücken humpelte er rein und spielte kämpferisch das ganze Set, trotz seines Handicaps). Der besonders poppige Modern-Melodic-Metal überzeugte ab der ersten Nummer Maximize. Der Knoten platze beim Publikum dann endlich, als die Band beim Song Endlessly Eluveitie-Sängerin Fabienne Ernie zum Frauenduett begrüßte. Insgesamt spielten sie 17 Lieder und es machte riesen Spaß zuzuschauen, da die Performance nie langweilig wurde. Die Interaktionen der drei Gesangsparts harmonierten Klasse zusammen.

Gegen 22 Uhr wurde es dann noch ausgefallener, da die multi-instrumentalistische Folk-Metal-Band Eluveitie zum Tanzen einlud. Von Harfe über Flöten bis hin zur Drehleier war alles dabei. Und gerade das zeichnet den Sound der Schweizer aus. Die Stimmung im Saal war sehr gut, wenn auch nicht überdurchschnittlich. Bei Songs wie Omnos oder The Call of the Moutain konnten sich die Fans nicht mehr halten und waren der Musik verfallen. Schwingende Hände und Haare waren zu sehen. Sängerin Fabienne, die ja erst seit diesem Jahr ihr Talent bei Eluveitie unter Beweis stellt, machte neben Chrigel Glanzmann eine tolle Figur. Als sich das Ganze mit dem Lied Inis Mona dem Ende entgegen bewegte, war klar, das war ein Konzert, dessen Besuch sich mehr als gelohnt hat. Auch wenn die Organisation der Garderobe zum Ende hin, leider etwas langsam lief und die Besucher ewig auf ihre Jacken warten mussten.

Fotogalerie Eluveitie

Fotogalerie Amaranthe

Fotogalerie The Charm The Fury

Setlist Amaranthe:
Maximize
On The Rocks
Digital World
Dynamite
1.000.000 Lightyears
Electroheart
Invincible
Amaranthine
Fury
--- drum solo ---
True
Endlessly
Call Out My Name
Hunger
----------------
That Song
Boomerang
Dorp Dead Cynical
The Nexus

Setlist Eluveitie:
Your Gaulish War
King
Nil
Omnos
Lugus
Caturix
Artio
Epona
Thousandfold
The Call Of The Mountains
A Rose For Epona
Kingdom Come Undone
Tegernako
(Drum Solo)
Havoc
Helvetios
Inis Mona

Wer am Donnerstagabend noch nichts vorhat, sollte sich schonmal den Namen Sharaktah merken. Der Rapper aus Schleswig-Holstein kommt am 29.10. im Rahmen seiner Tour 2026 ins Atomino.

Seine Fans dürfen sich dabei sowohl auf ältere Songs als auch auf Songs vom kürzlich erschienen Album "SHARATKAH" freuen.

Der Künstlername, welcher zum Albumtitel wurde, entstand bereits in der Kindheit des Sängers, als er das Wort "Charakter" noch nicht richtig aussprechen konnte. Sein Sound vereint brutal ehrliche und emotionale Texte mit Elementen aus Hip-Hop, Grunge und Rap.

Aktuell verlost der Künstler auf seinem Instagramaccount @Sharaktah noch Tickets für alle kommenden Shows. Wer sich nicht nur auf sein Glück verlassen möchte bekommt auf Eventim Tickets für die Show in Chemnitz am 29.10. oder alternativ für Leipzig am 01.11.

 

Schon in wenigen Tagen kommt eine Legende des US-amerikanischen Hip-Hops für lediglich zwei Termine nach Deutschland. Die Rede ist von niemand Geringerem als: Immortal Technique.

Der aufstrebende Indiekünstler aus Meißen und seine Band besuchen bei der Geschichten aus gebrochenem Glas Tour Anfang 2027 die Städte Frankfurt, Bonn, Berlin, Magdeburg, Hannover, Hamburg, Leipzig und Dresden. Der Kaktuseis-Connoisseur hat dabei alles selbst geplant und begibt sich für seine Fans in ein finanzielles Risiko. Trotz seiner Mangelnden Kenntnis in Bezug auf Steuern und Finanzen wird es auch für materiell wenig betuchte Musikenthusiasten Soli-Tickets ab 16,1€ geben. Für alle, die noch nie auf einem Rosenrausch Konzert waren ist das jetzt die Gelegenheit, denn auch die regulären Tickets sind im Vergleich zu großen Konzerten für einen schmalen Taler erwerbbar.

Website von Rosenrausch

Volt[age] ist zurück! Nach dem großen Erfolg der Weltpremiere im letzten Jahr und den mittlerweile zwei internationalen Preisen, kehrt die Fortsetzung des immersiven Balletts im September und Oktober dieses Jahres zurück auf die Bühne des Leipziger Kunstkraftwerkes.

Das Stück vereint Tanz, Sound und visuelle Projektionen zu einem einzigartigen, immersiven Erlebnis. Sechs Tänzer erzählen in insgesamt fünf Akten eine emotional aufgeladene Geschichte von der wechselseitigen Beziehung zwischen Mensch und Maschine. Dabei wird die Bühne selbst zur Schnittstelle zwischen beiden Welten.

Dank Motion-Tracking reagieren die visuellen Projektionen in Echtzeit auf die Bewegungen der Tänzer. Dies spiegelt die in der Geschichte dargestellte Abhängigkeit zwischen Mensch und Technik besonders eindrucksvoll wider.

Die Choreografie von Mirko Mahr, Sara Brandao und Lolita Valao interpretiert die klassische Tanzart des Balletts neu und wird von Tänzern der Musikalischen Komödie Leipzig zum Leben erweckt.

Begleitet wird die Inszenierung von einem eindrucksvollen Sounddesign aus elektronischen Technosounds und orchestralen Elementen, welches genau wie die Visuals vom französischen Digitalkünstler und Artistic Director Nicolas Landrieux stammt.

Wer sich diese beeindruckende Inszenierung nicht entgehen lassen möchte und Lust hat, hautnah in das Wechselspiel aus Mensch und Technik einzutauchen, findet auf der Website des Kunstkraftwerkes noch letzte Tickets.

 

Das Kosmos Wochenende neigt sich dem Ende. Nach der Eröffnung am Freitag in der Stadthalle startete der Samstag auf dem Gelände zwischen Limbacher- und Theaterstraße mit vielen Panels, Talks und Infoständen, Sportangeboten und vielen weiteren kleineren Aktionen. Gerade die verwinkelten Straßen und Höfe rund um die Markthalle sorgten dafür, dass man auch wenn man keine konkrete Veranstaltung ansteuerte an jeder Ecke etwas spannendes entdecken konnte.

Ab 12 Uhr fanden in der Schule am Hartmannplatz die Debatten mit Arne Semsrott und danach mit Luisa Neubauer statt. Letztere war so stark besucht, dass viele Leute keinen Ort mehr finden konnten, an dem der Talk zu sehen oder auch nur ohne Einschränkungen zu hören war.

Ebenfalls um diese Zeit begannen verteilt auf zahlreiche Bühnen die vielen Konzerte auf denen auch etliche Artists aus dem Radio UNiCC Programm vertreten waren. Für uns ging es los mit Power Plush auf der Trailer Stage. Es folgte Yola, welche erst kurz vor dem Event noch dem Line-up hinzugefügt wurde, auf der Bühne im ehemaligen Puppentheater. Ihren Auftritt performte sie dabei nicht alleine. Dani Lia unterstütze sie bei ein Paar ihrer gemeinsamen Lieder. Im Anschluss daran fand ihr eigenes Konzert auf der Trailer Bühne statt, bei dem wiederum Yola für ein paar Lieder vorbei schaute.

Auf der Hauptbühne begann dann ab 19 Uhr die ganz große Show mit ok.danke.tschüss, danach Alexander Marcus und zum Abschluss der geheime Headliner 01099. Schaut euch gerne die Impressionen oben in der Slideshow an :)

Abschließend lässt sich sagen, dass das Kosmos dieses Jahr ein voller Erfolg war. Es konnte sehr gut die Lücke nach dem Kulturhauptstadtkosmos trotz geringeren Budgets füllen und sich vielfältig neu erfinden. Wie jedes Jahr bleibt abschließend nur die Hoffnung, dass das Festival für Demokratie und Vielfalt auch 2027 wieder stattfinden wird.